Die Erst­be­ge­hung: episch oder pa­the­tisch?

In­ner­halb we­ni­ger Wo­chen wird die bis da­to na­he­zu un­be­kann­te An­na­pur­na bru­tal ins me­dia­le Ram­pen­licht ge­schubst. Der ers­te be­zwun­ge­ne 8 000er ver­langt von den fran­zö­si­schen Berg­stei­gern ei­nen ho­hen Preis für ih­ren Wa­ge­mut und setzt die klei­ne Grup­pe Franz

Vertical (German) - - FEATURE -

Bis 1950 ha­ben nur die we­nigs­ten von der An­na­pur­na über­haupt ge­hört. Nur je­ne 8 000er, die be­reits meh­re­ren Be­stei­gungs­ver­su­chen wi­der­stan­den ha­ben, sind im kol­lek­ti­ven Ge­dächt­nis ver­an­kert. Ne­ben dem Eve­r­est mit den meis­ten Be­stei­gungs­ver­su­chen sind auch der K2, der Kang­chendzön­ga und vor al­lem im deut­schen Sprach­raum der Nan­ga Par­bat be­kannt. Mit sei­nen 8 091 Me­tern ge­hört die An­na­pur­na zu den „ klei­nen“8 000ern jen­seits der gro­ßen Al­pin­büh­ne und in­ter­es­siert die Jä­ger neu­er Hö­hen­re­kor­de nur am Ran­de. So wirkt die Wahl der fran­zö­si­schen Berg­stei­ger in­stan­zen im ers­ten Au­gen­blick er­staun­lich. Doch 1950 ha­ben sie ge­nau ge­nom­men bei der Wahl ih­res Ex­pe­di­ti­ons-ziels kei­ne gro­ße Wahl. Der Weg zu den ho­hen Ber­gen Pa­kis­tans ist seit der Tei­lung In­di­ens ver­sperrt. Der Eve­r­est gilt als ur­bri­ti­sches Re­vier, der Ma­ka­lu ist zu schwer, und der Kantsch hat eben­falls schon meh­re­ren Ver­su­chen wi­der­stan­den. Der Shis­ha­pang­ma be­fin­det sich in Chi­na, wäh­rend der Lhot­se zu nah am Eve­r­est liegt. Da­mit blei­ben al­so schon von An­fang an le­dig­lich Cho Oyu, Ma­naslu, Dhau­la­gi­ri und An­na­pur­na. Die Fran­zo­sen ha­ben bis­lang nur sehr be­grenz­te Er­fah­run­gen im Hi­ma­la­ya ge­sam­melt. Die­se be­schrän­ken sich auf die Ex­pe­di­ti­on von 1936 zum Gas­her­brum I, der da­mals vor al­lem als Hid­den Peak (8 068 Me­ter) be­kannt war. Doch es bleibt die ein­zi­ge fran­zö­si­sche Ex­pe­di­ti­on, und der mo­derns­te Klet­te­rer des Teams, Pier­re Al­lain, ist 1950 be­reits 46 und fühlt sich für wei­te­re Un­ter­neh­men zu alt.

Lu­ci­en De­vies: Mann der nächs­ten Ge­ne­ra­ti­on

Den Initi­al­fun­ken für den Neu­an­fang zün­det ein Mann, der weiß, dass ei­ne neue Ge­ne­ra­ti­on Berg­stei­ger in Frank­reich flüg­ge wird. Lu­ci­en De­vies war Part­ner des gro­ßen Eis­klet­te­rers Jac­ques La­g­ar­de, mit dem er 1930 ei­ne Rou­te an der Mon­te-Ro­sa-West­wand er­öff­ne­te. Vor al­lem war er aber auch mit Gi­us­to Ger­va­sut­ti un­ter­wegs. Die Seil­schaft De­vies-Ger­va­sut­ti er­öff­ne­te ei­ni­ge der re­nom­mier­tes­ten Rou­ten ih­rer Zeit, dar­un­ter 1936 die Nord­west­wand des Ai­le­f­ro­ide. Auch wenn ih­re Part­ner­schaft nicht in al­pha­be­ti­scher Rei­hen­fol­ge funk­tio­nier­te (Füh­rer war Ger­va­sut­ti), be­kam der jun­ge De­vies ei­ne kla­re Vor­stel­lung vom Ni­veau der deut­schen und ita­lie­ni­schen Klet­te­rer der 1930erJah­re. Ob­wohl er sich nach dem Krieg

