SO BLEI­BEN SIE FLÜS­SIG

Buch­hal­tung und Kos­ten­rech­nung sind mehr als nur läs­ti­ge Pflicht. Wer sein Rech­nungs­we­sen im Griff hat, hat we­ni­ger Pro­ble­me beim Cash­flow und sieht fi­nan­zi­el­le Kri­sen schnel­ler kom­men.

KURIER_START UP-A-PORTER - - Magazin - - THO­MAS WE­BER

Ge­ne­rell emp­feh­len wir Neu-grün­dern, sich von ei­nem Steu­er­ex­per­ten, al­so von ei­nem Bi­lanz­buch­hal­ter oder Steu­er­be­ra­ter, un­ter­stüt­zen zu las­sen“, er­klärt Me­la­nie Jann. Sie lei­tet das Grün­der­ser­vice der Wirt­schafts­kam­mer in Kärn­ten und gilt selbst als aus­ge­wie­se­ne Ex­per­tin. Je frü­her sich Grün­der ein­ge­hend in­for­mie­ren, des­to bes­ser. Schließ-lich kann sich et­wa die Pflicht, Be­le­ge zu sam­meln, Auf­zeich­nun­gen zu füh­ren und die­se min­des­tens sie­ben Jah­re lang auf­zu­be­wah­ren, in Son­der­fäl­len so­gar auf den Platz­be­darf am Fir­men­stand­ort aus­wir­ken.

Un­ter­neh­men ha­ben so­wohl Be­triebs­ein­nah­men wie ih­re ent­spre­chen­den Aus­ga­ben auf­zu­zeich­nen. „Grund­sätz­lich sind al­le Aus­ga­ben, die Sie ha­ben, um Ein­nah­men zu er­zie­len, als Be­triebs­aus­ga­ben ab­setz­bar“, er­läu­tert Me­la­nie Jann. Da­zu­zäh­len al­le Aus­ga­ben für Wa­ren und Fremd­leis­tun­gen, Aus­ga­ben für Mit­ar­bei­ter und Ne­ben­kos­ten, Mie­ten, In­ves­ti­tio­nen, Te­le­fon und IT, Rei­se- und Kfz-Kos­ten, aber auch Pflicht­ver­si­che­run­gen. Da­für hat je­de ein­zel­ne die­ser Aus­ga­ben mit ei-nem Be­leg (Da­tum, Sum­me, Leis­tung/ Lie­fe­rung, wann be­zahlt) do­ku­men­tiert­zu wer­den. Füh­ren Sie­als Un­ter­neh­men ein Kas­sa­buch, dann ist die­ses täg­lich zu füh­ren– wo­bei­je­der Be­leg num­me­riert wer­den muss. Ach­tung: Auch Pri­vatent­nah­men oder Bar­ein­zah­lun­gen sind zu ver­zeich­nen.

AUF­ZEICH­NUNG UND CASH­FLOW.

Die drei For­men der Ge­winn­ermitt­lung – Pau­scha­lie­rung, Ein­nah­men-Aus­ga­ben-Rech­nung und dop­pel­te Buch­füh­rung – er­for­dern je­weils be­son­de­re Auf­zeich­nungs­pflich­ten. Wel­che zu Ih­ren Be­dürf­nis­sen passt, er­mit­teln Sie am bes­ten mit Ih­rem Steu­er­be­ra­ter. Wo­mög­lich ha­ben Sie gar kei­ne Wahl: Bei ei­nem Jah­res­um­satz von mehr als 700.000 Eu­ro zum Bei­spiel sind Sie zur dop­pel­ten Buch­füh­rung ver­pflich­tet.

Dar­über hin­aus legt das Grün­der­ser­vice frei­wil­li­ge Auf­zeich­nun­gen na­he und stellt on­li­ne et­wa ei­nen Min­dest­um­satz­rech­ner zur Ver­fü­gung. Mit ihm lässt sich ef­fi­zi­ent er­mit­teln, wie viel Sie selbst ei­ne Ar­beits­stun­de kos­tet. Oh­ne die­ses Wis­sen lässt sich we­der der ei­ge­ne Markt­preis be­rech­nen, noch die Kos­ten­ent­wick­lung ab­schät­zen.

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.