TREND CO-WOR­KING

Den Ar­beits­platz tei­len: Im­mer mehr Men­schen ent­schei­den sich für Co-Wor­king und schaf­fen sich da­durch ein krea­ti­ves Um­feld.

KURIER_START UP-A-PORTER - - Magazin - YAS­MIN VIHAUS

Ein Bü­ro, vie­le ver­schie­de­ne Un­ter­neh­men. Co-Wor­kin­gS­paces ver­mie­ten ein­zel­ne Ar­beits­plät­ze an Un­ter­neh­mer aus ver­schie­de­nen Bran­chen. So wird der Ar­beits­platz leich­ter leist­bar, fle­xi­bler nutz­bar und die Fir­men kön­nen auch vom Aus­tausch un­ter­ein­an­der pro­fi­tie­ren. Ge­ra­de bei Ein-Per­so­nen-Un­ter­neh­men (EPU) und Start-ups sind Co-Wor­kin­gS­paces be­liebt, da die Kos­ten im Ver­gleich zu ei­nem ei­ge­nen Bü­ro oft ge­rin­ger sind. Je nach An­bie­ter und Ver­ein­ba­rung wer­den Ar­beits­plät­ze, als auch In­fra­struk­tur – al­so Netz­werk, Dru­cker, Te­le­fon oder Be­spre­chungs­räu­me – zur Ver­fü­gung ge­stellt. Ein wei­te­res Plus in Co-Wor­king-Spaces ist der Aus­tausch mit den an­de­ren Nut­zern die­ser Bü­ro­räum­lich­kei­ten. Mitt­ler­wei­le boomt Co-Wor­king in ganz Ös­ter­reich.

Ei­ner der ers­ten Or­te in Wien, an dem ge­mein­sa­mes Ar­bei­ten mög­lich­wur­de, war­dieSchrau­ben­fa­brik, die 2002 von Ste­fan Leit­ner-Sidl und Micha­el Pöll ent­deckt und um­funk­tio­niert wur­de. Mitt­ler­wei­le tei­len sich 50 Leu­te aus den un­ter­schied­lichs­ten Bran­chen die Ar­beits­be­rei­che – ei­ni­ge sind schon seitAn­be­ginn­mit­da­bei. DasKon­zept ging auf. Nur zwei Jah­re spä­ter ent­stand in der Hut­fa­brik der zwei­te Stand­ort, 2007 folg­te das Un­ter­neh­mer­zen­trum Ro­chu­s­park als drit­ter Stand­ort. Wäh­rend in der Schrau­ben­fa­brik und in dem Ro­chu­s­park auch heu­te noch ein bun­tes Mit­ein­an­der ver­schie­dens­ter Un­ter­neh­mer herrscht, wird die Hut­fa­brik mitt­ler­wei­le aus­schließ­lich von zwei Start-ups ge­nutzt. Um­trie­big blie­ben die Be­trei­ber – und so ge­hö­ren zur Schrau­ben­fa­brik heu­te auch ei­ne Le­bens­mit­tel­ko­ope­ra­ti­ve, dieLe­bens­mit­tel­di­rekt­bei Bau­ern­be­stellt, oderauch­ei­neWerk­statt. Eben­falls eta­bliert hat sich in Wien der Im­pact Hub Vi­en­na im 7. Be­zirk.

Im­pact Hub bie­tet Co-Wor­kin­gS­paces welt­weit in vie­len Städ­ten an, seit 2010 gibt es auch ei­nen Ab­le­ger in Wien. Und die Nach­fra­ge scheint groß zu sein: Ver­gan­ge­nes Jahr wur­de die Bü­ro­fläc heim Im­pact Hub Vi­en­na um das Vier­fa­che auf ins­ge­samt 1200 Qua­drat­me­ter ver­grö­ßert. Ins­ge­samt be­treibt das Netz­werk welt­weit ak­tu­ell rund 80 Stand­or­te, bald soll die An­zahl die 100über­stei­gen. DerCo-Space­in­der Wie­nerGum­pen dorf er stra­ße ver­bin­det Bü­ro mit Ca­fé und Pop-UpLo­cat ion.

NICHT NUR IN WIEN. Aber auch au­ßer­halb der Bun­des­haupt­stadt ste­hen ver­mehrt Al­ter­na­ti­ven zum Ho­me-Of­fice zur Ver­fü­gung: In Kärn­ten of­fe­riert die Krea­tiv­wirt­schaft Kla­gen­furt zwei Mög­lich­kei­ten zum ge­mein­schaft­li­chen Ar­bei­ten – im Ha­fen 11 und in der An­le­ge­stel­le­fin­den­sich­zen­tra­leund fle­xi­ble Ar­beits­plät­ze für krea­ti­ve Geis­ter. In Graz bie­tet SpaceLend zwan­zig fi­xe und zehn fle­xi­ble Ar­beits­plät­ze so­wie ei­nen Mee­tin­gRaum und ei­nen Ver­an­stal­tungs­raum an. -

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.