Aus In­sti­tu­tio­nen und Zeit­schrif­ten

ProZukunft - - Inhalt -

News aus an­de­ren Zu­kunfts­in­sti­tu­ten, zu­sam­men­ge­stellt von Wer­ner Rie­mer.

Wei­te­re Kurz­mel­dun­gen fin­den Sie auf der Jbz-home­page un­ter www.jungk-bi­b­lio­thek.at. Zu­sam­men­ge­stellt von Wer­ner Rie­mer

ÖS­TER­REICH

Ban­ken ver­la­gern Ge­win­ne

Ei­ne neue Stu­die von Tax Re­se­arch UK zeigt, dass auch Ban­ken Ge­win­ne be­wusst in Steu­er­oa­sen wie Lu­xem­burg oder Ir­land an­fal­len las­sen, wäh­rend in den Län­dern, in de­nen die ei­gent­li­chen Um­sät­ze er­zielt wer­den, Ge­win­ne zu nied­rig an­ge­setzt sind. In Lu­xem­burg et­wa hät­ten die un­ter­such­ten Ban­ken nach dem „Uni­ta­ry-tax-kon­zept“ei­gent­lich nur 485 Mil­lio­nen Eu­ro Ge­winn ma­chen dür­fen – tat­säch­lich wa­ren es aber 2,7 Mil­li­ar­den Eu­ro. www.at­tac.at Alp­ba­cher Tech­no­lo­gie­ge­sprä­che 2015 Vom 27. bis 29. Au­gust 2015 ver­an­stal­te­te das AIT im Rah­men des Fo­rum Alp­bach wie­der Tech­no­lo­gie­ge­sprä­che. Auf dem Pro­gramm stan­den u.a. Fra­gen wie: Wie wird sich das zu­künf­ti­ge Le­ben mit Ma­schi­nen im Zeit­al­ter In­dus­trie 4.0 ge­stal­ten und was brin­gen voll­ver­netz­te, in­tel­li­gen­te Cy­ber-phy­si­ka­li­sche Sys­te­me? www.alp­bach.org und www.ait.ac.at Eco­good-land­kar­te on­li­ne Wirt­schaf­ten im Sin­ne des Ge­mein­wohls ist nicht nur ein Mo­dell, son­dern ge­leb­te Pra­xis. Per Maus­klick sind nun al­le Ge­mein­wohl-un­ter­neh­men so­wie Ver­ei­ne und Re­gio­nal­grup­pen der Be­we­gung auf der ECO­GOOD-MAP sicht­bar. Die in­ter­ak­ti­ve Land­kar­te soll hel­fen, Ge­mein­wohl-un­ter­neh­men zu fin­den, Ko­ope­ra­tio­nen zwi­schen den Ge­mein­wohl-un­ter­neh­men leich­ter er­mög­li­chen und die Ver­net­zung der Re­gio­nal­grup­pen und Ak­teu­rin­nen der Be­we­gung för­dern. Die ECO­GOOD-MAP wird lau­fend er­wei­tert und ak­tua­li­siert. https://www.eco­good.org/ Glo­ba­le So­li­da­ri­tät statt

Fe­s­tung Eu­ro­pa

Ei­ne Bro­schü­re der Grü­nen Bil­dungs­werk­statt zur Ent­wick­lungs­po­li­tik zeigt, dass un­ser Le­bens­stil für al­le auf die­ser Welt Le­ben­den we­der an­stre­bens­wert noch mög­lich ist. „Wei­ter so“ist al­so kei­ne rea­lis­ti­sche Op­ti­on. Viel­mehr gilt es zu wäh­len, ob wir wei­ter an der Fe­s­tung Eu­ro­pa bau­en, wie­wohl die­se jetzt schon je­de Men­ge Sprün­ge und Brü­che hat. Oder ob wir Ent­wick­lungs­po­li­tik als glo­ba­le So­li­da­ri­tät ver­ste­hen. Und den Auf­bruch wa­gen zu ei­nem Um­bau der Wel­t­ar­chi­tek­tur und nach­hal­ti­gen Le­bens­und Pro­duk­ti­ons­wei­sen - auch und vor al­lem bei uns. www.gbw.at/oe­s­ter­reich We­ni­ger ar­bei­ten - mehr Le­ben

