Grün­den mit Si­cher­heits­netz

Was für Fran­chi­sing spricht

KURIER_START UP-A-PORTER - - Magazin - - WOLF­GANG SMEJKAL

Der De­al beim fran­chi­sing: Ein ein­ge­führ­ter mar­ken­na­me und know-how wer­den ge­gen das Ak­zep­tie­ren ge­wis­ser Spiel­re­gel­nund Ablie­fe­rungei­ner pro­zen­tu­el­len Um­satz­be­tei­li­gung ge­nutzt. Da­bei wird von ei­nem Un­ter­neh­mer (dem fran­chise-ge­ber) ei­nem an­de- ren Un­ter­neh­mer (dem fran­chise­neh­mer) ein be­ste­hen­des kon­zept zur Ver­fü­gung ge­stellt.

Die­ses Pa­ket be­inhal­tet or­ga­ni­sa­to­ri­sches, tech­ni­sches und kauf­män­ni­sches know-how so­wie recht­li­che Si­cher­hei­ten. Der­fran­chise-neh­mer ist selbst­stän­di­ger Un­ter­neh­mer und ver­pflich­tet sich, das Pa­ket ge­gen Ent­gelt, meist ca. fünf bis 30 Pro­zent des Um­sat­zes, zu nut­zen. Zwi­schen den bei­den Part­nern be­steht ei­ne en­ge, auf Dau­er aus­ge­rich­te­te Zu­sam­men­ar­beit, die in ei­nem fran­chise-Ver­trag ge­re­gelt ist. ge­glie­dert wird in Pro­duk­ti­ons­fran­chi­sing (fran­chise­neh­mer er­hal­ten das Recht, Wa­ren ent­spre­chend den Vor­ga­ben des fran­chise­ge­bers her­zu­stel­len), Ver­triebs­fran­chi­sing (fran­chise­neh­mer be­schrän­ken sich dar­auf, die über den fran­chise­ge­ber be­zo­ge­nen Wa­ren und/oder Di­enst­leis­tun­gen un­ter des­sen na­men zu ver­trei­ben) und Di­enst­leis­tungs-fran­chi­sing (der fran­chise­neh­mer nutzt das know­how­des­fran­chise­ge­bers, um­Di­enst­leis­tun­gen ent­spre­chend den Vor­ga­ben und un­ter dem na­men oder Wa­ren­zei­chen des fran­chise­ge­bers an­zu­bie­ten).

VIE­LE MÖG­LICH­KEI­TEN.

Das ge­schäfts­mo­dell kommt in un­ter­schied­li­chen Bran­chen zur An­wen­dung, et­wa Be­klei­dung, kos­me­tik, gas­tro­no­mie oder fit­ness-Clubs. laut ei­ner Wirt­schafts­kam­mer-Stu­die von 2011 sind in Ös­ter­reich 420 fran­chise-Sys­te­me mit 6.700 fran­chise-neh­mern tä­tig. Der ge­sam­te net­to-jah­res­um­satz lag bei knapp acht mil­li­ar­den Eu­ro.

mit mehr als 530 Stand­or­ten ist mrs. Spor­ty die eu­ro­pa­weit er­folg­reichs­te frau­en­sport­club­ket­te. Die Ös­ter­rei­che­rin Ca­ri­na Dwor­ak war fran­chise-neh­me­rin und ist heu­te für Stra­te­gie und Um­set­zung mit­ver- ant­wort­lich: „grund­sätz­lich möch­te ich al­le po­ten­zi­el­len fran­chise-in­ter­es­sen­ten da­vor war­nen zu glau­ben, in ei­nem fran­chise­sys­tem reicht we­ni­ger Ein­satz und al­les läuft wo­mög­lich von selbst. Wer rich­tig er­folg­reichs­ein­will, in­ves­tiert­vielZeit, lie­be und Ener­gie in das täg­li­che ge­schäft – idea­ler­wei­se, weil er sei­ne lei­den­schaft zum Be­ruf ge­macht hat.“Ca­ri­na Dwor­ak, he­ad of fran­chise De­ve­lop­ment, nennt zwei

Vor­aus­set­zun­gen für ei­ne er­folg­rei­che mrs.-Spor­ty-Part­ner­schaft: „Es­soll­te­ei­ne her­zens­an­ge­le­gen­heit sein, frau­en für Sport und ge­sun­de Er­näh­rung zu be­geis­tern und man soll­te mit viel Elan all die zur Ver­fü­gung ste­hen­den Un­ter­stüt­zun­gen ge­winn­brin­gend nut­zen.“mit wel­chem ka­pi­tal­ein­satz muss man rech­nen, um neu­er mrs.-Spor­ty-Part­ner­zu­wer­den?„ Das ge­sam­te in­vest­ment­be­trägt bis­z­um Tag, an­dem der fran­chise­part­ner die ers­ten Ein­nah­men­hat, ca. 49.000Eu­ro. DerRe­turn on in­vest­ment ist in den ers­ten mo­na­ten mög­lich.“Vor­ab emp­fiehlt es sich zu re­cher­chie­ren, ob ge­nü­gend Ei­gen­ka­pi­tal vor­han­den ist und ob ei­ne li­zenz in der Wun­sch­re­gi­on zu ver­ge­ben ist. Um nicht den Über­blick zu ver­lie­ren, soll­te man ei­ne Short­list mit ver­schie­de­nen An­bie­tern er­stel­len und ein­ge­hend ver­glei­chen.

Die Wie­ne­rinCa­ri­na Dwor­ak

(ganz rechts) ist He­ad of Fran­chise De­ve­lop­ment in der

Zen­tra­le in Ham­burg und führt auch noch ih­ren ei­ge­nen

Fran­chise-Club im 13. Be­zirk.

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