aus dem ak­ti­ven Berg­stei­gen zu­rück­ge­zo­gen hat, kann er die Leis­tun­gen von La­chen­al, Ter­ray oder Ré­buf­f­at bes­tens ein­schät­zen, die oft­mals auf bril­lan­te Wei­se die Nord­wand-Be­ge­hun­gen der 1930erJah­re wie­der­ho­len. Für ihn sind dies die rich­ti­gen Köp­fe für sein Pro­jekt: Die ers­te Be­stei­gung ei­nes 8 000ers, um Frank­reich nach dem Zwei­ten Welt­krieg wie­der et­was Glanz zu ver­lei­hen. Als gu­ter Ken­ner der gro­ßen Wän­de in den Ost­al­pen, un­ter an­de­rem wie­der­hol­te er zu­sam­men mit Ger­va­sut­ti die Sol­le­der an der Ci­vet­ta-Nord­west­wand, weiß er, dass die­se Klet­te­rei­en ähn­li­che Zä­hig­keit ver­lan­gen wie die Be­stei­gung der Hi­ma­la­ya-Gip­fel. Die­ser Aus­wahl fügt er ei­ne we­ni­ger be­kann­te Seil­schaft hin­zu, die aber be­reits schwie­ri­ge Rou­ten in den Do­lo­mi­ten ge­meis­tert hat: Je­an Cou­zy und Mar­cel Schatz. Die al­les ent­schei­den­de Fra­ge ist die Wahl des Ex­pe­di­ti­ons­chefs und soll noch Jah­re spä­ter viel Tin­te flie­ßen las­sen. De­vies er­nennt Mau­rice Her­zog, ein ge­ho­be­ner Be­am­ter wie er selbst und Kämp­fer der Re­sis­tan­ce. Er ent­spricht dem Pro­fil ei­nes An­füh­rers, und ent­ge­gen vie­ler An­fech- tun­gen sei­ner spä­te­ren Wi­der­sa­cher war er auch ein gu­ter Berg­stei­ger1. Un­ge­wiss, wie sich die er­reich­ba­ren 8 000er prä­sen­tie­ren wer­den, las­sen De­vies und Her­zog die Ent­schei­dung of­fen: Die Ex­pe­di­ti­on soll in die Kha­li-Ganda­kiRe­gi­on rei­sen, in der sich zwei der Gi­gan­ten fin­den, von de­nen man kaum mehr weiß als ih­re Hö­he, die be­reits von den bri­ti­schen To­po­gra­phen des 19. Jahr­hun­derts prä­zi­se fest­ge­legt wur­de. Die Wahl soll letzt­lich erst vor Ort fal­len, ob man sich den Dhau­la­gi­ri (8 163 Me­ter) oder die An­na­pur­na (8 091 Me­ter) vor­nimmt. Pro­ble­me be­rei­tet die Fi­nan­zie­rung der Ex­pe­di­ti­on. Frank­reich ist nicht reich und hat reich­lich drin­gen­de­re Pro­ble­me. Zu­dem ist der Er­folg eher un­wahr­schein­lich. Ein Sieg im ers­ten An­lauf scheint kaum zu er­war­ten. So wird das Aben­teu­er zum gro­ßen Teil durch pri­va­te Spen­den fi­nan­ziert. Man­che Berg­stei­ger wie Lu­ci­en De­vies oder Lou­is Wi­brat­te grei­fen per­sön­lich tief in ih­re Scha­tul­le. Auch ver­schie­de­ne Sek­tio­nen des Al­pen­ver­eins steu­ern er­heb­li­che Sum­men bei. Da­zu kom­men Hun­der­te an­ony­me Pri­vat­leu­te.

Dhau­la­gi­ri oder An­na­pur­na?