Ei­ne neue Bro­schü­re von We­ge aus der Kri­se legt dar, war­um Ar­beits­zeit­ver­kür­zung ei­ne der zen­tra­len Ant­wor­ten auf ak­tu­el­le Pro­ble­me wie die stei­gen­de Ar­beits­lo­sig­keit oder den Kli­ma­wan­del ist. Es er­klärt Fak­ten zur Ver­tei­lung von Ar­beit und die Chan­cen, die ei­ne Ar­beits­zeit­ver­kür­zung be­deu­tet. Au­ßer­dem fin­det man dar­in auch Ant­wor­ten auf Ar­gu­men­te ge­gen ei­ne Ar­beits­zeit­ver­kür­zung. www.we­ge-aus-der-kri­se.at

DEUTSCH­LAND

Me­ga­trends

In der Aus­ga­be 1/2015 be­schäf­tigt sich das Ma­ga­zin der Ber­tels­man­nstif­tung “chan­ge” mit Me­ga­trends und nennt vier da­von: Glo­ba­li­sie­rung (zwi­schen Tra­di­ti­on und Welt­de­sign), Di­gi­ta­li­sie­rung (Chan­cen ver­ste­hen und nut­zen), So­zia­le Un­gleich­heit (Sche­re zwi­schen arm und reich, Kin­der­ar­mut) und De­mo­gra­phi­scher Wan­del.

Glo­ba­li­sie­rungs­re­port 2014

42 Staa­ten hat die Ber­tels­man­nstif­tung un­ter­sucht. Das Er­geb­nis: die Glo­ba­li­sie­rung hat wäh­rend der ver­gan­ge­nen zwei Jahr­zehn­te vor al­lem den Wohl­stand in den In­dus­trie­na­tio­nen ver­mehrt, Schwel­len- und Ent­wick­lungs­län­der pro­fi­tier­ten ver­gleichs­wei­se we­nig. Deutsch­land ge­hört zu den größ­ten Ge­win­nern. www.ber­tels­man­nstif­tung.de/glo­ba­li­sie­rungs­re­port Zu­kunfts-und Trend­for­schung

Arik Plat­zek vom Hu­ma­nis­ti­schen Ver­band Deutsch­lands (HVD) spricht mit dem Zu­kunfts­for­scher Rolf Krei­bich u. a. über die Un­ter­schie­de zwi­schen Zu­kunfts­for­schung bzw. den fu­ture stu­dies und der so­ge­nann­ten Trend­for­schung. Krei­bich nennt als ak­tu­el­le The­men u. a.tech­nik­fol­gen­ab­schät­zung und Tech­nik­be­herr­schung; Schutz der Na­tur­res­sour­cen; sau­be­res Was­ser für al­le Men­schen; Lö­sun­gen für So­zia­le Dis­pa­ri­tä­ten zwi­schen Ers­ter und Drit­ter Welt, Ex­tre­mis­mus und Ter­ro­ris­mus; Ein­däm­mung des mo­to­ri­sier­ten Stra­ßen­ver­kehrs mit fos­si­len Treib­stof­fen; Aus­bil­dung, Bil­dung und Wei­ter­bil­dung für al­le; Säu­be­rung der Mee­re und der ge­sam­ten An­thro­po­sphä­re. www.blick­punkt-zu­kunft.com

Deutsch­land, dei­ne Zu­kunft

Mit der Initia­ti­ve D2030 star­tet Z_­punkt­grün­der Klaus Bur­meis­ter ei­nen un­ab­hän­gi­gen Zu­kunfts­dia­log für Deutsch­land. Ziel des Pro­jekts: Mit Hil­fe von Sze­na­ri­en für Deutsch­land 2030 ei­nen Kom­pass für zu-kunfts­ori­en­tier­tes Han­deln er­schaf­fen. Mit­ma­chen kann je­der – ob als Ex­per­te, als in­ter­es­sier­ter Bür-

ger oder als Spon­sor. D2030 soll da­zu bei­tra­gen, ver­netz­tes und lang­fris­ti­ges Den­ken in so­zia­len, öko­no­mi­schen und po­li­ti­schen Ent­schei­dungs­pro­zes­sen zu ver­an­kern. Zum Start ste­hen auf der Pro­jekt­platt­form acht Fra­gen an die Zu­kunft zur Dis­kus­si­on, zum Bei­spiel „Ist der deut­sche Mit­tel­stand auf In­dus­trie 4.0 an­ge­mes­sen vor­be­rei­tet?“oder „Wie si­cher ist der Frie­den in Eu­ro­pa?“www.d2030.de/mit­ma­chen.html So­zia­le Mi­k­ro­in­no­va­ti­on

