Die Cho­le­ste­rin-Fal­le

Cho­le­ste­rin. Ist der Blut­fett-Wert dau­er­haft über dem Durch­schnitt, kann es zur Ge­fäß­ver­kal­kung kom­men. Die­se ist häu­fig Aus­lö­ser von Herz­in­fark­ten.

KURIER_UNSER HERZ - - Inhalt - -MAG­DA­LE­NA MEER­GRAF

Wie zu viel Fett im Blut die Ge­fä­ße ver­stopft

Cho­le­ste­rin hat zwar le­bens­wich­ti­ge Auf­ga­ben im Kör­per, doch zu viel da­von, kann auch ge­fähr­lich wer­den. Der Ge­samt­ge­halt die­ser fettähn­li­chen Sub­stanz setzt sich aus ei­nem über­wie­gen­den Teil von kör­per­ei­ge­nem und zu­sätz­lich mit dem durch die Nah­rung auf­ge­nom­me­nen Cho­le­ste­rin zu­sam­men. Dar­um spielt Er­näh­rung und vor al­lem zu fett­rei­ches Es­sen ei­ne wich­ti­ge Rol­le bei Fett­wech­sel­stö­run­gen. Man un­ter­schei­det um­gangs­sprach­lich zwi­schen dem „gu­ten“und dem „schlech­ten“Cho­le­ste­rin, wo­bei ers­te­res so­gar ei­nen Schutz­fak­tor für die Blut­ge­fä­ße dar­stellt. Wor­in sich die bei­den Ty­pen genau un­ter­schei­den, wird im Text­kas­ten auf der rech­ten Sei­te er­klärt. SCHÄ­DI­GUNG VON GEFÄSSEN. Im ge­sun­den Fall re­gu­liert sich der Cho- leste­rin­spie­gel selbst: Die Ei­gen­pro­duk­ti­on wird ge­senkt, wenn mehr Cho­le­ste­rin durch Nah­rungs­mit­tel auf­ge­nom­men wird. Ab be­stimm­ten Hö­hen funk­tio­niert die­ser Aus­gleich aber nicht mehr rich­tig. Durch­Ent zün­dun­gen oder Schä­di­gun­gen der In­nen schicht der Ge­fä­ße kann es dann zur Ein­la­ge­rung von Fett­teil­chen und kalk­hal­ti­gem Ma­te­ri­al kom­men. Ein Plaques ent­steht, wel­cher sich mit der Zeit im­mer wei­ter vor wölbt und den Ge­fäß­durch­mes­ser ver­klei­nert. Durch ei­ne Um­stel­lung der Er­näh­rung,mehr Be­we­gung oder durch Me­di­ka­men­te kön­nen sie sich wie­der zu­rück­bil­den. Pas­siert dies je­doch nicht, kann das Blut bald nicht mehr un­ge­hin­dert durch­flie­ßen – es kommt zur At­he­ro­skle­ro­se. Wenn der Plaques auf­bricht, ver­klum­pen die Blut­plätt­chen und ver-

schlie­ßen die Ar­te­rie – so wird ein Herz­in­farkt aus­ge­löst.

DER EMP­FOH­LE­NE WERT. Der Cho­le­ste­rin­spie­gel wird mit­hil­fe ei­nes Blut­tests er­mit­telt. Bei völ­lig ge­sun­den Er­wach­se­nen soll­te der Ge­samt­cho­le­ste­rin­spie­gel nicht mehr als 190 Mil­li­gramm Blut­fett pro De­zi­li­ter (mg/dl) er­rei­chen, bei Ri­si­ko­pa­ti­en­ten deut­lich we­ni­ger. Je wei­ter das Er­geb­nis vom Grenz­wert ent­fernt ist, um­so wahr­schein­li­cher ist die Ent­wick­lung ei­ner Ge­fäß­er­kran­kung. Neue blut­fett­sen­ken­de Me­di­ka­men­te, die zur­zeit im Sta­tus der Zu­las­sung sind, gel­ten un­ter Fach­leu­ten als viel­ver­spre­chend. „Bei be­son­ders ge­fähr­de­ten Pa­ti­en­ten könn­ten die Blut­fett­wer­te tat­säch­lich auf ein Le­vel ge­bracht wer­den, wo sie sein soll­ten. Das konn­te man mit den her­kömm­li­chen Me­di­ka­men­ten kaum er­rei­chen“, so Franz Xa­ver Roi­t­hin­ger, Prä­si­dent der Ös­ter­rei­chi­schen Kar­dio­lo­gi­schen Ge­sell­schaft. Der­zeit lau­tet die Stra­te­gie: Je nied­ri­ger des­to bes­ser. Doch die neue Be­hand­lung könn­te ei­ne Ab­sen­kung auf 50 mg/dl er­mög­li­chen: „Blut­fet­te wie ein Neu­ge­bo­re­nes, das könn­te in der Zu­kunft re­al wer­den“, sagt der Her­zK­reis­lauf-Ex­per­te.

DIE RICH­TI­GE ER­NÄH­RUNG. Auch wenn die Schul­me­di­zin oft un­er­läss­lich ist – Me­di­ka­men­te sind nicht bei je­dem er­höh­ten Cho­le­ste­rin­spie­gel nö­tig. Für ei­ni­ge Men­schen kön­nen auch Al­ter­na­ti­ven re­le­vant sein, um ei­nen ho­hen Wert zu sen­ken. Ei­ne fett­rei­che Er­näh­rung bei­spiels­wei­se lässt den Spie­gel stei­gen. Die rich­ti­ge Er­näh­rung hin­ge­gen kann auf den Or­ga­nis­mus un­ter­stüt­zend ein­wir­ken und den Hei­lungs­pro­zess so­gar po­si­tiv be­ein­flus­sen. Ei­nig nütz­li­che Tipps, wie man Fett im Es­sen re­du­zie­ren kann und trotz­dem nicht auf die Lieb­lings­ge­rich­te ver­zich­ten muss, fin­den Sie links. Ein ho­her Stres­spe­gel, der über ei­nen län­ge­ren Zei­t­raum an­hält, kann den Cho­le­ste­rin­spie­gel üb­ri­gens eben­falls er­hö­hen.

Fett­rei­che Er­näh­rung er­höht den Cho­le­ste­rin­wert und scha­det den Gefässen

„Die rich­ti­ge Er­näh­rung kann auf un­se­ren Or­ga­nis­mus un­ter­stüt­zend ein­wir­ken und den Hei­lungs­pro­zess so­gar po­si­tiv be­ein­flus­sen, den­noch ist die schul­me­di­zi­ni­sche Me­di­zin un­er­läss­lich.“Er­näh­rungs­ex­per­tin Ur­su­la Vy­bi­ral

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