Die Zeit drängt, nach we­ni­gen Mo­na­ten sind die Vor­be­rei­tun­gen er­le­digt, und um nicht wei­te­re Wo­chen zu ver­lie­ren, rei­sen die Fran­zo­sen samt ih­rem gan­zen Ma­te­ri­al mit dem Flug­zeug statt per Schiff nach In­di­en. Nach der lan­gen, aber pit­to­res­ken An­rei­se durch die Ebe­nen In­di­ens und die Si­wa­liks-Ket­te er­rei­chen sie Tu­ku­cha, ein ar­mes Dorf, das zwi­schen den bei­den Ber­gen der Wahl liegt: Dem Dhau­la­gi­ri in nächs­ter Nä­he im Wes­ten und der An­na­pur­na im Süd­os­ten und vom Dorf durch die Nil­gi­ri-Ber­ge ge­trennt. Ers­te­rer er­hält den Vor­zug: Er ist hö­her, und sei­ne mar­kan­te Form macht ihn at­trak­ti­ver. So er­fol­gen die ers­ten Er­kun­dun­gen am siebt­höchs­ten Berg der Welt, doch die­se ver­lau­fen an­ders, als ge­plant: „ Zu al­lem Über­fluss er­wie­sen sich die Kar­ten als falsch“, schreibt Gas­ton Ré­buf­f­at. Die klei­ne Mann­schaft, die nur aus sechs Berg­stei­gern be­steht, wenn man von Dok­tor Jac­ques Ou­dot ab­sieht, der zwar

ein ex­zel­len­ter Klet­te­rer, aber meist mit an­de­ren Din­gen be­schäf­tigt ist, un­ter­nimmt ei­ne re­gel­rech­te Ent­de­ckungs­fahrt. Zum Glück be­schließt Her­zog aber auch ein Team zur An­na­pur­na zu schi­cken. Ou­dot, Cou­zy und Schatz ent­de­cken am 26.April ei­nen Durch­schlupf zur Nord­sei­te in der Ver­län­ge­rung der Nil­gi­ris. Dies ist der ein­zi­ge Weg in den obe­ren Teil der Mi­ris­ti- Kho­la- Ge­gend. Doch noch kon­zen­triert sich die Ex­pe­di­ti­on auf den Dhau­la­gi­ri. Erst nach ei­nem Mo­nat ge­ben sich die Fran­zo­sen ge­schla­gen und ka­pi­tu­lie­ren vor den mal zu tech­ni­schen, mal zu ge­fähr­li­chen An­stie­gen. Bleibt die An­na­pur­na. Ge­ra­de ein­mal zwei Wo­chen bis zur Monsun­zeit blei­ben der Grup­pe nach ih­rer An­kunft am Fuß des Ber­ges. Der Glet­scher er­weist sich als ein­zi­ges Cha­os. Um schnel­ler vor­an­zu­kom­men, klet­tern sie über ei­nen Fels­pfei­ler, wo­bei sie auch die Eis­fäl­le zu um­ge­hen hof­fen. Doch die Li­nie weist Stel­len im 4. und 5. Grad auf – un­pas­sier­bar für die Trä­ger! Schließ­lich fin­den La­chen­al und Ré­buf­f­at am 21. Mai ei­nen gang­ba­ren Weg über die Bän­der zum Glet­scher. Der obe­re Teil des Ber­ges scheint ih­nen hin­ge­gen kei­ne wei­te­ren tech­ni­schen Pro­ble­me auf­zu­wei­sen. Schon bald steht La­ger 1. Dar­über be­gin­nen nicht son­der­lich stei­le Hän­ge, doch ei­ne ge­wal­ti­ge Ser­ac-Bar­rie­re, die sie Si­chel tau­fen, be­droht den ge­sam­ten un­te­ren Teil. Da­nach geht es ra­pi­de wei­ter, und am 2. Ju­ni be­rei­ten sich Mau­rice Her­zog und Lou­is La­chen­al im La­ger 5 auf 7 300 Me­tern für den Gip­fel­gang vor. Schon am nächs­ten Tag ste­hen sie auf dem höchs­ten Punkt. Da­mit wur­de der ers­te 8 000er in­ner­halb von 13 Ta­gen durch kaum ak­kli­ma­ti­sier­te Berg­stei­ger be­stie­gen. Ih­re Er­kun­dun­gen rund um Dhau­la­gi­ri und An­na­pur­na brach­ten sie zu­vor kaum hö­her als 5 000 Me­ter.

