Gro­ße Tra­di­ti­on, gro­ßes Po­ten­zi­al

KURIER_SPECIAL - - PORTRÄT -

wur­de1895al­sLau­rin&Kle­ment­ge­grün­det. Das Haupt­werk be­fin­det sich seit­her in Mla­dá Bo­le­s­lav (Jung­bunz­lau), 60 km nord­öst­lich von Prag. An­fangs wur­den im Werk Fahr­rä­der ge­baut, ab 1899 Mo­tor­rä­der, ab 1905 Au­tos (Lau­rin & Kle­ment). Sie wur­den vor al­lem nach Russ­land, aber auch Ja­pan, Süd­ame­ri­ka und Neu­see­land ex­por­tiert. Nach dem Ers­ten Welt­krieg ging es fi­nan­zi­ell berg­ab. Im Som­mer 1925 wur­de Lau­rin & Kle­ment mit Ško­da Pil­sen fu­sio­niert. Der Bau von Fahr- und Mo­tor­rä­dern wur­de be­en­det, 1930 die bis­he­ri­ge Teil­spar­te als „Au­to­mo­bil­in­dus­trieAG Ško­da“(ASAP Ško­da) aus­ge­glie­dert. Die­ser ge­lang mit dem Volks­au­to „Po­pu­lar“der Durch­bruch. Nach der Be­set­zung der Tsche­cho­slo­wa­kei durch Na­zi-Deutsch­land wur­de ASAP Ško­da Teil der „Reichs­wer­ke Hermann Gö­ring“.

1945 wur­de das Werk zer­bombt, die Or­ga­ni­sa­ti­on durch die „Ro­te Ar­mee“über­nom­men, im Ok­to­ber die Fir­ma ver­staat­licht. 1947 wur­de die Lk­wPro­duk­ti­on aus­ge­glie­dert. 1969 zer­stör­te ein Brand gro­ße Tei­le der Werks­hal­len. Ver­su­che, mit ver­bes­ser­ten Mo­del­len wie­der zu re­üs­sie­ren, schei­ter­ten, erst mit dem Fa­vo­rit ge­lang die Wen­de. 1989 be­gann die Re­gie­rung, die ver­staat­lich­ten Be­trie­be zu pri­va­ti­sie­ren, dar­un­ter Ško­da Au­to. Den Zu­schlag er­hielt 1991 die VW AG, weil de­ren Kon­zept den Tsche­cho­slo­wa­ken mehr Zu­kunft ver­sprach als je­nes von Re­nault und BMW. 2014 wur­de erst­mals mehr als ei­ne Mio. Ško­da welt­weit ver­kauft. Ško­da zählt der­zeit ca. 25.900 Mit­ar­bei­ter, ist in mehr als 100 Märk­ten ak­tiv un­dinT­sche­chienMarkt­füh­rer(seit1936).Ak­tu­el­ler Ško­da-Chef ist Bern­hard Mai­er.

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