SPRU­DELN­DE ENER­GIE

KURIER_WOHNEN - - Designklassiker -

Wie das Bad zum pri­va­ten Well­ness-Tem­pel wird

Die zehn, in ei­ner VFor­ma­ti­on an­ge­ord­ne­ten Dü­sen be­ar­bei­ten ge­zielt den Rü­cken-, Schul­ter- und Len­den­wir­bel­be­reich und lo­ckern so ver­spann­te Mus­keln auf. „Un­ser Mas­seur war­tet auf uns in der Wan­ne“, stellt die Bau­her­rin nach der Bad­sa­nie­rung mit ei­nem zu­frie­de­nenLä­cheln­fest. Wird­de rAqua­punk­tur-Mo­dus ge­wählt, neh­men wei­te­re zehn Dü­sen ih­re Ar­beit auf: Nicht nur die Rü­cken­par­tie, auch die Fü­ße wer­den ver­wöhnt. High­tech-Ba­de­wan­nen – wie eben die vom Her­stel­ler Re­pa­bad – be­gnü­gen sich heut­zu­ta­ge schon lan­ge nicht mehr nur da­mit, mit war­men Was­ser auf­ge­füllt zu wer­den. In­spi­riert­vonS­pa-un­dTher­men-Auf­ent­hal­ten hat der Wunsch nach mehr Well­ness zu Hau­se da­zu ge­führt, dass die gro­ßen Sa­ni­tär­her­stel­ler ih­re Ba­de­zim­mer­se­ri­en mit im­mer mehr Funk­tio­nen aus­stat­ten. „Ent­span­nung und Well­ness sind Aspek­te un­se­res Le­bens­stils, die das Wohl­be­fin­den im­mer stär­ker in den Mit­tel­punkt rü­cken“, so Mar­cus Möl­ler, PR-Ma­na­ger beim auf email­lier­te Ba­de­wan­nen spe­zia­li­sier­ten Un­ter­neh­men Kal­de­wei. „Das gilt in be­son­de­rem Ma­ße für das Ba­de­zim­mer, das für uns mehr denn je zu ei­nem Ort der In­di­vi­dua­li­tät wird.“Die Frei­heit hat aber ih­ren Preis: Nicht nur ist die Aus­wahl an Mög­lich­kei­ten fast un­über­schau­bar groß, der Um­bau des Bads zählt ne­ben der Kü­che wohl zu­m­an­spruchs­volls­ten Wohn­pro­jekt.

VIEL SPIEL­RAUM. So kann sich die haus­ei­ge­ne Du­sche heut­zu­ta­ge in ein rund 45 Grad war­mes Mi­ni-Ha­mam ver­wan­deln. Re­gel­mä­ßi­ges Dampf­ba­den rei­nigt die Haut und ist we­gen des feucht­war­men Kli­mas ei­ne Wohl­tat für die Atem­we­ge. Die Mus­keln ent­span­nen sich und der er­hitz­te Kör­per zer­stört – ähn­lich wie beim Fie­ber – Krank­heits­er­re­ger. Es gibt zwar auch­grö­ße­re Mo­del­le, aber­die Du­sche mit Dampf­bad-Funk­ti­on kann schon auf der Flä­che ei­ner her­kömm­li­chen Ka­bi­ne in­stal­liert wer­den. Ein­zig bei der Hö­he soll­te man sich auf 230 cm be­schrän­ken: Das hin­dert den Dampf dar­an zu hoch zu stei­gen und spart Ener­gie. Hig­hend-Mo­del­le bie­ten wei­te­re Ex­tras: Bei „Sen­se Ea­se“von Hoesch z. B. mas­sie­ren bei Be­darf sechs am Dusch­pa­neel an­ge­brach­te Dü­sen den Rü­cken. Für das Privat-Ha­mam muss aber im Bad ge­nü­gend Platz für den Dampf­ge­ne­ra­tor vor­han­den sein, der an die Was­ser­ver­sor­gung, ans Ab­was­ser so­wie an Strom an­ge­schlos­sen wird. Zu­sätz­li­che Licht- oder »

Raubt der All­tag zu vie­le Kräf­te, wirkt ein war­mes Bad wah­re Wun­der. In­zwi­schen sind die Mög­lich­kei­ten so aus­ge­feilt, dass der Auf­ent­halt im Ba­de­zim­mer zum pri­va­ten Well­ness-Auf­ent­halt wer­den kann.

