Adi­das „Laces“– ef­fi­zi­ent ge­schnürt

KURIER_SPECIAL - - CORPORATE DESIGN -

Auf dem Adi­das-Ent­wick­lungs­cam­pus „World of Sports“im deut­schen Her­zo­ge­nau­rach liegt un­ter an­de­rem die­se durch­ge­hen­de Ring­struk­tur. Das Bü­ro­ge­bäu­de des Sport­ar­ti­kel­un­ter­neh­mers ist 29.000 Qua­drat­me­ter groß und wur­de zwi­schen 2008 und 2011 fer­tig ge­stellt. Der Bau re­prä­sen­tiert durch sei­nen Schnitt ma­xi­ma­le Kon­nek­ti­vi­tät so­wie Fle­xi­bi­li­tät für die Ab­tei­lun­gen der For­schung- und Pro­duk­ti­ons­ebe­ne. Von au­ßen wirkt es wie ein Raum­schiff, das mit wei­ßen Ver­bin­dungs­stre­ben an der Fas­sa­de, den „Laces“, den Bau­kör­per in ei­ne Art Kor­sett schnürt. Die Idee da­hin­ter stammt von dem deut­schen Ar­chi­tek­tur­bü­ro

Es soll den Raum und die Or­ga­ni­sa­ti­on mit­ein­an­der wort­wört­lich ver­schnü­ren. Da­bei ist „Laces“das schwe­ben­de, hel­le Pen­dant zu dem dun­kel, schwer an­mu­ten­den Adi­das „Brand Cen­ter“, das sich eben­falls auf dem Cam­pus in Her­zo­ge­nau­rach be­fin­det und von ent­wor­fen wur­de. In sei­ner Struk­tur öff­nen sich die Bü­ro­räu­me ring­schlüs­sig mit groß­zü­gi­gen Ver­gla­sun­gen zur In­nen­sei­te und schlie­ßen gleich­zei­tig die grü­ne Land­schaft von au­ßen mit ein. Das Atri­um in der Mit­te wird im In­ne­ren eben­falls von wei­ßen Ver­bin­dungs­ste­gen über­spannt, auf de­nen Mit­ar­bei­ter ge­hen und sich aus­tau­schen kön­nen. Ins­be­son­de­re die Tem­pe­rie­rung die­ses zen­tra­len und groß­zü­gi­gen Orts ist ei­nem prak­ti­schen Raum­luft­kreis­lauf un­ter­wor­fen. Vor­ge­wärm­te Bü­ro­luft strömt aus den ein­zel­nen Räu­men ins Atri­um und fin­det so ei­ne ver­lust­freie Zweit­ver­wer­tung. Die Ener­gie der Rest­wär­me in der Ab­luft wird über ei­ne Wär­me­rück­ge­win­nungs­an­la­ge eben­falls zu­rück­ge­führt. Zu­sätz­lich sol­len Loun­ges und Ge­mein­schafts­flä­chen, die ver­ein­zelt im ge­sam­ten Ge­bäu­de auf­zu­fin­den sind, Schnitt­stel­len der Kommunikation bil­den. Auch das ETFE-Kis­sen­dach un­ter­liegt ei­nem ei­ge­nen Kon­zept. Die au­ßen lie­gen­den Stahl­fach­werk­trä­ger und ei­ne spe­zi­el­le Luft­ver­sor­gung hal­ten das Dach steif.

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