En­de 2014 ka­men ei­ni­ge Men­schen in Pots­dam aus Wis­sen­schaft und Wirt­schaft zu­sam­men, um sich über ein zu we­nig be­ach­te­tes ge­sell­schaft­li­ches Phä­no­men aus­zu­tau­schen: die Kraft klein­tei­li­ger Ve­rän­de­run­gen. Aus die­sem Werk­statt­ge­spräch wur­den in­zwi­schen wei­ter­füh­ren­de Über­le­gun­gen, die nun auch im Web ab­ruf­bar sind: www.changex.de/ar­ti­cle/werk­statt­ge­spra­ech_­so­zia­le_­mi­k­ro­in­no­va­ti­on Zu­kunft des Pfle­ge­sys­tems Of­fen­sicht­lich ist un­se­re Ge­sell­schaft nicht auf den stark wach­sen­den Pfle­ge­be­darf ein­ge­rich­tet. Ma­chen wir et­was falsch? Ja, meint die Po­li­to­lo­gin Cor­ne­lia Heint­ze. In ih­rer Stu­die „Auf der Hi­ghroad – der skan­di­na­vi­sche Weg zu ei­nem zeit­ge­mä­ßen Pfle­ge­sys­tem“kon­tras­tiert sie im Auf­trag der FES die Schwach­punk­te des deut­schen Pfle­ge­sys­tems mit Er­fah­run­gen aus fünf nor­di­schen Staa­ten. http://li­bra­ry.fes.de/pdf-files/wi­so/11337.pdf Un-ent­wick­lungs­zie­le und Glo­bal Mar­shall Plan - was wur­de er­reicht? 2015 soll­te das Ziel dar­stel­len, an dem die Welt ein gro­ßes Stück ge­rech­ter, fai­rer und bes­ser ist. Die UN ha­ben da­für im Jahr 2000 acht Mil­le­ni­um De­ve­lop­ment Go­als aus­ge­macht, de­nen sich auch die Glo­bal Mar­shall Plan Ini­ta­ti­ve ver­schrie­ben hat­te. Nun, fünf­zehn Jah­re und acht Mo­na­te spä­ter, ist es an der Zeit, ein Fa­zit zu zie­hen: Was ha­ben die MDGS er­reicht und sind Fol­ge­zie­le nö­tig? Im jüngs­ten News­let­ter be­zie­hen da­zu Mit­glie­der des Netz­werks Stel­lung: F.J. Ra­der­ma­cher, Jo­sef Rieg­ler, Chris­ti­an Berg. www.glo­bal­mar­shall­plan.org/ The Fu­ture of Eu­ro­pe

Ein The­men-spe­cial zur Zu­kunft Eu­ro­pas bie­tet fa­cet­ten­rei­che Ein­sich­ten zu ganz un­ter­schied­li­chen Schwer­punk­ten (u.a. Zu­kunft der Bil­dung, In­di­vi­dua­li­sie­rung Rus­sisch-ukrai­ni­sche Be­zie­hun­gen, Ar­mut, In­no­va­ti­ons­po­li­tik) www.zeit­schrift-zu­kunfts­for­schung.de Cross-in­dus­try In­no­va­tio­nen

Was ha­ben der Milchauf­schäu­mer von Nes­pres­so und Googles in­tel­li­gen­te Kon­takt­lin­se für Dia­be­ti­ker ge­mein­sam? Bei­de ra­di­ka­le Neue­run­gen sind das Er­geb­nis ei­ner Ko­ope­ra­ti­on von In­dus­trie­bran­chen, die bis­her nichts mit­ein­an­der zu tun hat­ten. Wie sol­che In­no­va­tio­nen ent­ste­hen und wel­che Ma­nage­ment­me­tho­den den Er­folg ei­ner bran­chen­über­grei­fen­den Ko­ope­ra­ti­on si­chern, hat Z_­punkt in ei­nem Whi­te Pa­per zu­sam­men­ge­stellt. www.z-punkt.de/... Fu­ture Tools

