.........EHR­LI­CHE JUNGS

TRUCK STOP

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Ge­wiss, TRUCK STOP zählt zu den dienst­äl­tes­ten Coun­try & Wes­ternBands Eu­ro­pas. Den­noch steht der Na­me TRUCK STOP als Syn­onym für „neue deut­sche Läs­sig­keit“. Ge­treu dem Mot­to „Der Mensch wächst mit sei­nen Auf­ga­ben“hat sich die For­ma­ti­on nicht nur per­so­nell ver­jüngt. Von den Ori­gi­na­len ist nur noch Ted­dy Ibing (Schlag­zeug und Ge­sang) üb­rig ge­blie­ben. Uwe Lost (Bass, Ge­sang, Ak­kor­de­on, Gi­tar­re, Schlag­zeug) und Knut Be­wers­dorff (Pe­dal-Steel-Gui­tar, Ge­sang, Gi­tar­re) sind al­ler­dings auch schon seit 1978 bzw. 1983 mit da­bei, Andre­as Cicek (Le­ad­ge­sang, Gi­tar­re, Bass, Mund­har­mo­ni­ka), ein ab­so­lu­ter Glücks­fall für die Band, kam 2012 hin­zu und Chris Kauf­mann (Le­ad­gi­tar­re) so­wie Tim Ree­se (Gei­ge) mi­schen seit 2014 mit.

Nach dem Er­folgs-Al­bum „Män­ner sind so“von 2015 hat die Fan­ge­mein­de sehn­süch­tig auf das neue Werk von TRUCK STOP ge­war­tet.

So muss­te die Band den schwie­ri­gen Spa­gat zwi­schen den „al­ten“und den zahl­rei­cher wer­den­den „neu­en“Fans be­wäl­ti­gen (ein Pro­zess, der die Band viel Kraft kos­te­te), was mit Bra­vour ge­lun­gen ist. Der bes­te Be­leg hier­für ist, dass TRUCK STOP mit „Män­ner sind so“(2015) und „Ma­de In Ger­ma­ny“(2017) das zweit- und dritt­höchst­no­tier­te Al­bum in der 44-jäh­ri­gen Band-Ge­schich­te in den Of­fi­zi­el­len Deut­schen Al­bum

Charts ge­lun­gen ist. Ins­ge­samt kann TRUCK STOP auf 19 Chart-Al­ben, 22 wei­te­re Stu­dio-CDs und 16 Kom­pi­la­tio­nen zu­rück­bli­cken. Zur Ein­stim­mung auf das 45-jäh­ri­ge Band­ju­bi­lä­um in 2018 wird vor­aus­sicht­lich im Ok­to­ber 2017 ei­ne „Lu­xus­box mit al­len bis­lang er­schie­ne­nen TRUCK STOP-Al­ben er­schei­nen.

Die neu­en Ti­tel von TRUCK STOP kom­men oh­ne ame­ri­ka­ni­sche Kli­schees aus, statt­des­sen prä­sen­tiert die Band Ge­schich­ten aus dem All­tag und spie­gelt den Zeit­geist wi­der („Ma­ma macht Kar­rie­re“). Das Al­bum „Ma­de In Ger­ma­ny“ist nicht nur mu­si­ka­lisch bes­te deut­sche Wert­ar­beit, auch die Tex­te kom­men mit ei­nem un­ge­mei­nen Wort­witz („Ich guck das Spiel, Schatz“, „Ein Hund oh­ne rich­ti­gen Na­men“, „Wä­re, wür­de, hät­te“, „Nach­barn“, ...). Na­tür­lich gibt es auch neue „Frau­en­songs“. Was vor gut 40 Jah­ren mit dem Ti­tel „Die Frau mit dem Gurt“be­gann, fin­det in Songs wie „Wenn du je­mand suchst“, „Oh­ne Frau­en wie dich“oder „Letz­ter Halt“sei­ne Fort­set­zung.

Die Fran­sen-Ja­cken blei­ben im Schrank, das „Bun­te“ist ei­nem schlich­te­ren Klei­dungs­stil ge­wi­chen. Dass vie­le Rund­funk­re­dak­teu­re den Ti­tel­song „Ma­de In Ger­ma­ny“boy­kot­tie­ren (die­ser Be­griff sei in der heu­ti­gen Zeit an­geb­lich „Ein Po­li­ti­kum“), sorgt bei TRUCK STOP nur für ein ver­ständ­nis­lo­ses Kopf­schüt­teln. „Ma­de In Ger­ma­ny“ist nicht we­ni­ger und mehr als ein­fach nur „ei­ne Lie­bes­er­klä­rung an Ham­burg und die El­be“, au­ßer­dem ver­steht sich das Stück als ei­ne Ode an die Freund­schaft und dass man ein schö­nes Zu­hau­se zu schät­zen weiß. Mit ih­rer neu­en CD ,Ma­de In Ger­ma­ny‘ ha­ben „Die Cow­boys von der Wa­ter­kant“ei­nen Ver­trag mit der Zu­kunft ab­ge­schlos­sen.

CD-TIPP!

„Ma­de in Ger­ma­ny“: 14 neue Songs von den Coun­try­Le­gen­den aus Deutsch­lands Nor­den – von emo­tio­na­len Bal­la­den bis ro­ckig, von frech bis nach­denk­lich.

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