DAS „SCHLECH­TE“KANN DIE GEFÄSSE VER­KAL­KEN, DAS „GU­TE“REI­NIGT SIE

Es gibt zwei Ty­pen von Cho­le­ste­rin: LDL schä­digt den Kör­per, HDL schützt ihn.

KURIER_UNSER HERZ - - Bluthochdruck - -MAG­DA­LE­NA MEER­GRAF

Cho­le­ste­rin wird in zwei Ty­pen un­ter­teilt: Das LDL-Cho­le­ste­rin (Li­po­pro­te­ine nied­ri­ger Dich­te) be­för­dert das in der Le­ber pro­du­zier­te Cho­le­ste­rin zu den Ge­we­ben, da­bei kann es sich in den Ge­fä­ßen ab­set­zen. Das HDL-Cho­le­ste­rin (Li­po­pro­te­ine ho­her Dich­te) hin­ge­gen bringt über­schüs­si­ges Cho­le­ste­rin aus den Ge­fä­ßen zu­rück zur Le­ber, da­mit es über Gal­le und Darm aus­ge­schie­den wer­den kann. Wäh­rend al­so ho­he LDL-Kon­zen­tra­tio­nen zu Ge­fäß­ver­kal­kung füh­ren kön­nen, wir­ken HDL-Kon­zen­tra­tio­nen schüt­zend oder so­gar rei­ni­gend auf die Ge­fäß­wän­de. Man spricht da­her auch vom „schlech­ten“und vom „gu­ten“Cho­le­ste­rin. Bei Ri­si­ko­pa­ti­en­ten wie Dia­be­ti­ker oder Über­ge­wich­ti­gen soll­ten die Blut­fett­wer­te be­son­ders im Au­ge be­hal­ten wer­den. „Men­schen mit Typ-2-Dia­be­tes sind Höchst-Ri­si­ko­Pa­ti­en­ten und sol­len ein LDL-Cho­le­ste­rin von we­ni­ger als 70 mg/dl auf­wei­sen. Men­schen mit Typ-1-Dia­be­tes un­ter 40 Jah­ren sol­len bei un­ter 100, sol­che über 40 Jah­ren eben­falls bei un­ter 70 mg/dl lie­gen“, so Her­mann To­plak, Prä­si­dent der Ös­ter­rei­chi­schen Dia­be­tes­ge­sell­schaft. Spe­zi­ell ge­fähr­lich ist der Fet­t­an­satz im Bauch­be­reich. Ne­ben der Kon­trol­le der Blut­fett­wer­te ist auch ei­ne Ge­wichts­re­duk­ti­on für Be­trof­fe­ne zu emp­feh­len. Ei­ne fett­rei­che Er­näh­rung lässt den Cho­le­ste­rin­spie­gel stei­gen und da­mit auch das Ri­si­ko von Herz-Kreis­lauf-Er­kran­kun­gen. Be­son­ders Trans­fet­te, die in Mar­ga­ri­ne, Frit­tier­tem, Fer­tig­ge­rich­ten und auch in Fleisch vor­kom­men, soll­te man mei­den. Sie sen­ken das gu­te HDL-Cho­le­ste­rin und er­hö­hen das bö­se LDLC­ho­le­ste­rin. Ein­fach un­ge­sät­tig­te Fett­säu­ren, wie sie in Oli­ven­öl und Nüs­sen zu fin­den sind, und mehr­fach un­ge­sät­tig­te Fett­säu­ren, von de­nen viel im Fisch ent­hal­ten sind, sen­ken hin­ge­gen das un­ge­sun­de LDL-Cho­le­ste­rin. Ex­per­ten emp­feh­len au­ßer­dem aus­rei­chend Obst und Ge­mü­se, Hül­sen­früch­te und Ge­trei­de­pro­duk­te, da die­se vie­le Bal­last­stof­fe ent­hal­ten, die sich po­si­tiv auf den Cho­le­ste­rin­spie­gel aus­wir­ken. Tie­ri­sche Le­bens­mit­tel soll­ten eher ei­nen ge­rin­ge­ren Teil des Spei­se­plans aus­ma­chen. Rau­chen hat eben­falls ei­nen ne­ga­ti­ven Ein­fluss. Zu­dem be­stimmt die Ge­ne­tik die Gr­und­vor­aus­set­zun­gen des Fett­stoff­wech­sels. Re­gel­mä­ßi­ge Be­we­gung kann in je­dem Fall ei­nen Schutz­fak­tor dar­stel­len.

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.