TRAU­RI­GER ENT­SCHLUSS

TRIO AL­PIN

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Seit über drei Jahr­zehn­ten sind sie in Sa­chen Mu­sik un­ter­wegs. Fast je­des Wo­che­n­en­de ste­hen sie auf der Büh­ne, ha­ben da­bei schon et­wa ei­ne Mil­li­on Ki­lo­me­ter im Au­to run­ter­ge­ris­sen. Markus Kröll (49), Jo­sef Sch­wei­be­rer (53) und Wal­ter Platz­gum­mer (52) sind als „Trio Al­pin“ei­ne fes­te Grö­ße in der volks­tüm­li­chen Un­ter­hal­tung. Mar­ken­zei­chen ist ihr Zil­ler­ta­ler Stim­mungs­sound mit Gei­ge, Bo­ari­scher, Jod­lern und virtuos ge­spiel­ter Stei­ri­scher. Ex­klu­siv in der STADLPOST ver­riet uns jetzt Band­mit­glied Markus, dass es lei­der bald ein En­de hat mit der mu­si­ka­li­schen Po­wer aus Ti­rol! Die Grün­de sind sehr un­ter­schied­lich. Zum ei­nen wol­len die Jungs, die un­ter der Wo­che ganz nor­ma­len bür­ger­li­chen Be­ru­fen nach­ge­hen, mehr Zeit für ihr Pri­vat­le­ben und ih­re Hob­bys ha­ben. Markus et­wa ab­sol­vier­te ei­ne Aus­bil­dung zum staat­lich zer­ti­fi­zier­ten Sau­na­meis­ter – und möch­te end­lich mehr mit sei­ner lang­jäh­ri­gen Freun­din un­ter­neh­men kön­nen.

Doch es gibt auch noch an­de­re Aus­lö­ser für ih­re Ent­schei­dung, En­de 2018 als „Trio Al­pin“auf­zu­hö­ren. Und der macht lei­der nicht nur den drei­en zu schaf­fen: „Es feh­len ein­fach die me­dia­len Platt­for­men, un­se­re Mu­sik prä­sen­tie­ren zu kön­nen“, er­klärt uns Markus. „Es gibt kaum noch Fern­seh­For­ma­te. Auch vie­le Dorf­fes­te und Events brechen weg, da es im­mer mehr be­hörd­li­che Auf­la­gen für die Or­ga­ni­sa­to­ren gibt.“Über 300 TV-Auf­trit­te hat­te das „Trio Al­pin“bis jetzt, dar­un­ter al­lein meh­re­re beim „Mu­si­kan­ten­stadl“. Doch das ist al­les Ver­gan­gen­heit. Auch im Ra­dio wer­den ih­re Lie­der nur noch ver­ein­zelt ge­spielt. Das trau­ri­ge Fa­zit des Künst­lers: „Die bes­te Zeit der volks­tüm­li­chen Mu­sik ist lei­der vor­bei. Es wa­ren wun­der­ba­re Jah­re und wir ver­ste­hen uns bis heu­te sehr gut.“

Noch wis­sen die Zil­ler­ta­ler nicht, in wel­cher Form sie sich von ih­ren Fans ver­ab­schie­den. Viel­leicht mit ei­nem gro­ßen Fest oder ei­nem Ab­schieds­Al­bum. Aber so ganz kön­nen Voll­blut­Mu­si­ker wie sie be­stimmt nicht auf­hö­ren. „Ich den­ke schon, dass ich die­ses Le­ben oh­ne den Auf­tritts-Stress erst­mal ge­nie­ßen wer­de“, sagt Markus. Aber ein Le­ben oh­ne sei­ne Stei­ri­sche – das schafft er ga­ran­tiert nicht! Wol­len wir wet­ten?

Re­kord: Jo­sef Sch­wei­be­rer, Markus Kröll und Wal­ter Platz­gum­mer (v. l.) spie­len seit ih­rer Grün­dung im Jahr 1986 in der­sel­ben Be­set­zung

2018 hö­ren sie auf!

TRIO AL­PIN

Markus Kröll ar­bei­tet als Un­ter­of­fi­zier beim Kom­man­do „Ge­birgs­kampf“in Ab­sam

Wal­ter Platz­gum­mer be­treibt die „Jau­sen­sta­ti­on Al­pen­ro­se” auf dem Fel­len­berg bei Mayrhofen

Jo­sef Sch­wei­be­rer ist als Ku­rier­fah­rer bei ei­ner Zil­ler­ta­ler Ker­zenMa­nu­fak­tur an­ge­stellt und sehr viel un­ter­wegs

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