Edi­to­ri­al & Im­pres­sum

Oh­ne ei­nem un­un­ter­bro­chen funk­tio­nie­ren­den Herz kön­nen wir nicht über­le­ben. Trotz­dem ist vie­len Ös­ter­rei­chern der Zu­stand ih­res wich­tigs­ten Or­gans schlicht egal. Da­bei lie­ßen sich mit et­was Sorg­falt zahl­rei­che Herz­er­kran­kun­gen ver­mei­den.

KURIER_UNSER HERZ - - Inhalt -

Den Ös­ter­rei­chern ist ihr Herz sicht­lich egal

In Ös­ter­reich sind 45 Pro­zent der To­des­fäl­le auf Er­kran­kun­gen des Herz-Kreis­lauf-Sys­tems zu­rück­zu­füh­ren. Welt­weit ster­ben jähr­lich rund 17,3 Mil­lio­nen Men­schen an den Fol­gen von Herz­schä­den, die meis­ten da­von in den west­li­chen In­dus­trie­län­dern. Bis 2030, so die Hoch­rech­nun­gen nam­haf­ter Ge­sund­heits­ex­per­ten, wer­den die­se Zah­len um mehr als ein Drit­tel auf 23,6 Mil­lio­nen To­des­op­fer stei­gen. Schuld an die­sen ne­ga­ti­ven Zu­kunfts­aus­sich­ten ist un­ser un­ge­sun­der Le­bens­stil, der vor al­lem un­se­rem Herz und den Ge­fä­ßen nicht gut be­kommt. Be­we­gungs­man­gel ge­paart mit Rau­chen, zu viel Fett und Zu­cker in der Nah­rung und in den meis­ten Ge­trän­ken – und in Fol­ge Über­ge­wicht – sind die Haupt­ur­sa­che für Blut­hoch­druck, Herz­schwä­che, Herz­in­farkt und Schlag­an­fall. Die Aus­wir­kun­gen sind nicht nur für die Be­trof­fe­nen tra­gisch, son­dern auch für de­ren An­ge­hö­ri­gen. Be­denkt man, dass zwei Pro­zent der Ös­ter­rei­cher über 14 Jah­re be­reits ei­nen Schlag­an­fall er­lit­ten ha­ben – das sind rund 150.000 Per­so­nen – und teil­wei­se pfle­ge­be­dürf­tig sind, kann man sich die Fol­gen für das Ge­sund­heits­und So­zi­al­sys­tem aus­rech­nen. Herz-Kreis­lauf-Er­kran­kun­gen sind üb­ri­gens sehr „de­mo­kra­tisch“. Sie be­tref­fen Men­schen al­ler Bil­dungs­und Ein­kom­mens­schich­ten in glei­chem Ma­ße. Ne­ben ei­nem un­ge­sun­den Le­bens­stil gibt es auch zahl­rei­che see­li­sche Ursachen, die zu ei­ner dau­er­haf­ten Schä­di­gung des Her­zens füh­ren kön­nen. So lei­den vor al­lem Frau­en un­ter dem „Bro­ken he­art-Syn­drom“, wel­ches vor al­lem nach ein­schnei­den­den Ver­lus­ten, et­wa durch den Tod ei­nes ge­lieb­ten Men­schen, ein­tritt. Stress und Über­for­de­run­gen hin­ter­las­sen eben­so Spu­ren am Herz wie die Klas­si­ker Rau­chen und Al­ko­hol. Da­bei ist es gar nicht so schwer, sei­nem Herz et­was Gu­tes zu tun. Ge­mein­sam mit den füh­ren­den Kar­dio­lo­gen und Re ha­bi­li­ta­ti­on s ex­per­ten Ös­ter­reichs in­for­mie­ren wir sie in die­sem Ge­sund­heits­ma­ga­zin des KU­RI­ER über al­le we­sent­li­chen Krank­heits­bil­der am Her­zen und an den Ge­fä­ßen, ana­ly­sie­ren die Ursachen und zei­gen We­ge zu ei­nem herz­freund­li­chen Le­ben auf. So re­du­ziert schon das Ab­sen­ken des Blut­drucks bei Hoch­druck pa­ti­en­ten das Ri­si­ko für Herz-Kreis­lauf-Er­kran­kun­gen um 50 Pro­zent. Und vie­les, was un­se­ren Blut­druck in die Hö­he treibt, be­stim­men wir selbst. Le­sen Sie auf den fol­gen­den 128 Sei­ten, war­um ein gro­ßer Hund und Trep­pen­stei­gen gut für Ihr Herz sind.

Mit den Herz-lichs­ten Emp­feh­lun­gen Ihr Chris­ti­an Neu­hold

Mag­da­le­na Meer­graf und Chris­ti­an Neu­hold ha­ben UN­SER HERZ ge­stal­tet

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