WENN DIE DOK­TOR­AR­BEIT ZUR EI­GE­NEN FIR­MA WIRD

Uni­ver­si­tä­re Spin-offs: Uni­ver­si­tä­ten sind für Wirt­schafts­re­gio­nen es­sen­zi­ell, da For­schung und Ent­wick­lung Grund­la­ge für in­no­va­ti­ve Un­ter­neh­men sind.

KURIER_START UP-A-PORTER - - Magazin - WOLF­GANG SMEJKAL

Die Aus­sich­ten für die Grün­dung von uni­ver­si­tä­ren Spin-offs sind der­zeit gut in Wien. Mehr als die Hälf­te der Spi­n­offs kommt von der TU Wien, al­len vor­an Li­fe Sci­en­ces, IT und Um­welt­tech­nik. Den­noch iden­ti­fi­zier­ten die Wis­sen­schaf­ter zahl­rei­che Hür­den. Ne­ben dem Man­gel an un­ter­neh­me­ri­schem Know-how und Ri­si­ko­be­reit­schaft bei den Wis­sen­schaf­tern stün­den Grün­dern an den Unis oft kei­ne Bü­ro- oder La­bor­flä­chen zu Ver­fü­gung. Die Unis ha­ben au­ßer­dem we­nig Mög­lich­kei­ten, mit Seed-Fi­nan­zie­run­gen di­rekt zu hel­fen. Al­ler­dings ver­bes­sert sich die Zu­sam­men­ar­beit mit Bu­si­ness An­gels, In­ves­to­ren und För­der­pro­gram­men zu­se­hends.

Bio­tech ist ei­ne viel­ver­spre­chen­de Zu­kunfts­tech­no­lo­gie. Dem­ent­spre­chend viel wur­de in den ver­gan­ge­nen Jah­ren in den Li­fe-Sci­ence-Stand­ort Wien in­ves­tiert. Die Ape­i­ron Bio­lo­gics AG ist ein pri­vat fi­nan­zier­tes Bio­techUn­ter­neh­men, de­ren Vor­stands­vor­sit­zen­der Hans Loib­ner schon vor der Grün­dung 2006 lang­jäh- ri­ge Er­fah­rung als For­scher bei Big Phar­ma mach­te: „Mich ha­ben Ei­gen­ver­ant­wor­tung, ei­ge­nes Ge­stal­ten, Ri­si­ko­be­reit­schaft, das Um­set­zen ei­ge­ner Ide­en, das Mo­ti­vie­ren an­de­rer, die­sen Weg mit mir zu ge­hen – ver­bun­den auch mit ei­ner in­hä­ren­ten Ge­fahr des Schei­terns –, deut­lich mehr in­ter­es­siert, als wei­ter in ei­ner Rie­sen­fir­ma mit eher ab­ge­grenz­ten Ver­ant­wor­tun­gen an­ge­stellt tä­tig zu blei­ben.“

MEHR COU­RA­GE IST NOT­WEN­DIG.

Was sind die hem­men­den Fak­to­ren? „In Ös­ter­reich ist die Kul­tur des Mu­tes zu Fir­men­neu­grün­dun­gen noch im­mer nicht sehr aus­ge­prägt. Und von der Grün­dung bis zum wirt­schaft­li­chen Er­folg ist es, zu­min­dest in der Bio­tech­bran­che, ein lan­ger Weg“, er­klärt Hans Loib­ner. An­reiz für die Kom­mer­zia­li­sie­rung ih­rer ei­ge­nen For­schung ist für Wis­sen­schaf­ter der be­reits er­folg­te wis­sen­schaft­li­che und kom­mer­zi­el­le Er­folg von Un­ter­neh­men, die den­sel­ben Weg ge­meis­tert ha­ben.

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