DIE DRAUFGÄNGER AL­LES AN­DE­RE ALS BIE­DER

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Volks­mu­sik lebt! Die nächs­te Ge­ne­ra­ti­on hat das Ru­der über­nom­men. Und die geht na­tür­lich mit der Zeit. Bie­der-bra­ve Schla­ger-Vi­de­os? Kön­nen wir ver­ges­sen! Was zählt, ist die un­mit­tel­ba­re Pu­bli­kums­re­ak­ti­on – und da wird im Netz in Klicks und Abon­nen­ten ge­rech­net. Ganz vor­ne mit da­bei: die Draufgänger! Ka­thi, Al­bert, Re­né, Ro­bert und Ru­di sind jung, frisch, un­kon­ven­tio­nell und sie trau­en sich was. Die Grup­pe ist längst kein klei­nes In­ter­net-Phä­no­men mehr, son­dern spielt in ei­ner ei­ge­nen Li­ga. In der vir­tu­el­len Welt er­ziel­te das wil­de Quin­tett be­reits über 20 Mil­lio­nen YouTube-Klicks. An­dert­halb Mil­lio­nen mal wur­de al­lein ih­re De­büt-Sing­le „Po­ca­hon­tas“bei dem er­folg­reichs­ten deut­schen Schla­ger-Label Elec­tro­la ge­streamt. Und da es ja auch noch ei­ne rea­le Welt gibt, ste­hen die fünf Süd­ost­stei­rer gut und gern 200 Mal im Jahr auf der Büh­ne. Noch Fra­gen? Die Draufgänger ha­ben Er­folg, weil sie die Gren­zen­lo­sig­keit der di­gi­ta­len Welt längst er­kannt ha­ben. Sie kom­bi­nie­ren fre­che, leicht an­züg­li­che Tex­te („Gi­na-Li­sa, spiel mit dei­nen Glo­cken“) mit Co­ver-Ver­sio­nen (wie et­wa „Die Hekt­ar hat“) und brin­gen mit ih­rem Rus­ti­kal­schmäh die Fest­zel­te zum Vi­brie­ren. Was zählt, ist nur die Re­ak­ti­on des Pu­bli­kums, und das wächst von Wo­che zu Wo­che, quer durch al­le Al­ters­schich­ten. Auch die ak­tu­el­le Sing­le „Pfusch die Mau­er“ist wie­der Draufgänger-Musi, wie sie von den Fans ge­liebt wird. Mot­to: Haupt­sa­che Spaß. Par­ty ist an­ge­sagt! Schräg sind sie und ge­nau des­halb geht bei ih­nen der Volks­mu­sik-Par­ty-Punk ab. Im Netz. Im Fest­zelt. Di­gi­tal. Ana­log. So ra­di­kal hat noch nie­mand Mu­sik ent­staubt. Die Draufgänger – al­les an­de­re als bie­der!

(Nicht ganz ernst ge­mein­ter) Leit­spruch der Band: „Dasma­xi­ma­le Vo­lu­men sub­ter­ra­ner Agrar­pro­duk­te steht in di­rek­ter Kor­re­la­ti­on zur in­tel­lek­tu­el­len Ka­pa­zi­tätdes Pro­du­zen­ten.“■

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