Selbst­zün­deR mit Zünd­keRze

KURIER_SPECIAL - - WENIGER EMISSIONEN -

ERs­te FahRein­dRü­cke und VeRbRauch­seR­geb­nis­se mit dem neu­en Ben­zi­neR von Maz­da

Ver­brauchs­wer­te und ein Dreh­mo­ment an­nä­hernd wie bei ei­nem Die­sel bei gleich­zei­ti­ger Dreh­freu­dig­keit und ein­fa­che­rer Ab­gas­re­duk­ti­on ei­nes Ben­zi­ners ver­spricht Maz­da mit dem neu­en Ben­zi­ner „Sk­yac­tive Ge­ne­ra­ti­on X“. Maz­da er­wei­tert da­bei das be­reits von der ak­tu­el­len Mo­to­ren­ge­ne­ra­ti­on be­kann­te ein­heit­li­che Ver­dich­tungs­ver­hält­nis zwi­schen Ben­zi­ner und Die­sel beim Ben­zi­ner nun um ei­ne wei­te­re „Die­sel-Ei­gen­schaft“, näm­lich die Selbst­zün­dung. Ei­ne Zünd­kerze bleibt wei­ter an Bord, ei­ner­seits für Be­triebs­be­rei­che, wo die Selbst­zün­dung nicht mög­lich ist, an­der­seits zum Auf­bau je­nes Dru­ckes, der Gr­und­vor­aus­set­zung für die Selbst­zün­dung des Ben­zi­ners ist. Sie ist qua­si die Kon­troll­in­stanz für ei­ne ge­re­gel­te Ar­beits­wei­se des Mo­tors.

Der An­satz bringt laut Maz­da Ver­brauchs­ein­spa­run­gen von bis zu 30 Pro­zent. Ei­ne ers­te Test­fahrt der Au­to­rin er­gab mit dem Schalt­ge­trie­be ei­ne Ver­brauchs­sen­kung von 17,1 Pro­zent, mit der Au­to­ma­tik um 14,4 Pro­zent im Stadt- und Über­land­be­reich auf 6,6 l, auf der Au­to­bahn je­weils rund ein Pro­zent we­ni­ger im Ver­gleich zum ak­tu­el­len Maz­da-Ben­zi­ner in ei­nem Maz­da 3. Ob­wohl der Mo­tor zwi­schen­durch ex­trem „ma­ger“(mit ho­hem Luft­über­schuss) und so­mit sehr spar­sam fuhr, kommt der Maz­da-Ben­zi­ner an­ders als ähn­lich spar­sa­me Ben­zin­di­rekt­ein­sprit­zer mit Ma­ger­be­trieb (z. B. CGI von Daim­ler) oh­ne zu­sätz­li­ches Ent­sti­ckungs­sys­tem aus. Ge­tankt wer­den soll üb­ri­gens ROZ 91 oder ROZ 95. ROZ 98 oder 100 wür­den den Ver­brauch er­hö­hen, weil da­mit der ex­tre­me Ma­ger­be­trieb nicht mög­lich wä­re.

Maz­da be­tont, dass der neue Ben­zi­ner, der 2019 auf den Markt kom­men soll, sei­ne Ver­brauchs­vor­tei­le nicht nur im La­bor, son­dern auch auf der Stra­ße um­set­zen kann, so­mit auch im neu­en Zu­satz­test RDE (Re­al Dri­ving Emis­si­ons), der seit 1. 9. in der EU für Neu­ty­pi­sie­run­gen gilt. Deut­lich zu spü­ren ist das an­ge­kün­dig­te, für ei­nen Ben­zi­ner üp­pi­ge Dreh­mo­ment und die Durch­zugs­stär­ke. Ein Tur­bo ist mit dem Ver­bren­nungs­kon­zept laut Hi­to­mi üb­ri­gens nicht kom­bi­nier­bar.

Noch sind Klopf­ge­räu­sche zu hö­ren, vor al­lem beim Au­to­ma­ti­kMo­dell. Die Über­gän­ge vom su­per­ma­ge­ren auf „nor­ma­len“Be­trieb sind of­fen­bar hei­kel. Zünd­aus­set­zer oder ein Abst­er­ben des Mo­tors gab es nicht. Grund­sätz­lich ist das Mo­to­ren­ge­räusch zu­rück­hal­tend.

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