HITG’SCHICHT GITTI & ERIKA

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Mit an die 20 Mil­lio­nen ver­kauf­ten Ein­hei­ten gilt „Hei­di“als ei­ner der er­folg­reichs­ten Ti­tel al­ler Zei­ten! Ur­sprüng­lich soll­ten Ma­ria & Mar­got Hell­wig die­sen Ti­tel sin­gen. Doch der Kom­po­nist und Pro­du­zent Chris­ti­an Bruhn setz­te sich durch, und Gitti & Eri­ca lan­de­ten mit „Hei­di“ei­nen All­zeit-Ever­green. Gitti & Eri­ca sind üb­ri­gens gar kei­ne Zwil­lings­schwes­tern! Erika ist gut 1 ½ Jah­re äl­ter als Gitti (Bri­git­te). Die kor­rek­te Schreib­wei­se der bei­den Schwes­tern ist ei­ne Ge­schich­te für sich: Ob­wohl Erika „Erika“heißt, er­schie­nen die meis­ten Plat­ten (auch „Hei­di“!) un­ter dem Na­men „Gitti und Eri­ca“. Erst als Erika in den Jah­ren 1989 bis 1991 durch Ja­ni­ne Ohl­sen er­setzt wur­de, tra­ten sie als „Gitti und Erika“auf. Nach Erika’s Rück­kehr wur­de der Na­me „Gitti und Erika“bei­be­hal­ten. Ent­deckt wur­den die bei­den Schwes­tern im Mai 1972 bei ei­nem Rund­funk­wett­be­werb

Die Goetz-Schwes­tern aus Obern­burg am Main mach­ten als Ge­sangs-Duo Schlager-Kar­rie­re na­mens „Wett­streit nach No­te“von Dieter Tho­mas Heck. 1975 ge­lang ih­nen mit dem (zum Teil be­reits ge­jo­del­ten) Ti­tel „Mäd­chen aus dem Oden­wald“ein ers­ter grö­ße­rer Ach­tungs­er­folg. Der gro­ße Durch­bruch kam En­de der 70er-Jah­re über Nacht mit der Ti­tel­me­lo­die zur Zei­chen­trick­se­rie „Hei­di“. Al­ler­dings hat­te Chris­ti­an Bruhn „un­be­wusst ei­nen Pfer­de­fuß ein­ge­baut“, wie er in sei­ner Bio­gra­fie „Mar­mor,

St­ein und Lie­bes­kum­mer“aus­führt: „In der volks­tüm­li­chen Sen­dung ‚Lus­ti­ge Mu­si­kan­ten‘ durf­ten – weil nicht volks­tüm­lich – kei­ne Vio­li­nen er­klin­gen. Und in der ‚ZDF-Hit­pa­ra­de‘ durf­te – weil zu volks­tüm­lich – nicht ge­jo­delt wer­den. Und so konn­te ,Hei­di‘ in bei­den Sen­dun­gen nicht statt­fin­den. Das Lied hat die­se Ver­hin­de­rungs­tak­tik der Me­di­en of­fen­bar ge­sund über­stan­den.“Erika Bruhn ge­lang in den Jah­ren 1984 bis 1991 als „La­dy Li­ly“ei­ne in­ter­na­tio­na­le Kar­rie­re. Zu­dem sang sie bei der Ti­tel­mu­sik zu TV-Zei­chen­trick­se­rie „Cap­tain Fu­ture“die So­pran­stim­me. Auch die Wer­be­me­lo­die „Mil­ka - die zar­tes­te Ver­su­chung, seit es Scho­ko­la­de gibt“hat sie ein­ge­sun­gen. Gitti wan­del­te als „Gitti Goetz“ei­ne Zeit­lang auf So­lo­pf­a­den. Erika hei­ra­te­te 1976 Chris­ti­an Bruhn. Die Ehe wur­de 2001, kurz vor der Sil­ber­hoch­zeit, ge­schie­den, der­weil Gitti ei­nen Scheich ehe­lich­te, der sich al­ler­dings als nicht ver­mö­gend ent­pupp­te.

Der Ti­tel­song „Hei­di“zur gleich­na­mi­gen Zei­chen­trick-Se­rie war in den 70er-Jah­ren über­all im Ra­dio zu hö­ren

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