WOASST ES NOCH?

HEI­DI BRÜHL

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Sie war der In­be­griff des „Fräu­lein­wun­ders“: 1942 hin­ein­ge­bo­ren in die Wir­ren des Zwei­ten Welt­krie­ges, präg­te Hei­de Rosemarie Brühl wie kaum ei­ne an­de­re die Zeit des Neu­be­ginns. 1957 star­te­te Hei­di Brühl mit der le­gen­dä­ren „Im­men­hof“­Rei­he ih­re Film­kar­rie­re, die aus der da­mals Drei­zehn­jäh­ri­gen schon bald ei­nen Kin­der­star mach­te. In ih­rem Buch „Ei­ne küh­le Blon­de, bit­te“(1976) er­in­ner­te sich die Schau­spie­le­rin an die Dreh­ar­bei­ten als die schöns­te Zeit ih­res Le­bens: „Die acht Wo­chen gin­gen viel zu schnell vor­bei. Ein­zi­ger Trost: Die Film­ge­sell­schaft plan­te, im nächs­ten Jahr ei­nen zwei­ten „Im­men­

Die 70er-Jah­re: Mit Be­la Er­ny in der ZDFUn­ter­hal­tungs-Show

„Mu­sik ist Trumpf“ hof“­Strei­fen zu dre­hen. Schon jetzt freu­te ich mich dar­auf, mei­ne Freun­de wie­der­zu­se­hen.“Das ke­cke Mäd­chen wur­de zum Idol Mil­lio­nen weib­li­cher Te­enager, die ihr op­tisch nach­ei­fer­ten. Und die Reit­stäl­le wa­ren dank ihr mit ei­nem Mal be­la­gert von Zahn­span­gen tra­gen­den Halb­wüch­si­gen, die flei­ßig ih­re vier­bei­ni­gen Lieb­lin­ge strie­gel­ten. Nach „Die Mä­dels vom Im­men­hof“, „Hoch­zeit auf Im­men­hof“und „Fe­ri­en auf Im­men­hof“schien Hei­di für im­mer auf die Rol­le der sü­ßen Pfer­de­n­är­rin abon­niert – und ver­leg­te sich des­halb lie­ber auf das Sin­gen. Bis heu­te ist vor al­lem ihr Hit „Wir wol­len nie­mals aus­ein­an­der­gehn“aus dem Jahr 1960 in Er­in­ne­rung ge­blie­ben. Hei­di Brühl fühl­te sich in Deutsch­land zu­neh­mend ein­ ge­engt und such­te das Wei­te. Nach dem Tod ih­res Va­ters und Ma­na­gers Fried­rich, 1962, ging sie zu­nächst nach Rom, um dann in Ame­ri­ka noch ein­mal ganz von vor­ne zu be­gin­nen. So­wohl in Las Ve­gas als auch in Hol­ly­wood fei­er­te die schö­ne Deut­sche gro­ße Er­fol­ge. Sie lern­te fast al­le Gro­ßen des Show­biz ken­nen – von Tom Jo­nes bis Sam­my Da­vis jr. Ih­re Ehe mit dem US­Schau­spie­ler Brett Hal­sey (83) schei­ter­te al­ler­dings. Zu­rück in Deutsch­land, blie­ben die ganz gro­ßen Er­fol­ge von frü­her aus. Und dann schlug das Schick­sal grau­sam zu: Die Künst­le­rin er­krank­te an Brust­krebs und starb wäh­rend ei­ner Ope­ra­ti­on. Sie wur­de nur 49 Jah­re alt. Bis heu­te pil­gern Fans an ihr Gr­ab auf dem Münch­ner Wald­fried­hof.

Schau­spie­le­rin, Sän­ge­rin, Tän­ze­rin: Die

Münch­ne­rin war ein ech­tes

Mul­ti­ta­lent

1959 in dem Mu­sik­film „Lass mich am Sonn­tag nicht al­lein“

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