PIONIERINNEN VOR DEN VOR­HANG

Das Tech­ni­sche Mu­se­um Wien be­leuch­tet die we­nig be­kann­te Rol­le frü­her Tech­ni­ke­rin­nen.

KURIER_SPECIAL - - PORTRÄT -

als al­lein­rei­sen­de Frau zu­erst nach Pa­läs­ti­na und Ägyp­ten auf­bre­chen, wo­bei die Rei­se „um ein Uhr mit­tags zu den Kai­ser-Müh­len, dem Plat­ze, von wel­chem die Dampf­schif­fe nach Pest usw. ab­ge­hen“, be­gann. Sie kam bis nach Je­ru­sa­lem und Damaskus. Nach neun Mo­na­ten kehr­te sie nach Wien zu­rück. Ein Ver­le­ger woll­te so­fort ih­re Schil­de­run­gen ver­öf­fent­li­chen, das hät­te je­doch der Zu­stim­mung ih­res Man­nes be­durft. Al­so er­schien das Buch an­onym, erst in der vier­ten Auf­la­ge wur­de ih­re Iden­ti­tät ge­lüf­tet. Für ih­re künf­ti­gen Welt­rei­sen lern­te Pfeif­fer Fremd­spra­chen, er­ler­ne die Da­gu­er­reo­ty­pie (frü­he Form der Fo­to­gra­fie) und das Prä­pa­rie­ren von Tie­ren. Vie­le ih­rer Prä­pa­ra­te fin­den sich im Na­tur­his­to­ri­schen Mu­se­um in Wien. Pfeif­fer mach­te meh­re­re Welt­rei­sen, ins­ge­samt leg­te sie 270.000 km zu­rück und das un­ter wid­rigs­ten Um­stän­den. So war sie die ers­te Wei­ße in Bor­neo, als ers­te Frau wur­de sie zum Eh­ren­mit­glied der Ge­sell­schaft für Erd­kun­de in Berlin er­nannt. Bei ei­nem zwei­mo­na­ti­gen Fuß­marsch in Ma­da­gas­kar er­litt sie ei­ne Mala­ri­ain­fek­ti­on, an der sie 1858 starb.

Auch die ers­te Pro­gram­mie­re­rin war ei­ne Toch­ter aus gu­tem Hau­se: Ada Lo­ve­lace leb­te von 1815 bis 1852. Auch sie ent­deck­te früh ihr „ab­we­gi­ges“In­ter­es­se für Tech­nik. Schon mit 13 woll­te Ada ei­nen dampf­be­trie­be­nen Flug­ap­pa­rat ent­wi­ckeln. Ein Stu­di­um an der Uni­ver­si­tät war ihr als Frau ver­wehrt, aber pri­vat traf sie im­mer wie­der auf tech­nisch in­ter­es­sier­te und be­gab­te Men­schen, die sie in­spi­rier­ten. Den Grund­stein zu ih­rem Ruhm als Pro­gram­mie-

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