Alm­dud­ler-Haus: ein pri­ckeln­der Bau

KURIER_SPECIAL - - CORPORATE DESIGN -

Der Ein­gang in Form ei­ner rie­si­gen Fla­sche. Und das le­gen­dä­re Trach­ten­pär­chen tanzt da­zu. Ein ge­lun­ge­nes Bei­spiel von Cor­po­ra­te Ar­chi­tec­tu­re, al­so der Nut­zung zeit­ge­nös­si­scher Ar­chi­tek­tur zur Un­ter­strei­chung ei­ner Mar­ke, ist das Alm­dud­ler-Haus in Dö­bling. Weil die Bü­ros in Hei­li­gen­stadt nicht mehr zeit­ge­mäß wa­ren, hat­te sich das Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men 2009 für ei­nen Neu­bau auf der Grin­zin­ger Al­lee ent­schie­den. „Für uns war von An­fang klar, dass wir die Mar­ke auch mit­tels der Ar­chi­tek­tur, auf­ge­la­den mit städ­ti­schen und länd­li­chen Aspek­ten, er­leb­bar ma­chen wol­len. Ei­ne an­ony­me Glas­schach­tel kam für uns auf je­den­falls nicht in­fra­ge“, sagt Alm­dud­ler-Ge­schäfts­füh­rer Ger­hard Schil­ling. Am bes­ten ver­stan­den hat die Wün­sche letzt­lich das Ar­chi­tek­tur­bü­ro

Des­sen Ar­chi­tek­ten hat­ten auch die Idee mit der über­di­men­sio­na­len Fla­sche als Ein­gang. Das ist weit mehr als ein ar­chi­tek­to­ni­scher Gag. Die Fla­schen­form zieht sich wei­ter ins Ge­bäu­d­e­in­ne­re und bil­det dort ei­ne Art Atri­um. Die ein­zel­nen Bü­ros sind über Brü­cken ver­bun­den. All das wirkt flott und leicht. Flan­kiert wird die Ar­chi­tek­tur von wit­zig-char­man­ten De­tails. Der­grü­neTep­pi­chisteben­so­ei­neAn­spie­lung an das Land­le­ben wie die Alm­hüt­te am Dach der Fir­men­zen­tra­le – mit Sicht­fens­ter auf die Ter­ras­se samt Bie­nen­stö­cken. Die Hüt­te dient als in­ter­ner Be­spre­chungs­raum, wird auch für Prä­sen­ta­tio­nen und Ein­la­dun­gen ge­nutzt. Da gibt es ei­ne Men­ge Ori­gi­nel­les und Ori­gi­na­les zu se­hen. Ein Ses­sel aus Hirsch­ge­weih ne­ben his­to­ri­schen Wer­be­su­jets, an­ti­ken Ski­ern mit Zug­bin­dung, Snow­boards, ei­ner Ro­del und ähn­lich de­ko­ra­ti­vem Krims­krams. Al­les Zi­ta­te auf die Alm­welt, ein­ge­bet­tet in mo­der­nes De­sign, aber jen­seits von pein­li­chem Al­pin-Kitsch. „Ein ge­wis­ses Au­gen­zwi­ckern war uns wich­tig“, sagt Schil­ling, weist aber eben­so dar­auf hin, dass man es auch an um­welt­be­wuss­ter Ernst­haf­tig­keit nicht feh­len lässt. Die Alm­dud­ler-Zen­tra­le ist ein Gre­en Buil­ding, in dem Erd­wär­me zur Be­hei­zung und Küh­lung ge­nutzt wird. Da juchzt das Trach­ten­pär­chen.

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