Im Zei­chen der Su­per­stars

Djo­ko­vic und Fe­de­rer beim ATP-Fi­na­le im Schau­fens­ter – Thiem tritt am Sonn­tag auf An­der­son.

Vorarlberger Nachrichten - - Sport -

LON­DON Aus in­ter­na­tio­na­ler Sicht heißt das Traum­fi­na­le der mor­gen be­gin­nen­den, mit 8,5 Mil­lio­nen Dol­lar do­tier­ten ATP Fi­nals in Lon­don na­tür­lich No­vak Djo­ko­vic ge­gen Ro­ger Fe­de­rer. Für bei­de Ten­nis-Su­per­stars geht es in der Lon­do­ner O2-Are­na um neue Re­kor­de, doch all­zu op­ti­mis­ti­sche Pro­gno­sen wird man von bei­den nicht hö­ren. Ein Blick auf das Vor­jah­res­fi­na­le zeigt, was al­les mög­lich ist.

Ei­nen gu­ten Start er­wi­schen

Denn vor Jah­res­frist hat­ten sich völ­lig un­er­war­tet Gri­gor Di­mitrow (Bul) und Da­vid Goff­in (Bel) für das End­spiel qua­li­fi­ziert, Letz­te­rer hat­te sen­sa­tio­nell Fe­de­rer im Halb­fi­na­le aus­ge­schal­tet. Doch we­der Ti­tel­ver­tei­di­ger Di­mitrow, noch Goff­in ha­ben es 2018 wie­der zum Mas­ters ge­schafft. Ei­gent­lich hät­ten die gro­ßen Drei mit Djo­ko­vic, Fe­de­rer und Ra­fa­el Na­dal so­wie auch Juan Mar­tin Del Po­tro am Start sein sol­len, doch der Spa­ni­er Na­dal und der Ar­gen­ti­ni­er Del Po­tro ha­ben knapp ei­ne Wo­che vor dem Tur­nier we­gen Ver­let­zun­gen ab­ge­sagt.

Do­mi­nic Thiem hat­te sich schon da­vor den ach­ten Rang ge­si­chert und muss sich nicht sa­gen las­sen, dass er nur auf­grund die­ser Ab­sa­gen da­bei ist. Das gilt für Kei Nis­hi­ko­ri (Jpn) und John Is­ner (USA), die noch ins Feld ge­rutscht sind.

Un­ter an­de­rem wird es an Thiem lie­gen, das oben an­ge­spro­che­ne Fi­na­le der Top­stars zu ver­hin­dern. Thiem trifft in Grup­pe „Lley­ton He­witt“auf Fe­de­rer, Nis­hi­ko­ri und schon am Sonn­tag (15 Uhr/live Sky) auf Wi­en-Sie­ger Ke­vin An­der­son (RSA). „Die letz­te Nie­der­la­ge ge­gen ihn ist ge­fühlt schon ei­ne Zeit her und die­ses Jahr die zwei Mat­ches ge­gen ihn wa­ren wirk­lich gut“, mein­te Thiem vor sei­ner Abrei­se im ORF-TV-In­ter­view. „Vor al­lem das Match bei den US Open war ei­nes von den bes­ten. Wenn ich ge­gen ihn wie­der ei­nen gu­ten Start er­wi­sche, kann das schon ein gro­ßer Vor­teil sein“, hoff­te der 25-Jäh­ri­ge, der nach Alex­an­der Zverev (Ger) der Zweit­jüngs­te im Feld ist.

Po­si­ti­ve Bi­lanz

Thiem ist ne­ben Djo­ko­vic (Bi­lanz: 25:22) der ein­zi­ge Spie­ler in Lon­don, und über­haupt ei­ner von ganz we­ni­gen, der ge­gen Fe­de­rer ei­ne po­si­ti­ve Bi­lanz ste­hen hat. „Es ist ein bis­serl ei­ne Vor­freu­de da­bei, ein bis­serl Angst, weil ich mein po­si­ti­ves Head-to-Head ge­gen ihn be­hal­ten will“, mein­te Thiem la­chend, auf Fe­de­rer an­ge­spro­chen.

Der wei­te­re Spiel­plan steht üb­ri­gens erst nach dem Sonn­tag fest, denn im zwei­ten Grup­pen­spiel tref­fen die je­wei­li­gen ers­ten Ver­lie­rer bzw. Ge­win­ner auf­ein­an­der.

Thiem hat­te seit dem US-OpenVier­tel­fi­na­le ge­gen Na­dal, ei­nem erst nach 4:49 Stun­den-Ma­ra­thon mit 6:7 im fünf­ten Satz ver­lo­re­nen Klas­si­ker, sei­ne stärks­ten Leis­tun­gen in die­ser Sai­son­pha­se ge­zeigt. „Mit dem ers­ten gu­ten Herbst mei­ner Kar­rie­re ha­be ich mich wie­der rein­ge­spielt. Ein drit­tes Mal beim Mas­ters in Fol­ge ist sen­sa­tio­nell für mich“, kon­sta­tier­te Thiem. „Ich ha­be das Glück, dass ich am En­de vom Jahr frisch bin.“

Wie „frisch“aber auch Djo­ko­vic und Fe­de­rer noch sind, ha­ben sie zu­letzt in ei­nem se­hens­wer­ten Schlag­ab­tausch im Halb­fi­na­le von Pa­ris-Ber­cy ge­zeigt. Nach 3:03 Stun­den setz­te sich der „Djo­ker“mit 7:6(6), 5:7, 7:6(3) durch, für Fe­de­rer aber ein Zei­chen, dass er im Kampf um sei­nen sieb­ten Mas­terT­ri­umph in Best­form ist. Djo­ko­vic, der nach der Ab­sa­ge von Na­dal schon vor dem Tur­nier fix Num­mer eins per Jah­res­en­de ist, hat seit dem Wim­ble­don-Ti­tel nur zwei­mal ver­lo­ren. Djo­ko­vic könn­te mit ei­nem neu­er­li­chen Lon­don-Ti­tel nach Mas­ters-Er­fol­gen mit Re­kord­hal­ter Fe­de­rer (6) gleich­zie­hen.

TEN­NIS

„Ein drit­tes Mal in Fol­ge beim Mas­ters zu sein, ist sen­sa­tio­nell

für mich.“

REU­TERS

Die Zwei. No­vak Djo­ko­vic und Ro­ger Fe­de­rer ge­hört beim ATP-Fi­na­le in Lon­don die un­ein­ge­schränk­te Auf­merk­sam­keit.

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