BILDERG’SCHICHT

TAKEO ISCHI

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Er jo­delt so in­brüns­tig auf der Büh­ne, als stün­de er di­rekt vor sei­nen ge­lieb­ten Ber­gen bei Reit im Winkl. Doch Takeo Ischi hat sich für ei­ne Wei­le ei­nen ganz an­de­ren Ort aus­ge­sucht, um sei­ne Kunst zu prä­sen­tie­ren. Er ist Gast­Star ei­ner an­ge­sag­ten Re­vue in Deutsch­lands Haupt­stadt! In vio­let­tes Licht ge­taucht oder von rie­si­gen Fe­der­bo­as um­we­delt, be­geis­tert er das an­spruchs­vol­le Ber­li­ner Pu­bli­kum in der be­ju­bel­ten Va­rié­té­Ju­bi­lä­ums­show „Sayo­n­a­ra To­kyo. Geishas! Tama­got­chis! Edel­weiß!“von Re­gis­seur Ste­phan Prat­tes (mehr In­fos un­ter www.win­ter­gar­ten­berlin. de). In wei­ßer

Le­der­ho­se jo­delt er nicht nur, son­dern singt auch den Ti­tel­song der Show: „Sayo­n­a­ra To­kyo“– ein 60er­Jah­re­Schla­ger aus sei­ner Hei­mat. Der Auf­tritt des 70-Jäh­ri­gen passt wie die Faust aufs Au­ge. Denn kei­ner ver­kör­pert den Fer­nen Os­ten und die dor­ti­ge Sehn­sucht nach al­pen­län­di­scher Idyl­le mehr als Takeo.

Der Ja­pa­ner ist ein ab­so­lu­ter Aus­nah­me­künst­ler, in je­der Hin­sicht ei­nes der we­ni­gen Phä­no­me­ne un­se­rer heu­ti­gen Zeit. Für die äl­te­re Ge­ne­ra­ti­on zählt er oh­ne­hin schon seit Jah­ren zu den ganz gro­ßen Stars der volks­tüm­li­chen Mu­sik. Mit Hits wie „Ho­daro“und „Ho­la­dait­ti­jo“sang er sich in die Her­zen sei­ner Fans. Doch wel­cher an­de­re Volks­mu­sik­star wird zeit­gleich auch von der Ju­gend ver­göt­tert? Bei Te­ens und Twens ist der Jo­del­meis­ter ein­fach Kult! In Dis­co­the­ken, auf je­der Mallor­ca­Sau­se und auf Ski­hüt­ten fei­ern die Mas­sen sei­ne Dan­ce­ und Après­Ski­Ver­sio­nen al­ter Volks­lie­der und na­tür­lich sei­nen Rie­sen­Hit „Bi­bi­Hendl“. Über­haupt hat er es mit den Hüh­nern. 2011 leg­te der Sän­ger mit „New Bi­bi Hendl“nach und avan­cier­te ge­ra­de mit dem ak­tu­el­len Lied „Chi­cken Attack“(dt.: „Hüh­ner­an­griff“) zum ge­fei­er­ten YouTube­Star.

Mit 15 hör­te Takeo zum ers­ten Mal ei­nen Jod­ler im Ra­dio. Mit­hil­fe von Schall­plat­ten des Kult­jod­lers Franzl Lang brach­te er sich die­se Ge­s­angs­wei­se sel­ber bei. Spä­ter wur­de er Mit­glied in ei­nem ja­pa­ni­schen Jo­del­club, er­lern­te dort die Kunst des Schuh­plat­tens, spiel­te Zit­her und Hack­brett. Mit 26 zog es den Ma­schi­nen­bau­Stu­den­ten dann end­gül­tig in das Hei­mat­land des Jo­delns. In Reit im Winkl hat Takeo seit vie­len Jahr­zehn­ten ei­ne neue Hei­mat ge­fun­den. Und jetzt liegt ihm nicht nur die Volks­mu­sik­Ge­mein­de zu Fü­ßen, son­dern auch Berlin. Sayo­n­a­ra, Takeo!

Ber­li­ner Nacht­le­ben statt Bay­ern-Idyl­le: Takeo ist jetzt auch Re­vue-Star. Mit 15 hör­te er zum ers­ten Mal im Ra­dio ei­nen Jod­ler – und es pack­te ihn so­fort

Noch bis 11. Fe­bru­ar singt und jo­delt Takeo in der Show „Sayo­n­a­ra To­kyo“

im Win­ter­gar­ten Berlin. Die Ja­pan-Va­rie­téRe­vue ist ei­ne exo­ti­sche Er­fah­rung für den Künst­ler. In­fos: www.takeo

ischi.de

Reit im Winkl bebt: Im Haus Ischi steht Mu­sik an ers­ter Stel­le – und zwar bei al­len! Ma­ria und Mar­got Hell­wig ver­dankt Takeo sehr viel:

Sie ha­ben ihn be­kannt ge­macht

Ab und zu a Maß Bier ge­hört ein­fach da­zu

Takeo (r.) im „Jo­del­club To­kio“An­fang der 70er-Jah­re. Er lieb­te das Schuh­plat­teln

Jetzt im Han­del:

der Jo­del­wurz „Ein Schluck da­von und Jo­deln geht fast von al­lein“

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