Gü­ter­trans­port

KURIER_SPECIAL - - WENIGER EMISSIONEN -

Zu Un­recht kaum be­ach­tet.

Der Bei­trag der In­dus­trie­staa­ten zum Kli­ma­ziel, das auf den Kli­ma­gip­feln Ko­pen­ha­gen und Pa­ris fi­xiert und auch un­ter­schrie­ben wur­de, ist sehr groß: Um 85 Pro­zent wol­len sie ih­ren Treib­haus­gas­aus­stoß bis 2050 ge­gen­über 1990 sen­ken Der Ver­kehr muss da­für ei­nen gro­ßen Bei­trag leis­ten. Doch selbst wenn al­le Pkw 2050 rein elek­trisch un­ter­wegs sind, wird das Ziel ver­fehlt, wie auch die Red­ner auf der Mo­to­ren­ta­gung in Graz zeig­ten. Grund: Die enor­me Zu­nah­me im Fracht­ver­kehr, wo fos­si­le Kraft­stof­fe noch Jahr­zehn­te do­mi­nie­ren wer­den, wie vie­le über­zeugt sind.

Den mit Ab­stand größ­ten An­teil an Fracht-Trans­port­ki­lo­me­tern hat mit ca. 80 Pro­zent die Schiff­fahrt, was bis 2050 so blei­ben dürf­te. Sie ver­brennt in ih­ren Mo­to­ren vor al­lem auf ho­her See fast aus­schließ­lich Schwer­öl, was sich laut Red­ner auch auf län­ge­re Sicht nicht än­dern wird. Der­zeit ver­wen­det we­ni­ger als ein Pro­zent der rund 60.000 Groß­see­frach­ter Gas (ver­flüs­sig­tes Erd­gas LNG), so Bran­chen­ex­per­te Udo Schlem­merKel­ling, FEV, auf der Ta­gung. Die Emis­si­ons­vor­ga­ben ver­pflich­ten die Ree­der auch die nächs­ten Jah­re zu kei­ner Al­ter­na­ti­ve für Schwer­öl, noch da­zu, wo die Kos­ten z. B. für Gas ex­trem schwan­ken, so Schlem­mer-Kel­ling. Amor­ti­sier­te sich ein LNG-An­trieb 2014 we­gen des tie­fen Gas­prei­ses in­ner­halb von 2,5 Jah­ren, so dreh­te sich der Vor­teil 2016 um. Grund­sätz­lich bie­ten sich als Al­ter­na­ti­ven für Schwer­öl mit der ho­hen Um­welt­be­las­tung (vor al­lem Par­ti­kel, Schwe­fel­di­oxid) ein Zwei-Kraft­stof­fP­rin­zip „Du­al Fu­el“(Schwer­öl und LNG) so­wie ei­ne Hy­bri­di­sie­rung an. Du­al Fu­el be­din­ge ein sehr teu­res Tank­sys­tem,sen­ke­a­ber­dieKos­ten­für die Ab­gas­nach­be­hand­lung.

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