NORBERT RIER „ICH WAR NOCH NIE AUF DEM OKTOBERFEST“

Ja, wir wer­den al­le äl­ter. Aber wer will da­bei schon Tr­üb­sal bla­sen? Al­les über das neue Al­bum und ein über­ra­schen­des Be­kennt­nis vom Spat­zen-Chef

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STADLPOST: Lie­ber Norbert Rier, zu­nächst ein­mal: Wie geht es ih­nen ge­sund­heit­lich?

NORBERT RIER: Es ist wie­der al­les okay! Es ist al­les gut ver­heilt, der Mo­tor läuft wie­der. Klar, im Al­ter soll­te man ein biss­chen ru­hi­ger, ein we­nig ge­müt­li­cher wer­den und al­les ein­fach ein biss­chen ge­las­se­ner an­ge­hen.

STADLPOST: Was ist denn ih­rer Mei­nung nach die Kern­aus­sa­ge des neu­en Spat­zen-Al­bums „Äl­ter wer­den wir spä­ter“? NORBERT RIER: Man ist im­mer so alt, wie man sich fühlt. Un­se­re Ge­ne­ra­ti­on ist ir­gend­wie oft noch gut drauf, fei­ert ger­ne und ist auch un­glaub­lich jung geblieben.

STADLPOST: Sie über­ra­schen dies­mal mit ei­ner Co­ver-Ver­si­on des Flip­pers-Ti­tels „Lie­be ist mehr als nur ei­ne Nacht“. War­um ge­nau die­ser Song?

NORBERT RIER: Was we­ni­ge wis­sen: Der Ti­tel wur­de sei­ner­zeit ei­gent­lich für uns ge­schrie­ben! Un­ser da­ma­li­ges Pro­du­zen­ten-Team hat ihn aber aus­sor­tiert. Mei­ne Frau liebt die­ses Lied und so ha­ben wir es jetzt end­lich auf­ge­nom­men. Es ist in­so­fern so et­was wie ei­ne mu­si­ka­li­sche Lie­bes­er­klä­rung an mei­ne Frau. STADLPOST: Wie kam es zu dem ori­gi­nel­len Ti­tel „Mein An­tis­t­ress-Express“? NORBERT RIER: „Mein An­tis­t­ress-Express“ist ein sehr per­sön­li­cher Song, der auch mit mei­ner Er­kran­kung zu tun hat. Ich ha­be mir ja ei­ni­ges vor­ge­nom­men, sei es zu rei­ten oder zu wan­dern. Frü­her ha­be ich das re­la­tiv oft ge­macht, heu­te nicht mehr so. Aber ich neh­me mir fest vor, das wie­der öf­ter zu ma­chen!

STADLPOST: Se­hen sie ir­gend­wo ei­nen le­gi­ti­men Nach­fol­ger für die Spat­zen? NORBERT RIER: Zur­zeit se­he ich kei­nen di­rek­ten Nach­fol­ger, aber ich den­ke, dass Künst­ler wie Andre­as Ga­ba­lier in der La­ge sind, die Volksmusik – wenn auch im neu­en Ge­wand – in die Zu­kunft zu füh­ren. STADLPOST: An­de­res The­ma. Stimmt es, dass sie noch nie auf dem Münch­ner Oktoberfest wa­ren?

NORBERT RIER: Das stimmt (lacht). Ich bin ein Na­tur­mensch und lie­be die Ru­he der Ber­ge. Groß­ver­an­stal­tun­gen wie die Wiesn in Mün­chen ge­ben mir nicht viel.

STADLPOST: Aber ist das Ka­s­tel­ru­ther Spat­zen­fest nicht auch in ge­wis­ser Wei­se ei­ne Art „Oktoberfest“?

NORBERT RIER: Nein! Ka­s­tel­ruth ist nicht Mün­chen, das kann man wirk­lich nicht ver­glei­chen. Das Spat­zen­fest fin­det ja auch mit­ten in un­se­rer schö­nen Süd­ti­ro­ler Um­ge­bung statt und auch der Al­ko­hol­kon­sum kann sich mit der Wiesn ganz si­cher nicht mes­sen (lacht). Wo­bei ich auch bei un­se­rem Fest im­mer mal wie­der ein ru­hi­ges Plätz­chen su­che, um ein biss­chen run­ter­zu­kom­men.

STADLPOST: Wird es die Ka­s­tel­ru­ther Spat­zen in fünf Jah­ren noch ge­ben? NORBERT RIER: Nein, es gibt kei­nen Plan. So­lan­ge die Fans uns hö­ren wol­len, wird es die Spat­zen wei­ter ge­ben. Soll­te das nicht mehr der Fall sein, muss man über­le­gen, ob es noch Sinn macht.

Mit Sohn Alex­an­der Rier. Der ist so­wohl als So­list er­folg­reich, steht aber auch ge­le­gent­lich mitden Spat­zen auf der Büh­ne

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