RI­SI­KEN BE­WER­TEN UND AB­WEN­DEN

Per­so­nen-Ver­si­che­run­gen: Un­ab­hän­gig da­von, ob Sie ein KMU neu grün­den oder über­neh­men – zu wel­chen Ver­si­che­run­gen Sie ver­pflich­tet sind und zu wel­chen Ih­nen ge­ra­ten wird.

KURIER_START UP-A-PORTER - - Magazin - WOLF­GANG SMEJKAL

Schon in der grün­dungs­pha­se ei­nes Un­ter­neh­mens ist die Be­schäf­ti­gung mit be­stimm­ten Ver­si­che­run­gen ab­so­lut ver­pflich­tend. je­der muss, ge­setz­lich ge­re­gelt, über ei­ne kran­ken-, Pen­si­ons- und Un­fall­ver­si­che­rung ver­fü­gen. Die kran­ken­ver­si­che­rung er­stat­tet den Ver­si­cher­ten voll oder teil­wei­se die kos­ten für ei­ne Be­hand­lung bei Er­kran­kun­gen, mut­ter­schaft oder bei Un­fäl­len. kin­der sind bei­trags­frei mit­ver­si­chert. ne­ben der ge­setz­li­chen Pflicht kran­ken­ver­si­che­rung kön­nen frei­wil­lig pri­va­te Zu­satz­ver­si­che­run­gen ab­ge­schlos­sen wer­den. Die Pen­si­ons­ver­si­che­rung deckt Ver­si­che­rungs­fäl­le des Al­ters, des To­des oder von nicht ge­ge­be­ner Ar­beit s-o der Er­werbs­fä­hig­keit. in ers­ter li­nie sind das geld leis­tun­gen in form von Pen­sio­nen. Die Un­fall­ver­si­che­rung tritt in kraft, wen­nes­zu­Ar­beits­un­fäl­len und Be­rufs er­kran­kun­gen kommt. ne­ben S ach-und geld­leis­tun­gen sind das in ers­ter li­nie Un­fall ren­ten. Ab­ge­deckt sind hier nur die fol­gen von Un­fäl­len in der Ar­beit oder auf dem Weg zu Ar­beit, in­va­li­di­tät als fol­ge von frei­zeit­un­fäl­len et­wa ist nicht ab­ge­deckt. Die Ar­beits­lo­sig­keit selbst ist in Ös­ter­reich nicht durch Prin­zipd er Selbstv er wal- tun­gTeild es So­zi­al vers ich erungs­sys­tems, son­dern wird vom Bund über das Ar­beits­markt ser­vice ab­ge­wi­ckelt.

Wel­che So­zi­al ver­si­che­run­gen zu­stän­dig sind, hängt von der Rechts­form, Di­enst­ver­hält­nis und Bran­che ab. in­ha­ber von Ein­zel fir­men, Per­so­nen- und kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten gel­ten für die So­zi­al ver­si­che­run­gen als selbst­stän­dig Er­werbs­tä­ti­ge. für sie ist die SVA als Ver­si­che­rung zu­stän­dig, es be­steht mel­de­pflicht bei Auf­nah­me der selbst­stän­di­gen Tä­tig­keit. Die SV A ist in Ös­ter­reich de­zen­tral or­ga­ni­siert, ne­ben ei­ner haupt­stel­le in Wien gibt es neun lan­des stel­len in den Bun­des­län­dern und zwei Ser­vice­stel­len in nie­der­ös­ter­reich. Sind die in­ha­ber von Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten odergmb­hs im Un­ter­neh­men an­ge­stellt, gel­ten sie als un­selbst­stän­dig Er­werbs­tä­ti­ge–für sie sind die un­ter­schied­li­chen kran­ken­kas­sen zu­stän­dig, die An­mel­dung ge­schieht über die Di­enst ge­ber bzw. de­ren oft aus­ge­la­ger­te Steu­er be­ra­tung. Dies trifft vor al­lem für die mit­ar­bei­ter von grün­dern zu. Die­se ge­biets­kran­ken­kas­sen sind in Ös­ter­reich eben­falls nach Bun­des­län­dern or­ga­ni­siert – Aus­nah­men sind nur be­stimm­te Bran­chen wie Ei­sen­bah­ner und der Berg­bau. Wäh­rend sich die Zu­stän­dig­keit bei Er­werbs­tä­ti­gen nach­dem Ar­beits­platz rich­tet, rich­tet sie sich beiPen­sio nis­ten nach­dem Wohn­ort.

