Herz­trans­plan­ta­ti­on

Chris­tia­an Bar­nard schrieb Me­di­zin­ge­schich­te.

KURIER_UNSER HERZ - - Rehabilitation -

Es war ei­ne Ope­ra­ti­on, die zu­vor noch nie je­mand ge­wagt hat­te: Im De­zem­ber 1967 ge­lang dem süd­afri­ka­ni­schen Chir­ur­gen Chris­tia­an Bar­nard erst­mals ei­ne Herz­trans­plan­ta­ti­on (Bild) an ei­nem Men­schen. Das frem­de Or­gan wur­de al­ler­dings vom Kör­per ab­ge­sto­ßen und so starb der Emp­fän­ger nach 18 Ta­gen an ei­ner Lun­gen­ent­zün­dung. Es dau­er­te noch ei­ne Wei­le, bis ein Weg ge­fun­den wur­de, die Ab­sto­ßungs­re­ak­ti­on in den Griff zu be­kom­men. Erst nach­dem Me­di­ka­men­te ent­wi­ckelt wur­den, die die­se ver­hin­dern konn­ten, wur­de die Herz­trans­plan­ta­ti­on zu ei­ner gän­gi­gen Ope­ra­ti­ons­me­tho­de. In Ös­ter­reich wur­de erst­mals 1983 von Rai­mund Mar­g­rei­ter in Inns­bruck ein Herz ver­pflanzt. Heu­te über­le­ben 96 Pro­zent der Pa­ti­en­ten das ers­te Jahr. Knapp 70 Pro­zent le­ben auch nach zehn Jah­ren noch. Da­mit liegt Ös­ter­reich über dem in­ter­na­tio­na­len Schnitt. Chris­tia­an Bar­nard ver­brach­te die letz­te Zeit sei­nes Le­bens üb­ri­gens in Wi­en. Er starb wäh­rend ei­nes Ur­laubs auf Zy­pern im Jahr 2001.

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