Min­dest­si­che­rung: Re­gie­rung will nicht war­ten

Salzburger Nachrichten - - INNENPOLITIK -

Wei­te­rer Dämp­fer für die von Tür­kis-Blau ge­plan­te bun­des­wei­te Re­form der Min­dest­si­che­rung: Der Ver­fas­sungs­ge­richts­hof wird über die Recht­mä­ßig­keit des ober­ös­ter­rei­chi­schen Mo­dells erst im De­zem­ber ent­schei­den. Die Re­gie­rung hat­te auf ei­ne Ent­schei­dung in die­ser Wo­che ge­hofft, die sie aus gu­tem Grund ab­war­ten woll­te: Ih­re Kür­zungs­plä­ne (we­ni­ger für Zu­wan­de­rer und Groß­fa­mi­li­en) ori­en­tie­ren sich an die­ser Re­ge­lung.

Fer­ner teil­te das Höchst­ge­richt am Frei­tag mit, die bur­gen­län­di­sche Min­dest­si­che­rung amts­we­gig zu prü­fen. Ein star­kes In­diz da­für, dass die Re­ge­lung ge­kippt wer­den könn­te – wie mit der nie­der­ös­ter­rei­chi­schen Re­ge­lung, die Vor­bild für die bur­gen­län­di­sche war, be­reits ge­sche­hen (Stich­wor­te: War­te­frist, De­cke­lung).

So­zi­al­mi­nis­te­rin Bea­te Har­tin­ger-Klein (FPÖ) will nicht mehr war­ten und den Ent­wurf ei­nes Grund­satz­ge­set­zes im No­vem­ber in Be­gut­ach­tung schi­cken. Das bin­nen vier Wo­chen zu tun, da­zu for­der­ten am Frei­tag auch die Lan­des­so­zi­al­re­fe­ren­ten die Mi­nis­te­rin auf. Da­vor müs­se es Ge­sprä­che mit den Län­dern ge­ben, so Salz­burgs So­zi­al­lan­des­rat Hein­rich Schellhorn (Grü­ne). Die Woh­nungs­kos­ten sei­en der­art un­ter­schied­lich, dass es fle­xi­ble Höchst­gren­zen brau­che.

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