MA­GIE DER WASSERSPEIER

KURIER_WOHNEN - - Designklassiker - -COR­DU­LA PUCH­WEIN

Was mo­der­ne Ar­ma­tu­ren al­les kön­nen

» Gut mög­lich, dass man­che Men­schen künf­tig in al­ler Herr­gotts­frü­he ei­nen kal­ten Guss ab­krie­gen. Dann näm­lich, wenn hoch­in­tel­li­gen­te Tech­nik, die sich in oder rund um die Du­sche ver­birgt, bei der be­tref­fen­den Per­son ei­nen zu nied­ri­gen Blut­druck fest­stellt. Und wusch, schon wird der Kreis­lauf mit ei­nem küh­len Was­ser­schwall auf Tou­ren ge­bracht. Ei­ne kal­te Du­sche ist frei­lich nicht das Ein­zi­ge, was klu­ge Badtech­no­lo­gi­en in Zu­kunft ver­mö­gen. Was heißt Zu­kunft? Die fin­det im Bad ei­gent­lich schon statt, denn be­reits jetzt ha­ben die Was­ser­spen­der so ei­ni­ges drauf. So kann man mit di­gi­ta­ler Tech­nik die in­di­vi­du­ell be­vor­zug­te Tem­pe­ra­tur spei­chern und beim nächs­ten Vol­lo­der Dusch­bad au­to­ma­tisch an­wäh­len. Auch Licht­stim­mun­gen las­sen sich pro­gram­mie­ren und die Lieb­lings­mu­sik via Mu­sik-Play­list so­wie­so. Mit Mo­zart in der Wan­ne – wenn das kein Amü­se­ment ist. Dass die Hand­brau­se künf­tig au­ßer Was­ser auch Sham­poo spen­det, die Du­sche aus dem Pa­neel hei­ße Luft ver­strömt, al­so als Ganz­kör­per­föhn fun­giert und da­mit das Hand­tuch er­setzt, ist auch nicht so uto­pisch, wie man­che „Warm­du­scher“– al­so Men­schen mit nor­ma­lem Blut­druck, wie wir auf­grund die­ser Sto­ry schluss­fol­gern – glau­ben wür­den. Aber blei­ben wir noch ein we­nig im Hier und Heu­te.

SO SENSORISCH. Frag­los er­reicht die Di­gi­ta­li­sie­rung der Haus­hal­te, un­ter dem Schlag­wort Smart Ho­me wohl­be­kannt, zu­se­hends auch un­se­re Ba­de­zim­mer. Mit ei­nem zar­ten Fin­ger­tipp oder via App-Steue­rung las­sen sich im Bad ei­ne Fül­le von Pro­zes­sen in Gang set­zen und steu­ern. Et­li­che Her­stel­ler ha­ben ein brei­tes Spek­trum der­ar­ti­ger Ar­ma­tu­ren, Brau­sen, auch Dusch-WCs schon im Pro­gramm. Da­mit das nicht bloß für „Di­gi­tal Na­ti­ves“Sinn macht, hat die leich­te, in­tui­tiv rich­ti­ge, selbst­er­klä­ren­de Be­die­nung Vor­rang. Di­gi­ta­li­sie­rung soll die Din­ge im Bad schließ­lich nicht kom­pli­zier­ter mach­ten. Ein Pio­nier der di­gi­ta­len Sa­ni­tär­tech­no­lo­gie ist Gro­he. Der Bad­pro­fi hat schon vor zehn Jah­ren mit der Kol­lek­ti­on „On­dus“die ers­ten di­gi­ta­len Ar­ma­tu­ren auf den Markt ge­bracht und die­se seit­her ste­tig ver­bes­sert und er­wei­tert.

KEEP IT SIM­PLE. Das jüngs­te Bei­spiel, ganz nach dem Mot­to „Sim­pli­fy your li­fe“, kommt in der „Ve­ris F-Di­gi­tal“Se­rie mit ei­nem di­gi­ta­len Con­trol­ler da­her, ei­ne Fern­be­die­nung für Bad und Wan­ne. Der But­ton funk­tio­niert ganz ea­sy: Mit den Tas­ten star­tet und stop­pet man den Was­ser­strahl und re­gu­liert die Tem­pe­ra­tur. Die Was­ser­men­ge wird mit dem Dreh­reg­ler ein­ge­stellt. Auch der Leucht­ring ist mehr als ein De­si­gnele­ment, denn er gibt stän­dig Rück­mel­dung zur Was­ser­tem­pe­ra­tur. Will man vom Wan­nen­aus­lauf zur Brau­se wech­seln, re­gelt die di­gi­ta­le Um­stel­lung auch das – ei­ne ein­fa­che Be­rüh­rung ge­nügt. Und dank Me­mo­ry-Funk­ti­on las­sen sich die Lieb­lings­ein­stel­lun­gen für Was­ser­men­ge und Tem­pe­ra­tur je­der­zeit in glei­cher Wei­se­wie­der­ho­len. Ei­ne­fei­ne Funk­ti­on ist auch der Warm-up-Mo­dus. Er mel­det, wenn die ge­wähl­te Tem­pe­ra­tur­er­reicht­un­des Zei­tist, die Du­sche zu be­tre­ten oder sich in die Wan­ne zu le­gen – oh­ne, dass das Was­ser über den Rand plät­schert. Dar­auf ach­tet die au­to­ma­ti­sche Ein­lauf­funk­ti­on. Da­mit wird die Wan­ne in der ge­wünsch­ten Wär­me und Was­ser­hö­he be­füllt. Ein schö­nes Tool für al­le, die bis­lang groß­zü­gig mit Was­ser um­ge­gan­gen sind. Al­so den Hahn auf­ge­dreht ha­ben, um dann »