Zwei in ei­nem: „Sen­se Ea­se“von Hoesch kom­bi­niert Dampf­ba­den mit Du­schen

Aro­ma­the­ra­pi­en run­den das Ver­wöhn­pro­gramm ab. Um den Kör­per nicht zu über­an­stren­gen, soll­ten Dampf­bad-Fans ih­rem Hob­by nie län­ger als je­weils 15 bis 20 Mi­nu­ten frö­nen. Dann folgt ei­ne lau­war­me, im­mer käl­ter wer­den­de Du­sche. Ist das er­le­digt, kommt die emp­foh­le­ne Ru­he­pau­se von 25 Mi­nu­ten ge­nau rich­tig.

SO­ME LI­KE IT HOT. Wer so rich­tig ins Schwit­zen kom­men will, wird mit dem Ein­bau ei­ner Sau­na glück­li­cher: Da der De­si­gnan­spruch in den ver­gan­ge­nen Jah­ren stän­dig ge­wach­sen ist, muss die Schwes­ter des Dampf­bads heu­te nicht mehr im Kel­ler ver­steckt wer­den, son­dern fügt sich un­auf­fäl­lig ins Woh­nam­bi­en­te ein. Wie beim Dampf­bad wer­den auch hier die Ab­wehr­kräf­te ge­stärkt. Bei der tra­di­tio­nel­len fin­ni­schen Me­tho­den wird die Luft auf tro­cke­ne 80 bis 90 Grad ge­heizt. Durch ei­nen Auf­guss steigt die Luft­feuch­tig­keit schlag­ar­tig an. Zwei oder drei Sau­na­gän­ge von je­weils 15 Mi­nu­ten und Ru­he­pha­sen da­zwi­schen ver­spre­chen die größ­te Ent­span­nung. Für die­ses Well­ness-Er­leb­nis be­nö­tigt es ei­nen Was­ser- und in den meis­ten Fäl­len ei­nen Stark­strom­an­schluss. Und wie beim Dampf­bad muss der Raum mit ei­ner Be­lüf­tung – zu­min­dest ei­nem Fens­ter – aus­ge­stat­tet sein.

ZU­KUNFTS­MU­SIK. Ob beim Whir­len, Damp­fen oder Sau­nie­ren, Well­ness spricht al­le Sin­ne an. Ist es er­folg­reich, kom­men Kör­per und Geist zu Ru­he. Da stö­ren­de Ge­räu­sche hier fehl am Platz sind, ar­bei­tet die zum Ein­satz kom­men­de High­tech mög­lichst lei­se. Auch in­te­grier­te MP3-Play­er – et­wa in der Dampf­du­sche – ge­hö­ren zum gu­ten Ton. „Klar, dass wir auch hier ein be­son­de­res Klang­er­leb­nis wün­schen, das die Sin­ne be­rührt und das Well­nes­s­er­leb­nis ver­stärkt“, er­klärt Mar­cus Möl­ler. Kal­de­wei hat sich da­bei dem The­ma auf ei­ne be­son­de­re Wei­se­ge­nä­hert: Der Her­stel­ler­hatein Au­dio-Sys­tem ent­wi­ckelt, bei dem die email­lier­te Ba­de­wan­ne selbst zum Klang­kör­per wird. Im Was­ser lie­gend hört man dann nicht nur die aus­ge­wähl­ten Klän­ge, sie sind spür­bar. Die da­für not­wen­di­gen Kom­po­nen­ten wer­den ver­deckt an der Wan­ne mon­tiert. Die aus­ge­wähl­te Mu­sik wird via Blue­tooth über­tra­gen. Ba­den, Du­schen, Sau­nie­ren, Ru­hen, Lau­schen – zieht Well­ness ein, hat der un­säg­li­che Be­griff der „Nass­zel­le“für das Ba­de­zim­mer wohl end­gül­tig aus­ge­dient. Und das ist gut so, wer fin­det in ei­ner Zel­le schon Ge­müt­lich­keit und Wohl­be­fin­den? -BE­LIN­DA FIE­BI­GER

Re­pa­bad setzt auf Rü­ck­en­the­ra­pie: Zehn Dü­sen mas­sie­ren den Schul­ter-, Rü­cken- und Len­den­wir­bel­be­reich

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1. Mit Licht­the­ra­pie: Dampf­ka­bi­ne von Art­we­ger 2. Wan­ne als Klang­kör­per: Au­dio-Sys­tem „Sound Wa­ve“von Kal­de­wei 3. Asy­me­trisch: Whirl­wan­ne „Lar­go“von Hoesch 4. Sau­na „Ar­ja“von Teu­co 3

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