Wenn vie­le Ih­re Fir­ma zah­len

So funk­tio­niert Crowd­fun­ding

KURIER_START UP-A-PORTER - - Magazin -

FI­NAN­ZIE­RUNG

Crow­din­ves­ting und Crowd­fun­ding sind im­mer be­lieb­te­re Fi­nan­zie­rungs­mo­del­le. An­statt ei­nes­gro­ßenIn­ves­tors­sol­len­meh­re­re klei­ne Bei­trä­ge ein Pro­jekt fi­nan­zie­ren. Die an sol­chen Start-ups be­tei­lig­ten In­ves­to­ren be­kom­men im Ge­gen­zug re­gel­mä­ßig An­tei­le aus­ge­schüt­tet. Ge­ra­de für klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men ist der Zu­gang zu Fremd­ka­pi­tal auf­grund der stren­ge­ren Re­gu­lie­rungs­vor­schrif­ten für die Kre­dit­wirt­schaft schwie­ri­ger ge­wor­den. Zu­gleich wird Crow­din­ves­ting im­mer po­pu­lä­rer. Zahl­rei­che On­line­platt­for­men er­mög­li­chen es mitt­ler­wei­le, an­spruchs­vol­le und ri­si­ko­rei- che Pro­jek­te um­zu­set­zen, die ein Ein­zel­ner al­lei­ne kaum hät­te fi­nan­zie­ren kön­nen. Laut WKO sam­mel­ten Crow­din­ves­ting-Platt­for­men­in­Ös­ter­reich im Jahr 2015 acht Mil­lio­nen Eu­ro. Die Platt­for­men ver­mit­teln zwi­schen Ide­en­ge­bern und Un­ter­stüt­zern. Die­se „Dreh­schei­be“bie­tet nun auch klei­nen Un­ter­neh­men die Chan­ce, ei­gen­ein­no­va­ti­ve­I­de­en­ei­nerViel­zahl von in­ter­es­sier­ten Klein­in­ves­to­ren zu prä­sen­tie­ren. Das ver­gan­ge­nen Ju­li be­schlos­se­ne Al­ter­na­tiv­fi­nan­zie­rungs­ge­setz hat der Bran­che wei­te­ren Auf­schwung ver­lie­hen.

Auf Crow­din­ves­ting woll­te auch An­ne­lies Nie­derl-Schmie­din­ger set­zen. Bei der Her­stel­lung von Bio-Die­sel­be­merk­te­sie, dass­si­ch­aus der Chlorel­la-Al­ge auch ein Er­fri­schungs­ge­tränk zu­be­rei­ten lässt. Schon­war­dieGe­schäfts­ideefürHel­ga ge­bo­ren. Mit ih­ren Kol­le­gin­nen Ute Pe­tritsch und Re­na­te Ste­ger er­stell­te sie ei­nen Bu­si­ness­plan. Die ers­te In­vest­ment­run­de für Hel­ga war­be­reits­er­folg­reich– 183In­ves­to­ren ha­ben ins­ge­samt 153.500 Eu­ro zur Ver­fü­gung ge­stellt. „Wir ha­ben Crow­din­ves­ting be­wusst als Mar­ke­ting­in­stru­ment ver­wen­det, um ei­ne Fan­ge­mein­de auf­zu­bau­en“, sagt Re­na­te Ste­ger. Wich­tig sei­en laut Ste­ger vor al­lem der di­rek­te Kon­takt und die lau­fen­de Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Kun­den und In­ves­to­ren. Die Hel­ga-Braue­rin­nen­ha­be­nih­rVor­ha­ben auf der ös­ter­rei­chi­schen Platt­form Con­da pu­bli­ziert.

„Crow­din­ves­tin­gis­teinIn­stru­ment, da­sau­ch­in Ös­ter­reich im­mer mehr im Kom­men ist“, so Con­da-Ge­schäfts­füh­rer Paul Pölt­ner. Mit ei­nem Kol­le­gen, den er in derStart-up-Sze­ne­ken­nen­ge­lernt­hat­te, grün­de­te er En­de 2012 die Platt­form. Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­den dort be­reits fünf Mil­lio­nen Eu­ro trans­fe­riert. Auch für Con­da ist das Ge­schäft lu­kra­tiv. Glückt das Vor­ha­ben,

STEI­GEN­DE NACH­FRA­GE.

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