STROM ALS TREIB­STOFF

Elek­tro­mo­bi­li­tät hat für Un­ter­neh­mer und Grün­der so man­che Vor­tei­le: Nicht zu­letzt kann man so Steu­ern und Ab­ga­ben spa­ren.

KURIER_START UP-A-PORTER - - Magazin - MAR­TIN MÜHL

Die Steu­er­re­form ist ein deut­li­ches Be­kennt­nis zur Elek­tro­mo­bi­li­tät in Ös­ter­reich und könn­te ihr zum end­gül­ti­gen Durch­bruch ver­hel­fen“, so Micha­el-Vik­tor Fi­scher, Ge­schäfts­füh­rer von Sma­trics, Ös­ter­reichs größ­tem An­bie­ter von Elek­tro-La­de­sta­tio­nen, al­so Strom-Tank­stel­len. An­ge­spro­chen wer­den da­bei meh­re­re Neue­run- gen, die es nicht nur für Pri­vat­kun­den, son­dern auch für Un­ter­neh­men und ih­re Mit­ar­bei­ter im­mer at­trak­ti­ver ma­chen. Ei­ne Er­leich­te­rung be­trifft da­bei den Sach­be­zug für Fir­men­fahr­zeu­ge, die auch pri­vat ge­nutzt wer­den. Die­ser ent­fällt bei rei­nen Elek­tro­fahr­zeu­gen mit 0 Gramm CO2-Em­mis­si­on näm­lich kom­plett.

SPARFAKTOR. Micha­el-Vik­tor Fi­scher rech­net vor: „Ein wei­te­rer Schritt ist die 100-pro­zen­ti­ge Be­frei­ung von der bis­her gel­ten­den S ach be­zugs re­ge­lung. Wenn man von ei­nem mo­nat­lich an­fal­len­den Sach­be­zug in der Hö­he von 480 Eu­ro aus­geht, dann er­spart sich ein An­ge­stell­ter mit ei­nem emis­si­ons­frei­en Fahr­zeug künf­tig fast 6000 Eu­ro pro Jahr – das sind in fünf Jah­ren sat­te 30.000 Eu­ro. Da­mit pro­fi­tie­ren al­le: die Na­tur, die Mit­ar­bei­ter und am En­de auch die Un­ter­neh­men.“Und zwar in mehr­fa­cher Hin­sicht: So sind für Un­ter­neh­men Elek­tro­wa­gen et­wa von der No­va be­freit. Die­se Ab­ga­be, die bei der Er­st­an­mel­dung ei­nes Fahr­zeugs in Ös­ter­reich ab­hän­gig von derHöh eder CO2-Em­mis­sio­nen sonst fäl­lig ist,ent fällt bei Elek­tro- Fahr­zeu­gen. BeiFull- Hy­bridFahr­zeu­gen kann bei­der No­va ei­ne Min­de­rung von bis zu 600 Eu­ro gel­tend ge­macht wer­den. Dar über­hin­aus­gibt es Er­leich­te­run­gen, be­zie­hungs­wei­se kom­plet­te Vor steu­er­ab­zugs be­rech­ti­gung. Ab­hän­gig ist dies vom Kauf­preis und der An­ge­mes­sen­heit der Fahr­zeug wahl. Bis 40.000 Eu­ro An­schaf­fungs­prei­se kann die Vor­steu­er kom­plett gel­tend ge­macht wer­den, bis 80.000 Eu­ro teil­wei­se und nur dar­über nicht mehr.

Auch der ÖAMTC be­grüßt die­se Ent­wick­lung. Eli­sa­beth Brand au, Lei­te­rin der Ab­tei­lung Ver­kehr­wirt­schaft, geht aber noch ei­nen Schritt wei­ter :„ Ne­ben rei­nen Elek­tro­Au­tos soll­ten auch P lug-in-Hy­bridAu­tos die Vor­tei­le bei Vor steu­er und Sach­be­zug er­hal­ten – das wür­de vor al­lem auch für Fir­men et­was brin­gen .“Bis­her prak­tisch aus­schließ­lich in Bal­lungs­zen­tren wie Wien kön­nen Un­ter­neh­men auf an­de­re Ser­vices wie Car­sha­ring für Bu­si­ness­kun­den zu­rück­grei­fen. Bei Dri­veNow, der Ko­ope­ra­ti­on von BMW und Sixt, kön­nen die Kun­den ei­ne zwei­te ge­schäft­li­che Rech­nungs­adres­se mit ei­ge­nem Zah­lungs­mit­tel hin­ter­le­gen und vor je­der Fahrt das Kon­to aus­wäh­len. Und: Hier gibt es mit dem BMW i3 im­mer mehr Elek­tro-Au­tos. Ein An­ge­bot, das auch im Aus­land ge­nutzt wer­den kann. -

Sma­trics be­treibt ein Netz von über 400 Strom-Tank

stel­len – al­le 60 Ki­lo­me­ter – in Ös­ter­reich. Teil­wei­se mit 20-Mi­nu­ten

Schnell­la­de­funk­ti­on

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