STOLZ AUF SEI­NEN SOHN

NIK P.

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Es sieht aus, als hät­te der jun­ge Bur­sche in sei­nem Le­ben noch nie et­was an­de­res ge­tan, als auf dem Schlag­zeug zu trom­meln! Im Vi­deo „Ein Hoch auf un­ser Le­ben“un­ter­stützt Mu­sik­Ta­lent Ni­k­las sei­nen Va­ter Nik P. (der spielt auf ei­ner le­gen­dä­ren „Gib­son Les Paul Cust­om“-E-Gi­tar­re) wie ein Pro­fi. Das ist schön an­zu­se­hen. Die zwei ver­ste­hen sich sehr gut. Kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit heut­zu­ta­ge. Schon gar nicht im har­ten Show­busi­ness. Doch Nik P. ist oh­ne­hin ein Mensch, der im po­si­ti­ven Sin­ne an­ders ist. Fa­mi­lie steht im­mer an obers­ter Stel­le. Die STADLPOST be­such­te den Mu­si­ker da­heim und er­fuhr Er­staun­li­ches!

„Siehst du“, sagt Nik und deu­tet auf ein klei­nes Zelt, wel­ches in sei­nem Gar­ten steht. „Da, in die­ses Zelt bin ich ge­flüch­tet, denn im Haus war es die­sen Som­mer ein­fach zu heiß zum Schla­fen.“Und da lag er, in ei­ner tro­pi­schen Ju­li­n­acht und ließ sei­ne Ge­dan­ken flie­ßen. So wie er es oft tut, wenn der Kopf nicht schla­fen will. Er blick­te in die Dun­kel­heit, wo das tur­bu­len­te Nacht­le­ben längst das Kom­man­do über­nom­men hat­te. „Rund um mein Zelt ha­ben Glüh­würm­chen ge­tanzt. Das war wun­der­schön an­zu­se­hen, aber was mich noch viel mehr be­schäf­tigt hat, war die Fra­ge, wes­halb die­se win­zi­gen Ge­sel­len über­haupt leuch­ten.“Die Ant­wort fand er am nächs­ten Tag im Netz und sie weck­te um­ge­hend den Tex­ter in ihm: „Das Leuch­ten ent­steht bei der Part­ner­su­che … Al­so sind da vie­le klei­ne Würm­chen voll ver­knallt bei mir im Gar­ten her­um­ge­flo­gen. Das hat mich to­tal in­spi­riert.“Ent­stan­den ist sein wun­der­schö­nes Lied „Glüh­würm­chen“und es fand Platz auf der neu­en CD „Oh­ne Wenn und Aber“. Ein po­ten­zi­el­ler Hit, der Lie­be ge­wid­met.

Sei­ne Krea­ti­vi­tät, die In­spi­ra­ti­on zu sei­nen Lie­dern, die schöpft der Mitt­fünf­zi­ger aus Be­ob­ach­tun­gen, Emo­tio­nen und per­sön­li­chen Er­leb­nis­sen aus sei­nem Le­ben – und die­ses war bei ihm, vor al­lem am An­fang, al­les an­de­re als ein lan­ger, ru­hi­ger Fluss. Es war in den 90ern. Nik war als Ar­bei­ter in ei­ner Fa­b­rik in der Stei­er­mark tä­tig, da stell­te das Schick­sal die

Wei­chen in der Per­son sei­nes spä­te­ren Ma­na­gers Klaus Bar­tel­muss. Ge­mein­sam be­gan­nen sie, Niks of­fen­sicht­li­ches Ta­lent zu for­men, und bau­ten ein Ton­stu­dio auf. 1998 trat Nik im Fern­se­hen als Frisch­ling beim „Grand Prix des Schla­gers“an und ging mit der Sil­ber­me­dail­le um den Hals vom Platz. Ein Über­ra­schungs­er­folg. Doch das Rie­sen­ta­lent muss­te sich erst­mal den Ge­set­zen des Mark­tes beu­gen und har­te Wan­der­jah­re ab­sol­vie­ren. Es gab auch vie­le Ent­täu­schun­gen zu ver­kraf­ten.

Dann kam der „Stern, der dei­nen Na­men trägt“! Ein Ti­tel, den Nik P. be­reits zehn Jah­re zu­vor auf­ge­nom­men hat­te. Es war fast so, als hät­te ir­gend­ei­ne hö­he­re Macht ent­schie­den, dass die Zeit der Pla­cke­rei nun end­lich be­lohnt wer­den soll­te. Der „Stern“wur­de zu­erst in Mallor­ca zum Knal­ler, dann krach­te er über­all durch die De­cke.

Die­ses Jahr fei­ert Nik P. sein 20­jäh­ri­ges Büh­nen­ju­bi­lä­um. Das Ge­heim­nis sei­nes Er­folgs? Er ver­stand sich nie als Star, ist bo­den­stän­dig und hat nie ver­ges­sen, wo er her­kommt. Al­lü­ren sind ihm fremd. Und: Er hat von An­fang an Kom­pro­mis­se ab­ge­lehnt. Sei­ne Tex­te sind pu­re Schla­ger­ly­rik. Lie­der wie „Berlin“oder „Brie­fe an den Mond“sind heu­te be­reits Klas­si­ker. Jetzt schließt sich der Kreis. In sei­nem Sohn Ni­k­las er­kennt er sich wie­der. Der 15­Jäh­ri­ge ist be­geis­ter­ter Drum­mer, und wie sein Va­ter in die­sem Al­ter hat auch der Bub in ers­ter Li­nie nur Mu­sik im Kopf. Das Vi­deo zum ak­tu­el­len Al­bum ist da­für der bes­te Be­weis. Der Ap­fel und sein Stamm. Das Va­ter­SohnDuo si­gna­li­siert vor al­lem: Es gibt noch viel ge­mein­sam zu ent­de­cken! Wir dür­fen al­so ge­spannt sein!

DIE ANFANGSJAHRE WA­REN FÜR IHN EI­NE ECH­TE OCHSENTOUR

Im Vi­deo zum neu­en Al­bum „Oh­ne Wenn und Aber“sitzt Soh­ne­mann Ni­k­las am Schlag­zeug. Der 15-Jäh­ri­ge ist ge­nau­so mu­sik­be­geis­tert wie sein Va­ter. Wei­te­re ge­mein­sa­me Pro­jek­te nicht aus­ge­schlos­sen

Der Sän­ger mit Ehe­frau Ga­by und

sei­nen Söh­nen Ni­k­las (l.) und Nest­häk­chen Ja­nik No­el auf Gut Ai­der­bichl

Aus­zeich­nung zum 20-jäh­ri­gen Ju­bi­lä­um: Nik hat hart für sei­nen Er­folg ge­ar­bei­tet

DJ Öt­zi ist ein gu­ter Freund.

Die zwei tra­ten auch beim Open-Air auf Gut Ai­der­bichl ge­mein­sam auf

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