Sie kämp­fen und sie­gen fur ih­re Fans

Bei­de Künst­ler wur­den ziem­lich un­s­anft aus ih­ren Shows ge­wor­fen. Jetzt star­ten die zwei ein tol­les Come­back

Stadlpost - - Stadlgeflüster -

Ma­jes­tä­tisch er­he­ben sich Gim­pel, Ro­te Flüh, Schartschro­fen und Läu­fer­spit­ze in der auf­ge­hen­den Mor­gen­son­ne. Vo­gel­ge­zwit­scher und Bie­nen­sum­men. Ein Tag in ei­nem der schöns­ten Tä­ler der Al­pen­welt ist ge­nau das Rich­ti­ge für Han­si Hin­ter­se­er. Hier ist er in sei­nem Ele­ment. Es wür­de nie­man­den ver­wun­dern, wenn der 63­Jäh­ri­ge jetzt gleich sein Lied „Ich lieb die Schön­heit mei­ner Ber­ge“an­stim­men wür­de. Er hät­te al­len Grund da­zu, denn er darf da ar­bei­ten, wo an­de­re Ur­laub ma­chen: als Mo­de­ra­tor, Sän­ger und Gast­ge­ber von Stars wie Si­grid & Ma­ri­na und auch An­dy Borg. Am 11. No­vem­ber wird sich der Sen­der ORF 2 auf gu­te Ein­schalt­quo­ten freu­en kön­nen, denn dann prä­sen­tiert Han­si Hin­ter­se­er zur bes­ten Sen­de­zeit um 20.15 Uhr sein neu­es For­mat „Han­si Hin­ter­se­er im ma­le­ri­schen Tann­hei­mer Tal“(auch aus­ge­strahlt auf HR, MDR, BR). Der Sän­ger bringt den Zu­schau­ern Land und Leu­te, Brauch­tum und na­tür­lich auch je­de Men­ge Mu­sik nä­her. Er hat nie ei­nen Hehl dar­aus ge­macht, wie sehr ihn das Aus beim „Mu­si­kan­ten­stadl“ge­trof­fen hat. An­dy Borg war da­bei durch­aus ei­ne ge­wis­se Bit­ter­keit an­zu­mer­ken. Bis heu­te steht die Fra­ge nach dem Wie­so hart im Raum: Die Ra­di­kal­kur be­züg­lich der Show­An­mu­tung war nur schwer nach­voll­zieh­bar. Jetzt freut sich der 56­Jäh­ri­ge um­so mehr dar­über, dass er beim Sen­der ATV mit der Show „Beim An­dy“wie­der als Mo­de­ra­tor zu­rück­keh­ren kann. Ein gro­ßer Sieg für den Wie­ner! Lang­wei­lig war es ihm ja auch oh­ne den Stadl nicht – Tour­ne­en, neue CDs und vie­le Auf­trit­te bei Un­ter­hal­tungs-Sen­dun­gen las­sen ihn bis heu­te pau­sen­los un­ter­wegs sein. Und doch ist es ein gu­tes Ge­fühl, wie­der ein ei­ge­nes For­mat mo­de­rie­ren zu kön­nen. „Die

Show­Büh­ne ist ein­fach mein Ding.

Ich bin schon ei­ne klei­ne Ram­pen­sau“, ge­steht An­dy im In­ter­view mit der STADLPOST. „Mei­ne Kol­le­gen wis­sen: Ich bin bei mei­nen Auf­trit­ten im­mer für ei­ne Über­ra­schung gut!“Was er­war­tet die Zu­schau­er denn ge­nau „Beim An­dy“? „Plau­de­rei­en in ent­spann­ter At­mo­sphä­re. Ich konn­te ja bei der Aus­wahl der Gäs­te auf mei­ne gro­ße Mu­sik­Fa­mi­lie zu­rück­grei­fen“, er­klärt der Sän­ger. An­dy ge­fällt es rich­tig gut, so ein schö­nes, klei­nes Pro­jekt zu mo­de­rie­ren. „Das kommt mir ein­fach

„Bei mir geht es sehr ge­müt­lich zu“

mehr ent­ge­gen. Es gibt die gro­ßen Show­Sen­dun­gen, wie et­wa die vom Flo­ri­an. Das ist su­per für die jun­gen Leu­te und ich tre­te dort auch gern auf. Aber bei mir darf’s da­für ein bis­serl fa­mi­liä­rer zu­ge­hen“, sagt er.

