Oma ist die Bes­te!

Me­lis­sa Na­schen­weng

Stadlpost - - Erste Seite -

Die Ter­min­ka­len­der von Me­lis­sa Na­schen­weg ist gut ge­füllt. Der ihres Va­ters Andre­as eben­so. Bei­de tou­ren – je­der für sich – mit ih­rer Mu­sik durch die Lan­de. Sel­ten ge­nug sind sie zur glei­chen Zeit im hei­mat­li­chen Le­sach­tal. Aber wenn, dann un­ter­neh­men sie ger­ne et­was ge­mein­sam. So wie vor Kur­zem an ei­nem wun­der­schö­nen Früh­som­mer­tag, den Me­lis­sa und Pa­pa Andre­as jun. ge­mein­sam mit Me­lis­sas Oma Ma­ri­an­ne und Opa Andre­as ver­brach­ten. Der Aus­flug führ­te sie zu den Wur­zeln der Groß­el­tern. Die Hei­mat der Fa­mi­lie ist das Kärnt­ner Le­sach­tal. Vom Dorf Birn­baum führt die Stra­ße zu­erst hin­un­ter zum Fluss Gail und dann wie­der hin­auf zum klei­nen Dorf Nos­tra in rund 1.000 Me­tern Hö­he. Dort ha­ben Opa Andre­as und Oma Ma­ri­an­ne in ih­rem Haus vie­le Jah­re ihres Lebens ver­bracht. Beim ro­man­ti­schen Wo­lay­er­see führ­ten sie vie­le Jah­re ei­ne Jau­sen­sta­ti­on. „Mein Pa­pa wohnt ja heu­te noch in Nos­tra, nur Oma und Opa muss­ten ins Tal run­ter zie­hen. Oma ist 92 Jah­re alt und Opa 90. Sein Herz ist nicht mehr das stärks­te und die ab­ge­schie­de­ne La­ge des Hau­ses er­laub­te es nicht mehr, dass die bei­den län­ger da oben blei­ben konn­ten“, er­zählt die Mu­si­ke­rin der STADLPOST. Das Bau­ern­haus in Nos­tra war für die 27-Jäh­ri­ge ihr zwei­tes Zu­hau­se. Sie ver­brach­te dort ei­ne glück­li­che Zeit mit ih­ren ge­lieb­ten Groß­el­tern. Die­se in­ni­ge Be­zie­hung hat sich bis heu­te ge­hal­ten, auch wenn Me­lis­sas Kar­rie­re ge­ra­de so richtig durch­star­tet: Ihr wit­zi­ges Vi­deo „Net mit mir“hat zum Bei­spiel schon über drei Mil­lio­nen YouTu­be-Klicks er­zielt. „Mei­ne Groß­el­tern ha­ben mich von An­fang an un­ter­stützt, wa­ren im­mer für mich da. Bei­de ha­ben ein ar­beits­rei­ches Leben hin­ter sich und sind da auch Vor­bil­der für mich. Lie­be, Zu­nei­gung, Ge­bor­gen­heit ha­be ich von bei­den im­mer be­kom­men. Da­zu Omas Koch­küns­te! Trotz ihres Al­ters steht sie noch täg­lich in der Kü­che. Wenn ich von ei­nem Auf­tritt wie­der nach Hau­se fahr, ruf ich ei­ne hal­be St­un­de vor­her an und da­heim war­ten dann schon Kärnt­ner Nu­deln auf mich. Mei­ne ab­so­lu­te Leib­spei­se“, schwärmt die Sän­ge­rin (ak­tu­el­le Hit-Sing­le: „Ich will ’nen Bau­ern als Mann“).

Mit ei­nem Obst­ku­chen im Ge­päck ging es beim ge­mein­sa­men Aus­flug vom Ört­chen Nos­tra wei­ter hin­auf auf die Alm. Dort steht schon seit ewi­gen Zei­ten das so­ge­nann­te „Nach­bar­schafts­haus“– ei­ne rus­ti­ka­le Alm­hüt­te. Da­ne­ben ein Holz­kreuz mit ei­ner Bank da­vor. Der Aus­blick ins Tal ist atem­be­rau­bend. Die Hüt­te wird zwar nicht mehr be­wirt­schaf­tet, den­noch tref­fen sich hier im­mer wie­der die Men­schen aus der Um­ge­bung, Wan­de­rer und Ein­hei­mi­sche sind sich am Berg ka­me­rad­schaft­lich ver­bun­den. Je­der bringt et­was zu es­sen mit, es wird ge­plau­dert, ge­ges­sen, ge­trun­ken und ge­mein­sam mu­si­ziert. Die Stadt, das tur­bu­len­te Leben … das al­les ist dann weit, weit weg.

„Die­ser Aus­flug war nicht nur für mich auch ei­ne will­kom­me­ne Ge­le­gen­heit ein­mal ein paar St­un­den aus­zu­span­nen, denn da oben bist du wirk­lich nur mit der Na­tur und lie­ben Men­schen zu­sam­men. Der Stress bleibt im Tal und das tut ein­fach gut. Vor al­lem aber war es so schön zu se­hen, wie sich Oma und Opa ge­freut ha­ben, wie­der ‚zu Hau­se‘ zu sein. Die­ses Lä­cheln in ih­ren Au­gen. Da­zu mein Pa­pa, der mit sei­ner Mu­sik den Grund­stein für mei­ne Lie­be zur Mu­sik ge­legt hat. Ich wer­de noch lan­ge an die­sen Früh­som­mer­tag zu­rück­den­ken und freue mich dar­über, die­ses Er­leb­nis mit euch, den Le­se­rin­nen und Le­sern der STADLPOST, tei­len zu dür­fen“, sagt Me­lis­sa. Und wir freu­en uns auch! AZ

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