Die rich­ti­ge Be­we­gung hilft

Wun­der­me­di­zin Be­we­gung. Schon we­ni­ge Mi­nu­ten am Tag brin­gen un­se­ren Kreis­lauf in Schwung und beu­gen Herz­er­kran­kun­gen vor.

KURIER_UNSER HERZ - - Inhalt - -THERESA GIRARDI

Kör­per­li­che Ak­ti­vi­tät schützt vor Herz­krank­hei­ten

Wir ge­hen kaum zu Fuß, neh­men das Au­to zum Ein­kauf, sit­zen bei der Ar­beit und las­sen uns mit dem Ta­xi in den Fei­er­abend chauf­fie­ren. Zeigt der Kör­per Er­mü­dungs­er­schei­nun­gen, ver­su­chen wir das mit Po­wer-Work-outs wie­der gut­zu­ma­chen und sind ent­täuscht, wenn uns da­bei all­zu schnell die Pus­te aus­geht. Viel ef­fek­ti­ver wä­re es, Be­we­gung im All­tag zu in­te­grie­ren – oder bes­ser noch, Sport erst gar nicht aus dem ei­ge­nen Ter­min­ka­len­der zu ver­ban­nen. Das dankt nicht nur die Waa­ge, son­dern auch das Herz. Ne­ben Rau­chen, Blut­hoch­druck, Dia­be­tes und Stress gilt Be­we­gungs­man­gel als ei­ne der Haupt­ur­sa­chen für ko­ro­na­re Herz­er­kran­kun­gen. „Prä­ven­tiv ver­min­dert Sport das Herz­in­farkt­ri­si­ko er­heb­lich. Bei kör­per­li­cher Be­tä­ti­gung wird das Blut schnel­ler durch den Kör­per ge­pumpt und der Herz­mus­kel mit mehr Blut ver­sorgt. Er muss al­so ar­bei­ten. Tut er dies kon­stant, er­starkt das Herz“, so Jo­sef Nie­bau­er, Sport­me­di­zi­ner und Kar­dio­lo­ge. Laut Ex­per­ten sorgt In­ak­ti­vi­tät da­für, dass jähr­lich welt­weit fünf Mil­lio­nen Men­schen früh­zei­tig ster­ben. Schlech­te kör­per­li­che Fit­ness und Be­we­gungs­man­gel

Zoe (19) „Der­zeit pro­be ich täg­lich ein paar St­un­den auf dem Lauf­band, auf dem ich für mei­nen Song-Con­tes­tAuf­tritt ge­übt ha­be. Das hält mich fit. An­sons­ten ge­he ich, wenn es mei­ne Zeit er­laubt, zwei Mal die Wo­che ins Fit­ness­cen­ter und trai­nie­re mit Han­teln oder Yo­ga­mat­te.“Zoe St­raub hat Ös­ter­reich beim dies­jäh­ri­gen Eu­ro­vi­si­on Song Con­test ver­tre­ten To­ni Pols­ter (52) „Ich spie­le zwei Mal die Wo­che Ten­nis, ge­he täg­lich mehr­mals mit mei­nem Hund Gas­si und trai­nie­re abends mit mei­ner Vik­to­ria (SC Vik­to­ria Wi­en).“To­ni Pols­ter ist Fuß­ball­trai­ner

Lot­te To­bisch (90) „Man hält sich fit, in­dem man sich nicht un­ent­wegt mit sich selbst, son­dern mit wich­ti­ge­ren Din­gen be­schäf­tigt, in­dem man nicht zu viel isst und da­für oft spa­zie­ren geht.“Lot­te To­bisch ist Schau­spie­le­rin und lang­jäh­ri­ge Opern­ball-Or­ga­ni­sa­to­rin

er­hö­hen das Ri­si­ko für Herz-Kreis­laufEr­kran­kun­gen und vor­zei­ti­gen Tod um das 1,5- bis 3-fa­che. Selbst bei ko­ro­na­ren Vor­be­las­tun­gen gilt laut Nie­bau­er: „Sport ist Mord ist Blöd­sinn. Die Ur­sa­che von Herz­pro­ble­men ist viel­mehr das Nichts­tun, das für den Or­ga­nis­mus et­wa gleich ge­fähr­lich ist, wie zu rau­chen.“In­ten­si­ve Be­we­gung lässt den Ad­re­na­lin­spie­gel an­stei­gen, för­dert aber auch, dass Stress­re­zep­to­ren am Herz un­emp­find­li­cher wer­den. „Durch die kör­per­li­che Ak­ti­vi­tät kommt es zu ei­ner ge­stei­ger­ten Aus­schüt­tung von Glücks­hor­mo­nen wie En­dor­phi­nen, Do­pa­min und Se­ro­to­nin, wo­durch ein Wohl­ge­fühl wie­der­her­ge­stellt wird“, so Sa­bi­ne Scherzer, Fach­ärz­tin für In­ne­re Me­di­zin und Kar­dio­lo­gie vom He­alth for Li­fe In­sti­tut.

Rad­fah­ren for­dert Herz und Kreis­lauf und regt den Stoff­wech­sel an

Peter (67) und Freun­de Für die drei Freun­de be­deu­tet Ur­laub, auf das Fahr­rad zu stei­gen. Sie un­ter­neh­men Ra­drei­sen durch ganz Eu­ro­pa, aber auch da­heim ist der Draht­esel Fort­be­we­gungs­mit­tel Num­mer Eins. Im Boots­ver­ein pad­delt Peter zwei Mal die Wo­che. „Au­ßer­dem ver­su­che ich Fahr­stüh­le zu mei­den, auch wenn es dann ein­mal län­ger dau­ert. Die ver­wen­de­te Zeit ist, wie ich hof­fe, ge­won­ne­ne Le­bens­zeit“, so der Rent­ner.

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