In 35 Jah­ren hat er vie­le Ve­rän­de­run­gen in der Bran­che er­lebt. „Frü­her, da plät­scher­te in der Ku­lis­se ein Bäch­lein, al­les war in Pa­s­tell ge­hal­ten und plü­schig. Das kannst du heu­te nicht mehr brin­gen, da geht halt mehr die Post ab.“Doch lau­tes Feu­er­werk und an­de­ren Bom­bast braucht’s „Beim An­dy“nicht. Sei­ne Gäs­te sind ab­so­lu­te Lieb­lin­ge der Volks­mu­sik­Fans: Die Stoakog­ler, die jun­gen Zil­ler­ta­ler und auch Patrick Lind­ner ge­ben sich die Eh­re. Freu­en wir uns al­le auf ei­nen gut auf­ge­leg­ten An­dy Borg am 12. No­vem­ber um 20.15 Uhr auf ATV! Er singt auch Ti­tel aus sei­nem neu­en Al­bum „für mich ist Glück …“Ei­ne Show, die für den Su­per­star zur Initi­al­zün­dung ei­ner TV­Rück­kehr wer­den könn­te.

Es ist vier Jah­re her, dass sich sein Haus­Sen­der ARD in Deutsch­land ge­ gen wei­te­re For­ma­te mit ihm ent­schied. Kei­ne Fil­me mehr, kei­ne Shows. Ei­ne un­schö­ne Vor­ge­hens­wei­se ge­gen­über ei­nem Künst­ler, der über Jah­re mit fast je­dem For­mat – ob Film oder Un­ter­hal­tungs­show – gi­gan­ti­sche Quo­ten ein­hol­te. Zum Glück ließ sich das Ti­ro­ler Mul­ti­ta­lent da­von nicht un­ter­krie­gen. Sei­ne Tour­ne­en und Al­ben wa­ren wei­ter­hin sehr er­folg­reich. Eben­so wie Wie­der­ho­lun­gen sei­ner

Sen­dun­gen im Fern­se­hen. Dass der Sän­ger und Schau­spie­ler jetzt wie­der ins Haupt­abend­pro­gramm zu­rück­kehrt, darf ähn­lich wie bei sei­nem Kol­le­gen An­dy Borg durch­aus als Tri­umph der bei­den über ih­re Kri­ti­ker ver­stan­den wer­den. Vie­le hof­fen jetzt, dass Han­sis Sen­dung über das Tann­hei­mer Tal zum Weck­ruf wird. Das In­ter­es­se an Schla­ger, Volks­mu­sik und volks­tüm­li­chem Schla­ger hat beim Pu­bli­kum schließ­lich nie nach­ge­las­sen. Gä­be es kei­ne Spar­ten­sen­der wie Me­lo­dieTV oder auch den MDR – es wä­re noch trau­ri­ger um die Mu­sik be­stellt, die Mil­lio­nen Men­schen lei­den­schaft­lich ger­ne hö­ren. An­dy und Han­si ha­ben sich trotz ei­ni­ger Nie­der­la­gen von ih­rer Pas­si­on nie ab­brin­gen las­sen – und ih­ren Fans auch wei­ter­hin ge­ge­ben, was die sich wünsch­ten. Und zwar so lan­ge und aus­dau­ernd, bis der Wi­der­stand zu brö­ckeln be­gann. Ein tol­ler Sieg, der hof­fent­lich zu ei­nem Um­den­ken bei den Fern­seh­Ma­chern führt. Han­si und An­dy, wir dan­ken euch!

Nach dem Aus des „Mu­si­kan­ten­stadls“ist An­dy gern ge­se­he­ner Gast in an­de­ren Mu­sik-Sen­dun­gen

In ge­müt­li­cher At­mo­sphä­re fei­er­ten An­dys Gäs­te ein fröh­li­ches Fest der Volks­mu­sik

Am 12. No­vem­ber be­grüßt der Mo­de­ra­tor auf ATV vie­le Freun­de. So­gar die „Stoakog­ler“kehr­ten für sei­ne Show „Beim An­dy“aus dem Ru­he­stand auf die Büh­ne zu­rück

UN­SER AN­DY …

Han­si und An­dy ken­nen sich aus vie­len

Volks­mu­sik-Shows Han­si trifft „Die Ho­ame­li­gen“im Tann­hei­mer Tal. Im­mer an sei­ner Sei­te: Ber­ner Sen­nen­hund Us­tin, ein Nach­kom­me sei­nes ers­ten vier­bei­ni­gen TV-Part­ners Quin­cy Mit DJ Öt­zi sprach der Sän­ger über die Be­deu­tung

von Hei­mat

Na­tu­ridyl­le vom Feins­ten. Han­si ge­noss die Dreh­ar­bei­ten für sei­ne

neue Sen­dung

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