REIN­HEITS­GE­BOT Mit High­tech-Ma­te­ria­li­en die Ver­kal­kung be­kämp­fen

KURIER_WOHNEN - - Interview -

» Nir­gend­wo wird mehr ge­schrubbt, ge­wischt, ge­spült, ge­sprüht, ge­schwemmt als im Bad. Da­bei ist der größ­te Geg­ner un­sicht­bar. Was die Sa­ni­tär­bran­che tut, um Bak­te­ri­en im Keim zu er­sti­cken, weiß Melanie Ber­ger von Lau­fen.

Wor­auf ist beim Bad-Putz zu ach­ten? Melanie Ber­ger: Un­se­re Ke­ra­mik­tei­le wer­den mit der Gla­sur bei 1240 Grad ge­brannt, ha­ben da­her ei­nen sehr ho­hen Här­te­grad, wo­durch die Ober­flä­che kratz­fest wird. Lau­fen Ke­ra­mik ist lich­techt, al­te­rungs­be­stän­dig, säu­re-, lö­sungs­mit­tel- und lau­gen­be­stän­dig ge­gen­über üb­li­chen Rei­ni­gungs­mit­teln. Ke­ra­mik ist na­he­zu un­ver­wüst­lich. Beim Rei­ni­gen kann man nicht viel falsch ma­chen. Üb­li­che Rei­ni­ger und Schwäm­me rei­chen völ­lig.

Bringt „klu­ges De­sign“mehr Hy­gie­ne? Je­der kennt das:Wir ver­wen­den WCPutz­mit­tel­fla­schen mit ge­bo­ge­nen Häl­sen, Duft­stei­ne, Bürs­ten mit Rand­rei­ni­ger, um Abla­ge­run­gen un­ter dem Toi­let­ten­rand los­zu­wer­den. Nichts hilft wirk­lich, sie voll­stän­dig zu be­sei­ti­gen. Dank in­no­va­ti­ver Spül­tech­no­lo­gie kom­men WCs auch oh­ne Spül­rand aus, so­mit gibt es auch kei­ne schwer zu­gäng­li­chen Ni­schen mehr. Das Was­ser er­reicht je­de Stel­le im In­nen­be­cken, lässt Kei­men, Bak­te­ri­en kei­ne Chan­ce, sich fest­zu­set­zen. Abla­ge­run­gen, Ge­rü­che sind da­mit pas­sé.

Aus Hy­gie­ne­sicht ha­ben WCs oft ei­nen be­denk­li­chen Ruf. Zu Recht? Test zei­gen, dass die Angst vor Kei­men am WC un­be­grün­det ist. Tat­säch­lich be­fin­den sich auf ei­nem Haus­halts-Schnei­de­brett 200-mal mehr Fä­kal­stof­fe als am Toi­lett­sitz. Ein Kü­chen­schwamm hat so­gar 200.000mal mehr Bak­te­ri­en. Wenn ei­ne Toi­let­te vom ers­ten Ein­druck her in Ord­nun­ger­scheint, könn­te­sie­das­ver­mut­lich das sau­bers­te Ob­jekt im Bad sein.

Ril­len­und Kan­tens­ind Keim-und Schim­mel­her­de. Wie rei­nigt man hier? Will man auf che­mi­sche Rei­ni­ger ver­zich­ten, ein Tipp mei­ner Oma: Back­pul­ver­mi­tet­was Was­ser­mi­schen, dass ei­ne Pas­te ent­steht. Mit ei­ner Zahn­bürs­te auf die Zwi­schen­räu­me der Flie­sen auf­tra­gen, zehn Mi­nu­ten wir­ken las­sen. Mit ei­nem nas­sen Schwamm die Res­te ent­fer­nen. Voi­là, die Flie­sen strah­len wie­der wie neu.

Blick in die Zu­kunft: Wird es ein­mal ein selbst­rei­ni­gen­des Bad ge­ben? Durch­aus denk­bar. Selbst­rei­ni­gen­de WCs gibt es ja schon. In­ge­nieu­re und De­si­gner des Flug­zeug­bau­ers Bo­eing ha­ben ei­ne selbst­rei­ni­gen­de Toi­let­te ent­wi­ckelt. Hier wer­den mit­tels UVS­trah­lung in nur drei Se­kun­den 99,9 Pro­zent der Bak­te­ri­en auf den Ober­flä­chen be­sei­tigt. Bei Wan­nen und Wasch­ti­schen hel­fen be­son­ders glat­te Ober­flä­chen, da­mit das Was­ser ab­perlt. Die­se Art der Selbst­rei­ni­gung nut­zen wir mit Sa­phirKe­ra­mik und dem Lau­fen Cle­an Coat schon jetzt. Und mit „Di­gi­tal Pu­b­lic Ba­throom“läu­ten wir ei­ne neue Ära für öf­fent­li­che Sa­ni­tär­an­la­gen ein. Dar­in bün­deln sich tech­ni­sches Know-how, mo­der­ne Selbst­schluss­ar­ma­tu­ren via in­tui­ti­vem Sa­ni­tär-App „Smar­tCon­trol“. Sie er­mög­licht Be­trei­bern öf­fent­li­cher Sa­ni­tär­an­la­gen, via Smart­pho­ne die Ein­stel­lun­gen der Ar­ma­tu­ren und Uri­na­le ab­zu­fra­gen, zu än­dern, zu be­wirt­schaf­ten. - IN­TER­VIEW: COR­DU­LA PUCH­WEIN

Im Ba­de­zim­mer sind wir Ös­ter­rei­cher echt pin­ge­lig. Da wol­len wir es wirk­lich zu 100 Pro­zent hy­gie­nisch sau­ber. Und es kommt noch schö­ner: Mo­der­ne Tech­no­lo­gi­en ge­hen uns da­bei mehr und mehr zur Hand.

Ne­ben Schmutz sor­gen im Bad vor al­lem Kal­krück­stän­de an Flie­sen, Ar­ma­tu­ren und im Wasch­be­cken im­mer wie­der für Är­ger. Auch da wird in den For­schungs­ab­tei­lun­gen der gro­ßen Bad­her­stel­ler ste­tig wei­ter­ge­forscht. Er­folg­reich im Ein­satz ist bei Lau­fen der So­lid-Sur­faceWerk­stoff Sen­tec. Die­ses Ma­te­ri­al ist ge­gen­über Schmutz, Bak­te­ri­en, Vi­ren und zahl­rei­chen Che­mi­ka­li­en un­durch­läs­sig. Ei­ne po­ren­freie Ober­flä­che macht die­ses Ma­te­ri­al auch was­ser­ab­wei­send und da­durch hat auch Kalk we­ni­ger Chan­ce. Es lohnt sich al­so durch­aus, in hoch­wer­ti­ge Ma­te­ria­li­en im Ba­de­zim­mer zu in­ves­tie­ren, denn da­durch er­spart man sich viel Är­ger und Zeit mit der Rei­ni­gung.

Melanie Ber­ger, die Mar­ke­ting­ma­na­ge­rin, ist in Sa­chen Bad­hy­gie­ne stets auf dem neu­es­ten Stand

„Die Angst vor Kei­men am WC ist un­be­grün­det. Tat­säch­lich be­fin­den sich auf ei­nem Schneid­brett 200-mal mehr Fä­kal­stof­fe als am Toi­lett­sitz.“

Oa­se der Sau­ber­keit: Nir­gend­wo wird so viel ge­putzt wie in hei­mi­schen Bä­dern

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