DIE NUM­MER EINS!

CHRIS­TI­AN AN­DERS

Stadlpost - - Stadl Inhalt -

Vie­le sei­ner Weg­ge­fähr­ten sind nicht mehr. Grund ge­nug für den Sän­ger, auch über sei­ne ei­ge­ne mu­si­ka­li­sche Zu­kunft nach­zu­den­ken … STADLPOST: Lie­ber Herr An­ders, es läuft ja mu­si­ka­lisch nach wie vor rich­tig gut für Sie, oder …?

CHRIS­TI­AN AN­DERS: Das kann man so sa­gen. Es läuft so­gar bes­tens. Mit dem Lied „Das schwar­ze Hemd“ste­he ich der­zeit auf Num­mer eins der ös­ter­rei­chi­schen Dis­ko­the­ken­Charts. Im Som­mer hab ich beim Ham­bur­ger Schla­ger­mo­ve vor über 400.000 Men­schen ge­sun­gen und erst kürz­lich an der ra­dio B2 Schla­gerPar­ty XXL teil­ge­nom­men. Ein Rie­sen­spaß!

STADLPOST: 400.000 Leu­te!

Schla­ger ist wirk­lich ein Mas­sen­phä­no­men!

CHRIS­TI­AN AN­DERS: Das war kurz nach die­sen Kra­wal­len zum G20­Gip­fel. Der Mo­ve hat ge­zeigt, dass es durch­aus mög­lich ist, dass so vie­le Men­schen auf ein­mal ganz har­mo­nisch mit­ein­an­der fei­ern kön­nen. Ich wür­de sa­gen: Je­der Schla­ger ist wie ei­ne Bot­schaft des Frie­dens. Bei Rock­kon­zer­ten geht es da be­stimmt eher mal rus­ti­ka­ler zu.

STADLPOST: Und das al­les, ob­wohl Sie von den Me­di­en ja nicht ge­ra­de wahn­sin­nig un­ter­stützt wer­den? CHRIS­TI­AN AN­DERS: Da­mit musst du eben rech­nen, wenn du dei­ne Mei­nung of­fen sa­gen willst und auch mal kri­ti­sche Wor­te ris­kierst. Egal, ob sich das auf Po­li­ti­ker wie Frau Mer­kel oder Kol­le­gen be­zieht. Ich nen­ne die­ses Phä­no­men der künst­le­ri­schen Aus­gren­zung auch ger­ne „das ver­ne­bel­te Schmier­geld­Fern­se­hen“(lacht).

STADLPOST: Die Fans las­sen sich aber da­von nicht be­ir­ren?

CHRIS­TI­AN AN­DERS: Es gibt ein­fach ei­ne rie­si­ge Schla­ger­Fan­ge­mein­de, die sich nicht von ir­gend­wel­chen Ent­schei­dern an obe­rer Stel­le ver­äp­peln lässt. Ich sa­ge im­mer: „Du kannst dem Pu­bli­kum nichts auf­zwin­gen.“Und ich ha­be das Glück, dass ich im­mer Num­mer­eins­Hits ab­lie­fe­re. STADLPOST: Und wie war das in den gol­de­nen Schla­ger­zei­ten der 70er? CHRIS­TI­AN AN­DERS: Da hat­te ich ein Lied, das nie­mand ha­ben woll­te. 1969 wur­de es dann doch ver­öf­fent­licht. Es war „Geh nicht vor­bei“und hat mich da­mals über Nacht zum Mil­lio­när ge­macht!

STADLPOST: Über Ih­ren Um­gang mit Geld gibt es ja le­gen­dä­re Ge­schich­ten. CHRIS­TI­AN AN­DERS: Ein­mal ha­be ich ei­nen Kof­fer mit ei­ner Mil­li­on in ei­nem Ta­xi ver­ges­sen. Dieter Thomas Heck saß mit im Wa­gen und fiel aus al­len Wol­ken, weil ich mich dar­über nicht auf­reg­te.

Wir sind dann zu­rück­geh­fah­ren, um den Kof­fer zu su­chen. Er war noch da! STADLPOST: Sie bas­teln ge­ra­de wie­der an ei­nem neu­en Al­bum?

CHRIS­TI­AN AN­DERS: Ja, das kommt et­wa in ei­nem Mo­nat. Ich bin 72 und will ja nicht ewig sin­gen. Des­halb ha­be ich mir über­legt, ir­gend­wann auch ei­ne Ab­schied­sCD­Box für die Fans zu ma­chen.

An­ge­kom­men: 2006 hei­ra­te­te Chris­ti­an sei­ne Birgit. Sie be­treut auch sein Ma­nage­ment

An­ders im Kreis sei­ner Schla­gerKol­le­gen

Dieter Thomas Heck, Jür­gen Mar­cus und Hei­no

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.