Was­ser ist ja an und für sich ein Wun­der. Aber wie es neu­er­dings aus den Häh­nen kommt, das ist schon gro­ße Ma­gie. Muss wohl an der aus­ge­klü­gel­ten Sen­sor­tech­nik und den in­tui­ti­ven Be­dien­ele­men­ten lie­gen. Un­sicht­bar, aber wir­kungs­voll.

doch noch an­de­re Din­ge zu er­le­di­gen – wäh­rend das Was­ser lief.

SPAR­SAM­KEIT. Apro­pos Was­ser­ver­brauch: In Zei­ten der Res­sour­cen­scho­nung steht das Was­ser­spa­ren an ers­ter Stel­le. Auch da kommt Ar­ma­tu­ren ei­ne wich­ti­ge Rol­le zu. „Spar­sam­keit ist ak­tu­ell das Leit­the­ma bei Ar­ma­tu­ren. Das be­zieht sich nicht nur auf den Was­ser­ver­brauch, son­dern auch auf den Warm­was­ser- und da­mit auf den Ener­gie­ver­brauch“, sagt Hol­ger Fehr­holz, Pro­duct Ma­nage­ment, Re­se­arch and De­ve­lop­ment Ma­na­ger in der Si­milor AG. Das Schwei­zer Un­ter­neh­men pro­du­ziert Qua­li­täts­ar­ma­tu­ren der Mar­ken Ar­wa, Si­milor Kug­ler, Sani­ma­tic und jüngst auch Lau­fen. Lau­fen, be­kann­ter Ke­ra­mik­her­stel­ler mit Pro­duk­ti­ons­stät­ten in Wil­helms­burg in Nie­der­ös­ter­reich und im ober­ös­ter­rei­chi­schen Gmun­den, ver­bin­det in Ar­ma­tu­ren mo­der­ne Tech­no­lo­gie und Top­de­sign. We­sent­lich zum Was­ser­spa­ren trägt da die Funk­ti­on Eco+ bei. Fehr­holz: „Die Ar­ma­tur ver­fügt über ei­nen Kalt­was­ser­start bei mit­ti­ger Grund­stel­lung des He­bels. Schwemmt man nur kurz et­was ab, bleibt das Was­ser kalt und es gibt kei­nen un­ge­woll­ten Heiß­was­ser­kon­sum. Folg­lich wird auch kei­ne Ener­gie un­nütz zu Warm­was­ser­auf­be­rei­tung ver­braucht. Ar­ma­tu­ren mit Eco+Tool hel­fen durch Tem­pe­ra­tur- und Men­gen­brem­sen 30 Pro­zent an Was­ser und Ener­gie ein­zu­spa­ren.“Das ist bei al­len tech­ni­schen Spie­le­rei­en im Bad wohl das Wich­tigs­te, denn Was­ser ist ein Wun­der. Und mit Wun­dern muss man sorg­fäl­tig um­ge­hen.

Mit dem di­gi­ta­len Con­trol­ler kann man vie­le Funk­tio­nen steu­ern 1 Ver­edelt je­den „Wasch­gang“: Lau­fen „Ci­typ­lus Show­ersta­ti­on“2 Aus ei­nem Guss: Wasch­tisch „Oc­t­a­gon“mit Wasch­tisch-Wand­bat­te­rie. Vil­le­roy & Boch 3 Di­gi­ta­le Wasch­tisch­bat­te­rie „Ve­ris F-Di­gi­tal“für in­tui­ti­ve Be­dien­ein­heit mit Mehr­fach­funk­ti­on 4 Das Rain­show­er Sys­tem „Smart Con­trol“von Gro­he bie­tet Du­sch­er­leb­nis in 3-D – drü­cken, dre­hen, du­schen

Ei­ne Au­gen­wei­de sind die­se Ar­ma­tu­ren. Links ei­ne Bei­spiel von Han­sa. Rechts ma­chen die gol­de­nen Ar­ma­tu­ren von Vil­le­roy & Boch Ein­druck

Lau­fen macht ed­le Wasch­ti­sche und eben­sol­che Ar­ma­tu­ren. Re.: „Ve­ris F-Di­gi­tal“von Gro­he bringt den Kom­fort di­gi­ta­ler Tech­no­lo­gie ins Bad

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