Al­ler­dings gibt es auch Bran­chen und selbst­stän­di­ge Tä­tig­kei­ten, die nicht in die bei­den oben ge­nann­ten grup­pen fal­len. Die­se un­ter­lie­gen seit 2008 der„ Selbst­stän­di­gen vor­sor­ge “. Bei die­ser V er si­che­rungs­grup­pe un­ter­schei­det man zwi­schen„ frei­be­ruf­lern “( ge­hö­ren ei­ner ge­setz­li­chen be­ruf­li­chen in­ter­es­sen­ver­tre­tung an) und„ neu­en Selbst­stän­di­gen “( ge­hö­ren zu kei­ner be­ruf­li­chen int er es­sens­ver­tre­tung ). Bei­spie­le für freie Be­ru­fes ind: Wirt­schaft s treu­hän­der (gSVg), no­ta­re(nVg), Rechts­an­wäl­te(gSVg), Ärz­te(fSVg). Bei­spie­le­für neue Selbst­stän­di­ge: kunst­schaf­fen- de, Vor­tra­gen­de, Schrift­stel­ler, frei­schaf­fen­de jour­na­lis­ten, selbst­stän­di­ge Psy­cho­lo­gen, er­werbs­tä­ti­ge ge­sell­schaf­ter.

ge­ra­de als Start-up-grün­der neigt man da­zu, nur an das Un­ter­neh­men zu den­ken und die Per­so­nen zu ver­ges­sen. Un­ter­neh­mer müs­sen sich aber für die fäl­le krank­heit, Un­fall, in­va­li­di­tät und Tod ab­si­chern. DasRi­sik oder Ar­beit­sun fä­hig­keit in­fol­ge krank­heit kann durch ei­ne

In­ha­ber von Ein­zel­fir­men, Per­so­nen- und Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten gel­ten für die So­zi­al­ver­si­che­run­gen als selbst­stän­dig Er­werbs­tä­ti­ge – für Sie ist die SVA als Ver­si­che­rung zu­stän­dig.

kran­ken­tag­geld-Ver­si­che­rung ab­ge­deckt­wer­den. EinAr­beits­aus­fall­auf­grund ei­nes Un­falls wird von der Un­fall­ver­si­che­rung ge­deckt, man kann sich­a­be­rauch­mit­ei­ner­pri­va­tenVer­si­che­rung zu­sätz­lich ab­si­chern. ge­ra­de für klein­un­ter­neh­mer ist auch die fra­ge nach der li­qui­di­tät un­er­läss­lich.

GU­TER TIPP. ge­schäfts­füh­rer in ei­nem Un­ter­neh­men un­ter­lie­gen zwar der So­zi­al­ver­si­che­rungs­pflicht, sind je­doch aus haf­tungs­grün­den von der Be­triebs­Recht­schutz­ver­si­che­rung aus­ge­schlos­sen. Auch hier emp­fiehlt es sich, ei­ne pri­va­te Ab­si­che­rung vor­zu­neh­men. Dies­giltauch­für­ei­ni­ge Bran­chen, wie Ärz­te oder Per­so­nen in Rechts- und Wirt­schafts­be­ru­fen, für die es be­son­de­re Ver­si­che­run­gen gibt.

Je­der muss, ge­setz­lich ge­re­gelt, über ei­ne Kran­ken-, Pen­si­ons- und Un­fall­ver­si­che­rung ver­fü­gen.

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.