„ICH BE­TE JE­DEN TAG“OS­WALD SATT­LER

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STADLPOST: Du bist in ei­ner kin­der­rei­chen Fa­mi­lie auf ei­nem Berg­bau­ern­hof in Süd­ti­rol groß ge­wor­den? Hat dich das mu­si­ka­lisch ge­prägt? OS­WALD: Si­cher­lich, ich kann mich dar­an er­in­nern, dass bei uns sehr viel ge­sun­gen und mu­si­ziert wur­de, un­se­re Mut­ter hat Ak­kor­de­on und Gi­tar­re ge­spielt und der Va­ter hat­te ei­ne schö­ne Bass­stim­me.

STADLPOST: Mit wel­chen Ge­füh­len er­in­nerst du dich an die ge­mein­sa­me Zeit mit den Ka­s­tel­ru­ther Spat­zen? OS­WALD: Es war ei­ne sehr schö­ne Zeit, es war ja mei­ne Ju­gend­zeit, vol­ler Be­geis­te­rung tra­fen wir uns zum Üben und spä­ter zu den ers­ten Auf­trit­ten bei Hoch­zei­ten so­wie bei Freun­den. Auf­grund der An­fangs­er­fol­ge wur­de die Nach­fra­ge im­mer grö­ßer und wir durf­ten im­mer mehr Auf­trit­te spie­len.

STADLPOST: Du hast sehr vie­le Prei­se und Eh­run­gen er­hal­ten. Über wel­che Aus­zeich­nung freust du dich bis heu­te am meis­ten?

OS­WALD: Ei­ne End­schei­dung ist da schwer zu tref­fen, aber der Er­folg mit Jant­je Smit „Ich zeig dir die Ber­ge“im Jahr 2000 war si­cher­lich der für mich be­we­gends­te Sieg.

STADLPOST: Heu­te ist Jan Smit mit KLUBBB3 er­folg­reich un­ter­wegs. Wie ist es zu die­ser Zu­sam­men­ar­beit ge­kom­men und hast du mit ihm heu­te noch Kon­takt?

OS­WALD: Wir ha­ben uns bei ver­schie­de­nen TV-Wett­be­wer­ben ge­trof­fen und so ent­stan­den auch ein freund­schaft­li­cher Kon­takt und spä­ter die zwei er­folg­rei­chen Du­ett-Ti­tel

„Ich zeig dir die Ber­ge“und „Wenn der Traum von Lie­be er­wacht“. Da es lei­der die meis­ten TV-Sen­dun­gen, die volks­tüm­li­chen Schla­ger prä­sen­tie­ren, nicht mehr gibt, ist der Kon­takt auch sehr rar ge­wor­den. STADLPOST: Du bist vor al­lem für dei­ne spi­ri­tu­el­len Lie­der be­kannt ge­wor­den. Glaubst du an Gott? OS­WALD: Ich bin si­cher­lich nicht gläu­bi­ger als an­de­re Men­schen, ich glau­be an Gott, an die Schöp­fung und dass wir durch Nächs­ten­lie­be, De­mut, Re­spekt vor Na­tur und Mensch dem Wil­len Got­tes nä­her sind und uns das Le­ben so­mit ver­schö­nern so­wie le­bens­wer­ter ma­chen.

STADLPOST: Be­test du täg­lich? OS­WALD: Wir be­ten nicht mehr so viel, wie in mei­ner Kin­der­zeit, aber ein Tisch­ge­bet zu je­der Mahl­zeit wird auch heu­te noch prak­ti­ziert. Ob man als gläu­bi­ger Mensch zur hei­li­gen Mes­se geht, ist die per­sön­li­che Ent­schei­dung ei­nes je­den Ein­zel­nen.

STADLPOST: Vie­le Men­schen schöp­fen aus dei­nen Lie­dern Hoff­nung. Was gibt dir Halt im Le­ben?

OS­WALD: Ein gu­tes Wort so­wie be­sinn­li­che Tex­te, es sind die klei­nen Din­ge im täg­li­chen Le­ben, die uns reich be­schen­ken kön­nen. Wie das Le­ben des hei­li­gen Fran­zis­kus, der in De­mut vor der Schöp­fung und Mensch­heit leb­te. STADLPOST: Bist du der Mei­nung, dass die Men­schen heu­te wie­der stär­ker auf der Su­che nach Gott sind? OS­WALD: Die Mensch­heit hat zu je­der Zeit Fra­gen ge­stellt über Gott, die Macht des Gel­des hat manch­mal die Mensch­heit ge­blen­det und so­mit den Weg ver­dun­kelt und das Ziel ver­ne­belt. Das Gu­te im Men­schen muss je­den Tag aufs Neue ge­pflegt wer­den.

STADLPOST: Im Herbst wird ein neu­es Al­bum er­schei­nen und es sind wie­der Kon­zer­te ge­plant. Was kannst du uns dar­über er­zäh­len?

OS­WALD: Ich freue mich schon auf die Herbst-Kon­zer­te, ha­be in der Som­mer­pau­se neue Tex­te ge­sam­melt und Lie­der ein­ge­sun­gen. Die neue CD heißt „Fest­li­che Lie­der“. Ich ver­su­che klei­ne Den­k­an­re­gun­gen zu ge­ben, wie wir das Le­ben zum Po­si­ti­ven lei­ten kön­nen.

STADLPOST: In ei­ner Kir­che dei­ne Mu­sik zu hö­ren ist für al­le Be­su­cher ein be­son­de­res Er­leb­nis … OS­WALD: Was ich ma­che, was ich sin­ge, ist nur ein klei­ner Bei­trag, den ich leis­ten kann, um den Men­schen ei­ne Al­ter­na­ti­ve zum All­tags­stress an­zu­bie­ten.

Jan Smit, Ca­ro­lin Rei­ber und Os­wald Satt­ler in der Sen­dung

„Volks­tüm­li­che Hit­pa­ra­de“

Die bei­den Aus­stei­ger

bei den Spat­zen: Andre­as Ful­te­rer (†) und Os­wald Satt­ler

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