Mr. Run­tas­tic

Flo­ri­an Gschwandt­ner über den Er­folg sei­ner Sport-App

KURIER_START UP-A-PORTER - - Magazin - YAS­MIN VIHAUS

Vor knapp sechs Jah­ren wur­de Run­tas­tic ge­grün­det, jetzt der Exit durch Adi­das – war der Er­folg da­mals auch nur an­nä­hernd vor­stell­bar? Flo­ri­an Gschwandt­ner:

Vor sechs Jah­ren konn­ten wir von die­sem Er­folg nur träu­men. Der Be­reich, in dem wir ar­bei­ten, ent­wi­ckelt sich so un­glaub­lich schnell und ist so jung und dy­na­misch, dass sich auch aus heu­ti­ger Per­spek­ti­ve un­mög­lich vor­her­sa­gen lässt, wie es in den nächs­ten fünf Jah­ren aus­se­hen wird. Das macht es span­nend.

Wo lie­gen dei­ner Mei­nung nach die größ­ten Schwie­rig­kei­ten bei der Grün­dung?

Wir selbst hat­ten ge­ra­de am An­fan­gunse­rerUn­ter­neh­mens­grün­dung mit vie­len Skep­ti­kern zu tun. Die ne­ga­ti­ven Kom­men­ta­re weg­zu­ste­cken war nicht im­mer ein­fach, aber wir ha­ben auch die­se Pha­se ge­meis­tert und an der Idee fest­ge­hal­ten. Mitt­ler­wei­le ist das The­ma Start-ups in Ös­ter­reich auch in der öf­fent­li­chen Dis­kus­si­on an­ge­kom­men. Die Po­li­tik ist sich des­sen be­wusst, dass es für jun­ge Un­ter­neh­mer nach wie vor ei­ni­ge Hür­den gibt. Zwar ver­bes­sert sich die Si­tua­ti­on, aber um ein un­ter­neh­mer­freund­li­chesLand­zu­wer­den, müss­te Ös­ter­reich noch ei­ni­ges än­dern. Je­man­dem, der sich jetzt da­zu ent­schei­det ein Un­ter­neh­men zu grün­den, wür­de ich ra­ten, dran zu blei­ben. Um sei­ne Träu­me zu ver­wirk­li­chen­braucht­man­ei­ne­ge­wis­se Por­ti­on Durch­hal­te­ver­mö­gen und Stur­heit.

Wie sehr habt ihr von Jo­hann Hans­mann pro­fi­tiert?

Die Vor­tei­le ei­nes er­fah­re­nen Part­ners­lie­gen­auf­derHand. Zu­sätz­lich zu tol­len Kon­tak­ten und Mög- lich­kei­ten zum wei­te­ren Netz­wer­ken ist es vor al­lem das Know-how und die Er­fah­rung, die ei­nen Bu­si­nes­sAn­gel­so­wert­voll­ma­chen. Ge­ra­de jun­ge Un­ter­neh­men müs­sen sich in der Um­ge­bung erst ein­mal zu­recht­fin­de­n­undso­pro­fi­tiert­man­na­tür­lich von je­man­dem, der sich in derStart-up-Sze­ne­aus­kenn­t­und­be­reits­vielEr­fah­rung­in­die­se­mBe­reich ge­sam­melt hat.

Was hat sich an der Fir­men­struk­tur ver­än­dert?

2011 ha­ben wir uns da­zu ent­schie­den– üb­ri­gens­schon­mit25Mit­ar­bei­tern – ei­ne Mul­ti-App-Stra­te­gie zu ver­fol­gen. Die Pro­dukt­pa­let­te hat sich­seit­herste­ti­ger­wei­tert, vonApps über Hard­ware bis hin zu neu­en Fea­tu­res. Bis En­de 2014 wuchs das Un­ter­neh­men auf 100 Mit­ar­bei­ter an, bei gleich­zei­tig 100 Mil­lio­nen Down­loads. Und wir sind auch in­ter­na­tio­nal auf Er­folgs­kurs. Täg­lich wird welt­weit mehr als 150.000 Mal ei­ne der Run­tas­tic Apps her­un­ter­ge­la­den, mitt­ler­wei­le sind es ins­ge­sam­t160Mil­lio­nen­App-Down­loads. Ak­tu­ell be­schäf­ti­gen wir 160 Mit­ar­bei­ter aus über 30 ver­schie­de­nen Län­dern.

Was wür­dest du Men­schen ra­ten, die ge­ra­de in der Grün­dungs­pha­se sind?

Mei­ner Mei­nung nach ist das Grün­der­team ein wich­ti­ger Be­stand­teil des Er­folgs­re­zep­tes ei­nes Start-ups. Aber auch an Aus­dau­er soll­te es ei­nem­nicht­man­geln, denn­nich­tim­mer klappt al­les auf An­hieb. Hast du ein gu­tes Ge­fühl bei der Sa­che? Dann mach es ein­fach!

Als pas­sio­nier­ter Läu­fer hat Gschwandt­ner sei­ne Lei­den­schaft zu sei­ner Ge­schäfts­idee ge­macht „Die Be­geis­te­rung fürs ei­ge­ne Pro­dukt ist un­glaub­lich wich­tig.“

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