AN­DY BORG: ER IST EIN BEKENNENDER ROMANTIKER

Ein Ge­fühls­mensch wie er braucht Mu­sik zum Le­ben wie die Luft und die Lie­be. Jetzt zeigt uns der Sän­ger, bei wel­chen Schla­gern er frü­her zu träu­men be­gann

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STADLPOST: Lie­ber An­dy Borg! Am

24. Au­gust er­schien end­lich Ih­re neue CD, das 33. Al­bum! Und auch dies­mal ist es wie­der ei­ne mu­si­ka­li­sche Wun­der­tü­te, denn Sie co­vern Schla­ger­klas­si­ker der 70er-Jah­re. Wie kam es zu die­ser Idee? AN­DY BORG: Ich weiß noch aus mei­ner An­fangs­zeit als Al­lein­un­ter­hal­ter, vor Be­ginn mei­ner Pro­fi-Kar­rie­re, dass gera­de die­se Songs das Pu­bli­kum und mich sel­ber sehr be­rühr­ten! Schon da­mals ha­be ich die gro­ßen Hits mei­ner Kol­le­gen ge­co­vert. Das woll­te ich wie­der ma­chen. Ich bin mir si­cher, es macht uns nach so vie­len Jah­ren er­neut Spaß – dem Pu­bli­kum und mir. Die Son­g­aus­wahl könn­te man auch als ei­ne Ver­beu­gung vor die­sen groß­ar­ti­gen Kol­le­gen ver­ste­hen! Num­mern wie „Grie­chi­scher Wein“, „Schwar­ze Ma­don­na“oder „Ma­rie, der letz­te Tanz ist nur für dich“sind auch mei­ne Lieb­lings­schla­ger und Ti­tel, mit de­nen ich per­sön­lich et­was ver­bin­de. Die­se Lie­der sind mei­ne mu­si­ka­li­sche „Ju­gend­lie­be“.

STADLPOST: Was den­ken Sie: Wie ist es der­zeit um den Schla­ger be­stellt? AN­DY BORG: Bes­tens! Dort, wo man Schla­ger ger­ne hört, dort ist er ver­tre­ten. Wir ha­ben viel­ver­spre­chen­den Nach­wuchs und gro­ße Stars. Wir ha­ben vie­le Ver­an­stal­tun­gen und auch im Hör­funk und Fern­se­hen be­geis­tert deut­scher und volks­tüm­li­cher Schla­ger das Pu­bli­kum. Und vor al­lem ha­ben wir un­ser Pu­bli­kum, das den Schla­ger hoch­le­ben lässt und fei­ert! Wenn ich „Sa­rah“auf der Büh­ne an­stim­me, dann könnt ich glatt Pau­se ma­chen, weil al­le mit­sin­gen. Das is a Wahn­sinn! Mehr kann man sich wirk­lich nicht wün­schen.

STADLPOST: Ihr 33. Al­bum soll ei­ne Ver­beu­gung vor den gro­ßen Schla­ger­kol­le­gen der 70er-Jah­re sein …

AN­DY BORG: Ich hö­re und sin­ge ein­fach ger­ne deut­schen Schla­ger! „Ju­gend­lie­be“ist mein Best of von dem, was ich da­mals ge­sun­gen ha­be. Von Rex Gil­do, Chris Ro­berts und Pe­ter Alex­an­der bis zu Ca­te­ri­na Va­len­te. Das wa­ren Top-Stars der da­ma­li­gen Zeit.

STADLPOST: Und wel­che Hits lie­fen da­mals im Hau­se Borg rauf und run­ter? AN­DY BORG: Ge­nau die­se Künst­ler und ih­re Hits wie „Dei­ne Spu­ren im Sand“, „Schwar­ze Ma­don­na“, „Grie­chi­scher Wein“oder ein paar Jah­re spä­ter „Der Jo­del­au­to­mat“und auch ein ei­ge­ner Ti­tel: „Komm setz di auf an Son­nen­strahl“, mit dem ich den drit­ten Platz beim Grand Prix der Volks­mu­sik ge­holt ha­be. Die Lie­der, die ich fürs neue Al­bum neu ar­ran­giert und auf­ge­nom­men ha­be, sind Schla­ger. Mei­ne liebs­ten noch da­zu. Wenn wir sie nicht sin­gen, wer singt sie dann?

STADLPOST: Rex Gil­do ist si­cher ei­ner der ganz Gro­ßen – was macht „Ma­rie“für Sie zu so ei­nem be­son­de­ren Lied? AN­DY BORG: Als ich frü­her auf Hoch­zei­ten und Ge­burts­ta­gen die­ses Lied ge­sun­gen ha­be, hat­ten die Leu­te ein Lä­cheln im Ge­sicht und ha­ben da­zu ge­tanzt. Ich bin der Über­zeu­gung, dass man ih­nen da­mit heu­te auch noch sehr viel Freu­de brin­gen kann.

STADLPOST: Ist „Ma­rie“ei­ne erns­te Kon­kur­renz für Ih­ren Hit „Sa­rah“?

AN­DY BORG: Mei­ne „Ex“Sa­rah und ich wa­ren im Win­ter­halb­jahr so viel ge­mein­sam auf der Büh­ne, da hab ich mir nun für die an­de­re Jah­res­hälf­te ei­ne neue Som­mer­lie­be an­ge­lacht. Nicht das, was Sie den­ken! Ma­rie ist ei­ne gu­te al­te Freun­din, die mich schon seit den 70ern be­glei­tet. Weil ich das Lied schon da­mals laut­hals mit­sang, wenn es im Ra­dio lief. Und nach­dem „Sa­rah“uns al­le so über­rascht hat, ha­be ich mir ge­dacht, sie braucht ei­ne Freun­din. Und da ist mir na­tür­lich gleich die „Ma­rie“ein­ge­fal­len. So­zu­sa­gen auch ei­ne un­ver­ges­se­ne, wun­der­ba­re Ju­gend­lie­be von mir (lacht).

