Io­nen­an­trieb aus Ös­ter­reich für Sa­tel­li­ten

Salzburger Nachrichten - - WIRTSCHAFT - Der Io­nen­an­trieb der Fir­ma En­pul­si­on aus Nie­der­ös­ter­reich.

Als am Frei­tag­vor­mit­tag die in­di­sche Raum­fahrt­or­ga­ni­sa­ti­on ISRO von der Start­ba­sis auf der süd­ost­in­di­schen In­sel Sriharikota ei­ne Ra­ke­te mit meh­re­ren klei­nen Sa­tel­li­ten ins All be­för­der­te, war für Tests auch re­vo­lu­tio­nä­re Tech­nik aus Ös­ter­reich an Bord. Die Fir­ma En­pul­si­on, ge­grün­det 2016 aus der For­schungs­fir­ma der Fach­hoch­schu­le Wie­ner Neu­stadt, ent­wi­ckel­te ei­nen An­trieb, der mit der Ener­gie von Io­nen läuft. En­pul­si­on-Grün­der und Mehr­heits­ei­gen­tü­mer Alex­an­der Reiss­ner (31): „Wir hei­zen das Me­tall In­di­um mit dem So­lar­strom des Sa­tel­li­ten auf, bis es bei 156 Grad flüs­sig wird.“Der Io­nen­strom sorgt für ei­nen Rück­stoß, da­mit der Sa­tel­lit auf die rich­ti­ge Po­si­ti­on ge­bracht wer­den kann. Ei­ne US-Fir­ma setzt als Ers­te auf den En­pul­si­on-An­trieb, der nicht grö­ßer als ein Wür­fel mit zehn Zen­ti­me­tern Sei­ten­län­ge (kl. Bild) ist, aber für rund 10.000 Be­triebs­stun­den reicht. Heu­er will Reiss­ner 200 Trieb­wer­ke um je rund 30.000 Eu­ro er­zeu­gen.

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