Mat­thi­as Horx stellt ba­sie­rend auf sei­ner zwan­zig­jäh­ri­gen Er­fah­rung im Be­reich der Zu­kunfts­for­schung auf 256 Sei­ten die Me­tho­den, Dis­zi­pli­nen und Phi­lo­so­phi­en der neu­en Zu­kunfts­for­schung vor. www.zu­kunfts­in­sti­tut.de

GLO­BA­LE INITIA­TI­VEN

Stockholm Fo­rum on Se­cu­ri­ty and De­ve­lop­ment

Ge­mein­sam mit dem schwe­di­schen Au­ßen­mi­nis­te­ri­um or­ga­ni­sier­te das SI­PRI im Mai 2015 zum zwei­ten Mal das Stockholm Fo­rum on Se­cu­ri­ty and De­ve­lop­ment, das sich heu­er dem The­ma „Ei­nen nach­hal­ti­gen Frie­den för­dern“wid­me­te. Über 200 Teil­neh­me­rin­nen aus 25 Län­dern dis­ku­tier­ten in­ter­dis­zi­pli­när Per­spek­ti­ven der glo­ba­len Si­cher­heit. www.si­pri.org/... AKW Sen­dai wie­der in Be­trieb

Zwei Re­ak­to­ren des ja­pa­ni­schen Kern­kraft­werks Sen­dai wur­den wie­der hoch­ge­fah­ren. Das ist der ers­te Neu­start ei­nes der 43 in Ja­pan ver­füg­ba­ren AKWS trotz vie­ler un­ge­lös­ter Si­cher­heits­fra­gen. Der Kern­kraft­ex­per­te Ta­da­hi­ro Katsu­ta, ak­tu­ell an der Prin­ce­ton Uni­ver­si­ty tä­tig, ana­ly­siert die für die Wie­der­in­be­trieb­nah­me ins Tref­fen ge­führ­ten Ar­gu­men­te: Dass Druck­was­ser­re­ak­to­ren wie in Sen­dai si­cher sei­en, ist nicht Stand der Tech­nik. Dass ei­ne Na­tur­ka­ta­stro­phe wie die von Fu­kus­hi­ma kaum wie­der auf­tre­ten wer­de, wi­der­spricht dem Um­stand, dass jähr­lich in Ja­pan et­wa 1500 Erd­be­ben ver­schie­de­ner Stär­ke statt­fin­den.. Und die Zu­sa­ge, kein AKW oh­ne die Zu­stim­mung der lo­ka­len Be­völ­ke­rung wie­der in Be­trieb zu neh­men, wur­de mit al­len mög­li­chen bü­ro­kra­ti­schen Tricks um­gan­gen. Zu­sam­men­ge­fasst wur­de al­so öko­no­mi­schen Über­le­gun­gen der Vor­rang ge­gen­über Si­cher­heits­fra­gen ein­ge­räumt. http://the­bul­le­tin.org/bio/ta­da­hi­ro-katsu­ta World­fu­ture 2015 Con­fe­rence

Im Ju­li 2015 fand die Jah­res­kon­fe­renz der WFS in San Fran­cis­co statt. Ent­spre­chend der Nä­he zum Si­li­con Val­ley wid­me­te sich die Kon­fe­renz heu­er vor­wie­gend der tech­no­lo­gi­schen Zu­kunft, u. a. sind den The­men Ro­bo­tik, 3-Ddruck, Na­no­tech­no­lo­gie u.dgl. Lei­der gibt es noch kei­ne on­li­ne-be­rich­te über die Kon­fe­renz.

2016: 50 Jah­re WFS

Die nächs­te Jah­res­kon­fe­renz (22. bis 24. Ju­li 2016 in Wa­shing­ton, DC) wird im Zei­chen des 50jäh­ri­gen Be­stands­ju­bi­lä­u­mes der WFS ste­hen. www.wfs.org/

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