KREITERHEX’

DIE MA­GI­SCHE ZIRBE

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Bei mei­nen vie­len Kräu­ter­ex­kur­sio­nen an der Wald­gren­ze spielt für mich die Zirbe im­mer ei­ne zen­tra­le Rol­le. Sie ist für mich Sinn­bild für die Kraft der Na­tur, die ich den Men­schen ver­mit­teln möch­te, und steht für Ver­wur­ze­lung, Stand­haf­tig­keit und Aus­dau­er. Da kann es dann schon mal pas­sie­ren, dass ich bei mei­nen Aus­füh­run­gen vor lau­ter Be­geis­te­rung über die Zirbe ins Schwär­men ge­ra­te. Die­se tie­fe Ver­bun­den­heit mit die­sem Baum gibt mir in all mei­nen Le­bens­la­gen die rich­ti­gen Ein­ga­ben.

Ich schaue zur Zirbe und se­he:

Na­hen Blitz und Don­ner – die Zirbe lässt sich da­durch nicht un­ter­krie­gen.

Droht ihr durch Mu­ren­ab­gän­ge der Bo­den un­ter den Fü­ßen zu ent­glei­ten – die Zirbe ist tief ver­wur­zelt und bleibt stand­haft.

Wird sie durch Schnee­mas­sen und La­wi­nen­ab­gän­ge er­drückt und fehlt ihr die Luft zum At­men – die Zirbe macht sich frei und steht wie­der auf.

Die Zirbe kennt kei­ne Hast, die­ser Baum nimmt sich für al­les, was er macht, enorm viel Zeit. Na­tür­lich auch für das Wach­sen. Das Haupt­vor­kom­men der Zirbe liegt in den Al­pen, den Kar­pa­ten und in den Trans­sil­va­ni­schen Ber­gen. Sie ist ein Baum des Hoch­ge­bir­ges, man fin­det sie an der Wald­gren­ze, die­ser Be­reich wird auch als Kampf­zo­ne be­zeich­net. Die Be­deu­tung der Zirbe für un­se­re al­pi­nen Ge­birgs­wäl­der ist nicht zu un­ter­schät­zen, da ein ge­sun­der Zir­bel­wald vor La­wi­nen und Mu­ren­ab­gän­gen schützt wie kaum et­was an­de­res.

An stark ex­po­nier­ten Hoch­ge­birgs­la­gen bil­det die

Zirbe oft knor­ri­ge und bi­zar­re

For­men aus

Der ro­te Zap­fen­saft ver­leiht dem Zir­ben­schnaps die in­ten­si­ve Far­be

Ein Zap­fen ent­hält bis zu 90 Zir­bel­nüss­chen

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