STADLPOST: Über­haupt wer­den und wur­den in der Mu­sik ger­ne Frau­en be­sun­gen: Jen­ny, Mat­hil­da, Jo­a­na, Ani­ta, Michae­la, schwar­ze Bar­ba­ra oder Ih­re Sa­rah …

AN­DY BORG: Mein Gott Wal­ter, da fällt mir doch gleich ein: Theo, wir fahr‘n zum An­ton nach Ti­rol und sa­gen Ma­nu­el Good­bye (lacht). Sie se­hen: Die Män­ner­welt ist da auch ganz gut ver­tre­ten.

STADLPOST: Wel­che Hits ha­ben Sie frü­her auf der Ju­ke­box aus­ge­wählt? AN­DY BORG: „Und es war Som­mer“von Pe­ter Maf­fay. Weil ich ein ret­tungs­lo­ser Romantiker bin.

STADLPOST: Und wie äu­ßert sich das in Ih­rem Pri­vat­le­ben?

AN­DY BORG: Ich zei­ge mei­ner Frau mit vie­len klei­nen Din­gen mei­ne Dank­bar­keit. Ich sor­ge da­für, dass un­ser Gar­ten schön ge­pflegt ist, brin­ge ihr mal spon­tan Blu­men mit, ma­che ihr am Nach­mit­tag ei­nen Cap­puc­ci­no oder la­de sie abends spon­tan zu un­se­rem Lieb­lings-Grie­chen oder -Ita­lie­ner in Pas­sau ein. STADLPOST: Wie vie­le Schla­ger kön­nen Sie aus­wen­dig sin­gen?

AN­DY BORG: Mir geht es da nicht an­ders als vie­len Schla­ger­freun­den. Wenn ich die schö­nen Ti­tel hö­re, kann ich so­fort mit­sin­gen. Da geht in mei­nem Ge­dächt­nis die Ju­ke­box an.

STADLPOST: Ihr Al­bum will die Klas­si­ker des Schla­gers am Le­ben er­hal­ten – war­um sind und blei­ben Jür­gen Mar­cus, Cos­ta Corda­lis, Ba­ta Il­lic oder Kat­ja Eb­stein so wun­der­bar zeit­los?

AN­DY BORG: Die­se Ever­greens ha­ben da­mals gro­ße Emo­tio­nen aus­ge­löst. Sie ha­ben uns in Le­bens­pha­sen er­wischt. Wenn man die Zeit schon nicht an­hal­ten kann, dann be­wah­ren wir uns durch sie das Zeit­ge­fühl. Des­we­gen er­in­nert man sich gern dar­an und des­halb at­met man auf, wenn man ein In­tro zu ei­nem Ti­tel hört, den man mit die­ser Zeit und dem schö­nen Le­bens­ge­fühl von da­mals ver­bin­det. STADLPOST: Wel­che Mu­sik wür­den Sie mit auf ei­ne In­sel neh­men?

AN­DY BORG: Gar kei­ne. Weil ich da mit den Fü­ßen im Was­ser mei­ne ei­ge­nen Me­lo­di­en sum­me.

STADLPOST: Was steht denn au­ßer der ak­tu­el­len CD noch al­les auf Ih­rem Ter­min­ka­len­der in nächs­ter Zeit?

AN­DY BORG: Im Herbst freue ich mich auf ei­ni­ge Fern­seh­sen­dun­gen. Ganz be­son­ders auf die Sen­dung „An­dy Borg bei Freun­den – Ein Som­mer­t­raum im Bur­gen­land“. Mei­ne mu­si­ka­li­schen

Gäs­te sind das Schnei­der­wirt Trio,

Udo Wen­ders, Si­grid & Ma­ri­na, Wil­ly Lempf­re­cher, die Al­pen­ober­krai­ner und vie­le mehr. Na­tür­lich ist auch Mu­sik aus dem Bur­gen­land mit da­bei. Bei den Dreh­ar­bei­ten ha­be ich die­se wun­der­schö­ne Re­gi­on noch ein­mal ganz neu ken­nen­ge­lernt, ob­wohl ich vor­her der Über­zeu­gung war, ich kenn es wie mei­ne Wes­ten­ta­sche. Denn der Neu­sied­ler See ist das Meer der Wie­ner. Wenn’s frü­her bei uns da­heim im Som­mer hieß: „Bua, pack die Ba­de­ho­se ein“, dann ging’s im­mer zum Ba­de­aus­flug ins Bur­gen­land.

Sie ha­ben noch al­le Brie­fe auf­be­wahrt, die sie sich je­mals ge­schrie­ben ha­ben: An­dy Borg und sei­ne Frau Bir­git (hier bei ei­ner Boots­tour über den Mill­stät­ter See in Kärn­ten) sind auch nach vie­len ge­mein­sa­men Jah­ren im­mer noch sehr ver­liebt

Macht auch als Win­zer ei­ne gu­te Fi­gur: Der Sän­ger und Mo­de­ra­tor beimRe­ben­schnei­den in Rust/Bur­gen­land. Erdreh­te dort für die Sen­dung „An­dy Borgbei Freun­den“

Andrea Ba­ron von der STADLPOST traf An­dy Borg bei der Schla­gerHit­pa­ra­de in Ötig­heim

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