AB­LE­GER MIT PO­TEN­ZI­AL

Cor­po­ra­te Spin-off: Wenn Mit­ar­bei­ter ihr ei­ge­nes Un­ter­neh­men grün­den, wer­den sie mit­un­ter vom ehe­ma­li­gen Ar­beit­ge­ber un­ter­stützt. Da­von pro­fi­tie­ren bei­de Sei­ten.

KURIER_START UP-A-PORTER - - Magazin - WOLF­GANG SMEJKAL

Bei ei­nem Cor­po­ra­te Spin-off grün­den Mit­ar­bei­ter ei­nes Un­ter­neh­mens, oft auch ge­mein­sam mit die­sem Mut­ter­un­ter­neh­men, ein ei­ge­nes Un­ter­neh­men, um in­no­va­ti­ve Di­enst­leis­tun­gen und Pro­duk­te recht­lich und wirt­schaft­lich selbst­stän­dig zu ver­wer­ten. Ein Cha­rak­te­ris­ti­kum ist da­bei die wei­ter­hin be­ste­hen­de Ver­bin­dung zur Ur­sprungs­or­ga­ni­sa­ti­on. Die­se steht be­ra­tend zur Sei­te und un­ter­stützt das Spin-off mit Res­sour­cen – bei­des kann das Ri­si­ko in der Neu­grün­dung re­du­zie­ren. Häu­fig trifft dies auf be­stimm­te Tä­tig­kei­ten wie Buch­hal­tung oder Ver­wal­tung zu. Au­ßer­dem kön­nen auch tech­ni­sche Mit­tel oder Rä­um­lich­kei­ten zur Ver­fü­gung ge- stellt wer­den. Im Ge­gen­zug er­folgt oft ein Tech­no­lo­gie- und Wis­sens­trans­fer an die Mut­ter­ge­sell­schaft. Zu­sätz­li­che Mit­tel brin­gen et­wa staat­li­che För­de­run­gen und Fremd­ka­pi­tal. Ab­le­ger-Un­ter­neh­men gel­ten als be­son­ders in­no­va­tiv und ver­net­zen oft Un­ter­neh­men oder Tei­le von Un­ter­neh­men mit an­de­ren Ak­teu­ren und ih­rer Um­welt.

GE­BURTS­HEL­FER. Ali Mahlod­ji, Grün­der des Kar­rie­re-Netz­werks What­cha­do, über die ers­ten Schrit­te, aus sei­nem Voll­zeit­job her­aus ei­nen lang ge­heg­ten Kind­heits­traum zu ver­wirk­li­chen: „Wir ha­ben un­ser Star­t­up vor vier Jah­ren aus der Tau­fe ge­ho­ben und hat­ten ei­nen so­li­den Start, der uns ein recht schnel­les und kon­stan­tes Wachs­tum er­mög­licht hat. Heu­te sind wir mehr als 40 Mit­ar­bei­ter­un­dun­serBu­sin­es­sis­t­in­ter­na­tio­nal auf­ge­stellt. In der Grün­dungs­pha­se hat­ten wir al­les, was da­zu ge­hört: tol­le Bu­si­ness An­gels, agi­le Ent­wick­lung und ei­nen Markt, der seit Jah­ren kei­ne In­no­va­tio­nen zu­ge­las­sen hat­te.“Mahlod­ji, der What­cha­do als ehe­ma­li­ger Flücht­ling auch mit sei­ner per­sön­li­chen Ge­schich­te­auf­lädt, is­theu­te­ein­viel­sei­ti­gerVor­tra­gen­de­r­un­dRei­sen­der. Die­seEnt­wick­lungwä­re­oh­ne­dieUn­ter­stüt­zung sei­nes ehe­ma­li­gen Ar­beit­ge­bers nicht mög­lich ge­we­sen. „Ein Ge­burts­hel­fer, über den zu we­nig ge­spro­chen wur­de, ist mein ExAr­beit­ge­ber Su­per-Fi, ei­ne der größ­ten Di­gi­ta­l­agen­tu­ren Ös­ter­reichs. Su­per-Fi ist mir in den ers­ten sechs Mo­na­ten so­wohl fi­nan­zi­ell als auch mit Man­power zur Sei­te ge­stan­den und hat mir er­mög­licht, wäh­rend mei­nes Voll­zeit­jobs gleich­zei­tig ein kom­plett neu­es Un­ter­neh­men in die Welt zu set­zen.“Wenn man grün­det, ist­ma­noft­al­lein– dieEin­bet­tung in ein Un­ter­neh­mens­netz­werk kann si­ch­an­füh­len, als­hät­te­man­ei­ne­grö­ße­re Schwes­ter, die bei den ers­ten Schrit­ten hilft.

Ali Mahlod­ji, Grün­der des Kar­rie­reNetz­werks What­cha­do

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