Das Fir­men­au­to

Der idea­le Platz für Ih­re Fir­ma. Wor­auf man beim ei­ge­nen Fuhr­park ach­ten soll­te

KURIER_START UP-A-PORTER - - Ma­ga­zin - - MAR­TIN MÜHL

Laut ÖAMTC wa­ren 2013 14 % der ge­samt zu­ge­las­se­nen Fahr­zeu­ge Fir­men wa­gen mit und oh­ne Pri­vat­nut­zun­gen, bei den Neu­zu­las­sun­gen 2013 wa­ren es ge­mein­sam 24 %. Klar ist, dass ei­ne Fir­men­flot­te für vie­le Un­ter­neh- men und ih­re Mit­ar­bei­ter nö­tig ist, da­mit die­se ih­ren Job er­le­di­gen.

SACH­BE­ZUG NEU. Bei den oft dis­ku­tier­ten Fir­men­wa­gen mit Pri­vat­nut­zung hat der Ge­setz­ge­ber kürz­lich bei den Sach­be­zü­gen nach­jus­tiert un­d­dieOber­gren­zen­er­höht, die­je­ne Mit­ar­bei­ter be­zah­len, die die Fahr­zeu­ge auch pri­vat nut­zen. Hier fal­len nun je nach An­schaf­fungkos­ten und CO2-Em­mi­si­ons­wert bis zu 960 Eu­ro pro Mo­nat an (ge­ne­rell 2 % der An­schaf­fungs­kos­ten ab 130 Gramm CO2-Emis­si­on bis zur Höchst­gren­ze 960 Eu­ro). Deut­lich we­ni­ger zah­len nur­je­ne, di­e­da­sFahr­zeug­pri­vat­sehr we­nig nut­zen und dar­über ge­nau Fahr­ten­buch füh­ren, und: Elek­tro­Au­tos. Wich­tig für die Un­ter­neh­men sind aber Re­ge­lun­gen wie die Vor­steu­er­ab­zugs­be­rech­ti­gung. Da­bei sind Pkw und Kom­bi bis auf we­ni­ge Aus­nah­men (0 Gramm CO2-Emis­si­on, Fahr­schul­au­tos, Wa­gen für den

Wei­ter­ver­kauf,…) auch­wenn­zu100 % be­trieb­lich ge­nutzt wer­den nicht vor­steu­er­ab­zugs­be­rech­tigt. Die­ses Ab­zugs­ver­bot be­trifft nicht nur Lea­sing­ra­ten und Kauf­preis, son­dern auch Treib­stof­fe, Re­pa­ra­tu­ren, Maut­ge­büh­ren oder auch ei­ne Ga­ra­gie­rung. Lea­sing­wird­je­nach­Ver­trag als Kauf oder Mie­te und da­mit in der Buch­hal­tung als In­ves­ti­ti­on oder Be­triebs­aus­ga­be ge­wer­tet.

AUS­NAH­MEN. Aus­nah­men sind der Lkw und die For­men zwi­schen Lkw und Pkw. Vor­steu­ern für Auf­wen­dun­gen im Zu­sam­men­hang mit Lkw sind­ab­zugs­fä­hig, wenn­die­be­trieb­li­che Nut­zung min­des­ten 10 % be­trägt. Im Grenz­be­reich zwi­schen Lkw und Pkw lie­gen Kas­ten­wa­gen, Klein­last­wa­gen, Prit­sch­wa­gen und Klein­au­to­bus­se. Die­se sind steu­er­ab­zugs­be­rech­tigt und müs­sen un­ter an­de­rem über fol­gen­de Merk­ma­le ver­fü­gen: Heck­klap­pe oder Heck- tü­ren, nur ei­ne Sitz­rei­he für Fah­rer und Bei­fah­rer, mit dem Fahr­zeug fest ver­bun­de­nes, nicht leicht ent­fern­ba­res Trenn­git­ter oder ei­ne Trenn­wand­hin­ter­derSitz­rei­he, seit­li­che Ver­ble­chung des La­de­rau­mes un­d­kei­ne­seit­li­chenFens­ter, dieSitz­hal­te­run­gen im La­de­raum­be­reich müs­sen ent­fernt sein, ei­ne durch­ge­hen­de Stahl­ver­ble­chung im Be­reich des La­de­rau­mes und, falls seit­li­che La­de­raum­tü­ren vor­han­den sind, muss die La­de­raum­län­ge min­des­tens 1.500 mm sein. Bei ei­nem Um­bau von ei­nem Kom­bi zu ei­nem Lkw ist die­ser nur dann vor­steu­er­ab­zugs­be­rech­tigt, wenn sich das Fahr­zeug wäh­rend des Um­baus im Be­sitz des Er­zeu­gers oder Ge­ne­ral­im­por­teurs be­fin­det. Ei­ne je­weils ak­tu­el­le List al­ler vor­steu­er­ab­zugs­be­rech­tig­ten Fahr­zeu­ge­fin­det­si­ch­auf­derWeb­site des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Fi­nan­zen.

Um­bau­ten von Pkw zur ge­werb­li­chen Nut­zung müs­sen noch im Be­sitz des Her­stel­lers ge­tä­tigt wer­den

Klein­bus­se ge­hö­ren zu den Aus­nah­men, die bei min­des­tens 10 % be­trieb­li­cher Nut­zung vor­steu­er­ab­zugs­be­rech­tigt sind Fis­kal-Pkw müs­sen ge­naue Vor­ga­ben be­tref­fend La­de­flä­che und Tren­nung zum Fahr­gast­raum er­fül­len Klein-Lkw müs­sen di­ver­se Auf­la­gen er­fül­len, wie nur ei­ne Sitz­rei­he für Fah­rer und Pas­sa­gie­re

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