An­na-Ma­ria Zim­mer­mann

Sie lüf­tet ihr Ge­heim­nis

Stadlpost - - Erste Seite - An­na-Ma­ria Zim­mer­mann

Als ers­te DSDS-Teil­neh­me­rin (2005) ver­such­te An­na-Ma­ria Zim­mer­mann nach der Cas­ting­show im Pop­schla­ger ihr Glück. Mit Hits wie „Der ers­te Kuss“oder „Wer ist die­ser DJ?“ge­lang es der „jun­gen Wil­den“, den deut­schen Schla­ger zu ent­stau­ben und ihn zu­rück in die Dis­ko­the­ken zu brin­gen. Jetzt ist es für sie aber an der Zeit, wie­der et­was Neu­es zu wa­gen. Und die Vor­zei­chen für ihr neu­es Al­bum „him­mel­bLAu“ste­hen gut. Kaum war ihr Song „Dei­ne him­mel­blau­en Au­gen“in Flo­ri­an Sil­be­rei­sens „Schla­ger-Count­down“vor­ge­stellt, kür­te Eu­ro­pas größ­te Ta­ges­zei­tung ihn be­reits zum „ers­ten An­wär­ter für den Bal­ler­mann-Hit des Jah­res 2017“. Die STADLPOST sprach mit der Sän­ge­rin.

Lie­be An­na-Ma­ria, wie groß war dei­ne Vor­freu­de auf den Tag der Ver­öf­fent­li­chung dei­ner neu­en CD „him­mel­bLAu“? wird die GEMA-Ab­ga­be im­mer teu­rer. Die Auf­trags­la­ge an sich ist aber zu­min­dest für mich nicht schlecht – im Ge­gen­teil, denn als neue Auf­tritts­mög­lich­kei­ten ha­ben sich bei­spiels­wei­se Groß­ver­an­stal­tun­gen und Open-AirE­vents er­ge­ben. Die rei­nen Schla­gerDis­ko­the­ken-Auf­trit­te, die gibt es al­ler­dings in der Tat nicht mehr so wirk­lich. STADLPOST: Was macht für dich die Fas­zi­na­ti­on an dem Ti­tel „Tin­te“von Achim Pe­try aus?

AN­NA-MA­RIA: „Tin­te“war un­ser Hoch­zeits­song. Das ha­be ich Achim Pe­try ir­gend­wann ein­mal bei ei­nem Li­ve-Job er­zählt. Die Ge­schich­te fand Achim rüh­rend. Bei ei­nem Fan­tref­fen ha­be ich den Song ei­nes Ta­ges a cap­pel­la ge­sun­gen – da­zu gab es ein Vi­deo, das viel Re­so­nanz er­fuhr. Der Song fühl­te sich an wie „mein“Song. So ka­men Ma­nage­ment und Pro­du­zent auf die Idee, den Song als Du­ett auf­zu­neh­men.

STADLPOST: Und wie­so fin­det sich dann auf dei­nem Al­bum „nur“die So­loVer­si­on von dir?

AN­NA-MA­RIA: Ich sin­ge „Tin­te“im­mer ger­ne und ha­be ja lei­der Achim nicht im­mer mit da­bei. Sin­ge ich mit Achim, sin­ge ich die 2. Stim­me – die Neu­auf­nah­me ist in der für mich güns­tigs­ten Tonart für die ers­te Stim­me ge­hal­ten, so­dass ich den Song – von der Stimm­la­ge her – be­quem auch so­lo bei Auf­trit­ten sin­gen kann, was bei 180 Auf­trit­ten im Jahr sinn­voll ist.

STADLPOST: Die­ses Jahr ist dein 10-jäh­ri­ges Ton­trä­ger­ju­bi­lä­um. Wir gra­tu­lie­ren dir herz­lich. Wie fei­erst du die­sen An­lass?

AN­NA-MA­RIA: Da wä­re ich gar nicht sel­ber dar­auf ge­kom­men. Was ich al­les die­ses Jahr ha­be – 10 Jah­re mit mei­nem Mann zu­sam­men, 10-jäh­ri­ges Ton­trä­ger­ju­bi­lä­um … da habt ihr mich auf ei­ne gu­te Idee ge­braucht. Dar­über wer­de ich nach­den­ken.

STADLPOST: Der Na­me dei­nes Al­bums ist „him­mel­bLAu“– „LA“in Groß­buch­sta­ben, weil du An­fang des Jah­res in Los Angeles warst. Dort ist auch das Vi­deo ent­stan­den. In­wie­weit hat die Stadt der En­gel dich in­spi­riert? Gibt es Lie­der auf dem Al­bum, die be­son­ders von die­sem Auf­ent­halt ge­prägt sind?

AN­NA-MA­RIA: Kon­kre­te Lie­der zum The­ma L. A. gibt es nicht – die Idee, das Kür­zel „L. A.“mit in die Na­mens­ge­bung ein­zu­bin­den, kam zu­stan­de, weil mir auch das Book­let sehr wich­tig ist, um das Al­bum wer­tig zu gestal­ten – und dar­in auch gu­te Fo­tos ent­hal­ten sein sol­len, wo­bei das Shoo­ting im März statt­fand. Wir such­ten ei­ne schö­ne Lo­ca­ti­on, die schon im März Som­mer­stim­mung ver­mit­telt. Jan Me­wes, der u. a. auch über Sieg­fried und Roy Kon­tak­te nach L. A. hat, schlug Los Angeles vor, weil nir­gend­wo das Blau des Him­mels schö­ner ist als in L. A. STADLPOST: Ne­ben dei­nem mu­si­ka­li­schen wur­de dir auch ein künst­le­ri­sches Ta­lent in die Wie­ge ge­legt. Un­ter dem Na­men „See­len­glück“gibt es ei­ni­ge dei­ner Wer­ke zu se­hen. Hast du (ähn­lich wie Udo Lin­den­berg) vor, dei­ne Kunst­wer­ke ir­gend­wann ein­mal aus­zu­stel­len? Oder ist das eher „Hob­by“?

AN­NA-MA­RIA: Ich ma­che der­zeit ein Kunst­stu­di­um – nicht aber, um da­mit Geld zu ver­die­nen. Das Ma­len ist ei­ne gro­ße Lei­den­schaft von mir. Ich ma­le seit vie­len Jah­ren und ha­be fest­ge­stellt, dass ich da et­was auf der Stel­le tre­te. Was ich kann, ha­be ich schon 100-mal ge­macht. Was ich aber kön­nen WILL, kann ich nicht – ich stell­te fest, dass ich da­her ei­ne Hil­fe da­zu brauch­te. Ich ha­be schon vie­le An­fra­gen be­kom­men, ob ich mei­ne Kunst­wer­ke aus­stel­len möch­te. Mo­men­tan bin ich noch in der Pha­se, al­les aus­zu­pro­bie­ren – auch ver­schie­de­ne Tech­ni­ken. Da ich noch nicht (wie Udo Lin­den­berg) mei­nen ei­ge­nen Stil ge­fun­den ha­be, möch­te ich die Kunst erst mal als rei­nes Hob­by be­trei­ben. STADLPOST: Vie­len herz­li­chen Dank für das Ge­spräch!

CD-TIPP!

Auf An­na-Ma­ria kön­nen sich al­le ei­ni­gen – Fans des Pop- und Par­ty­schla­gers ge­nau­so wie Lieb­ha­ber gro­ßer Bal­la­den. Ein­ge­fasst wer­den die Al­bum­tracks na­tür­lich durch den neu­en Su­per­hit „Him­mel­blaue Au­gen“.

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.