Der Preis des Er­fol­ges

Da­mit be­ginnt ein neu­es Ka­pi­tel des Al­pi­nis­mus. Viel fehl­te nicht, und die Welt hät­te es nie er­fah­ren. La­chen­al hat er­fro­re­ne Fü­ße, bei Her­zog sind es die Fin­ger: Im Ab­stieg hat­te er sei­ne Hand­schu­he ver­lo­ren. Den­noch ist er völ­lig auf­ge­löst, vor­an­ge­trie­ben durch den „Gip­fel­sieg“. Der Ab­stieg wird zum Rück­zugs­ge­fecht. Ré­buf­f­at und Ter­ray im La­ger 5 er­fah­ren als ers­te vom Er­folg, aber auch von dem ho­hen Preis, den es zu zah­len gibt.Ter­ray fin­det sei­nen Freund un­ter dem Camp 5, nach­dem er ab­ge­rutscht ist.Ter­ray über­re­det ihn wie­der zum Zelt auf­zu­stei­gen. Die gan­ze Nacht ver­su­chen Ré­buf­f­at und Ter­ray, die Glie­der ih­rer Freun­de wie­der auf­zu­wär­men. Am nächs­ten Tag kün­det schlech­tes Wet­ter den dro­hen­den Mon­sun an.Ter­ray tauscht sei­ne zwei Num­mern grö­ße­ren Schu­he ge­gen die von La­chen­al. Er selbst be­gnügt sich mit den ge­fro­re­nen Schu­hen sei­nes Freun­des, die er am Vor­tag auf­ge­schnit­ten hat, um sie aus­zie­hen zu kön­nen. Mit le­dig­lich zwei Pi­ckeln stei­gen die

vier im Sturm ab. Sie ir­ren über die Hän­ge, wäh­rend La­wi­nen, Käl­te und feh­len­de Sicht ih­re Chan­cen im­mer wei­ter ver­rin­gern. Der Tag geht vor­über, und ein Bi­wak wird un­ver­meid­bar. Doch zum Glück stößt La­chen­al beim Sturz durch ei­ne Schnee­brü­cke auf ei­ne Spal­te, in die sie sich zu­rück­zie­hen kön­nen. Am nächs­ten Tag blickt Ter­ray nach drau­ßen und sieht nichts als Grau, was Ré­buf­f­at be­stä­tigt. Der Wind bläst ge­wal­tig, und selbst Ter­ray scheint je­de Hoff­nung zu ver­lie­ren. Doch La­chen­al sta­chelt die an­de­ren an: „ Es ist schön! Wir sind ge­ret­tet!“ Tat­säch­lich sind Ter­ray und Ré­buf­f­at schnee­blind. Sie sam­meln ih­re ver­streu­ten Sa­chen zu­sam­men, nach­dem ei­ne La­wi­ne ih­re Spal­te heim­ge­sucht hat. Her­zog hat in­zwi­schen je­de Kraft ver­las­sen und muss von den an­de­ren aus der Eis­kluft be­freit wer­den. Er bit­tet Ter­ray, ihn zu­rück­zu­las­sen, den­noch zie­hen al­le wei­ter, wo­bei die von schwe­ren Er­frie­run­gen Ge­zeich­ne­ten die Blin­den füh­ren. „ Das schö­ne Wet­ter bie­tet nur ei­nen küm­mer­li­chen Auf­schub“,

schreibt Ter­ray, „ war­um hat die Vor­her­se­hung nicht da­für Sor­ge ge­tra­gen, dass wir in un­se­rer Spal­te be­gra­ben wer­den?“ Doch plötz­lich hö­ren die vier Stim­men. Schatz er­scheint kei­ne 50 Me­ter weit ent­fernt. Es sind kei­ne Hal­lu­zi­na­tio­nen, son­dern Cou­zy und Schatz, die zu­sam­men mit Ang Thar­key, de­mVe­te­ra­nen der bri­ti­schen Eve­r­est-Ex­pe­di­tio­nen, vom Camp 4 am auf­stei­gen. Schatz steigt noch­mals zur Bi­wak­spal­te auf, um die ver­schüt­te­ten Fil­me zu ber­gen. Am nächs­ten Tag setzt Grup­pe ih­ren le­gen­dä­ren Ab­stieg fort: Ei­ne La­wi­ne reißt ein Zelt mit, als die Mit­glie­der es ge­ra­de ver­las­sen ha­ben, spä­ter reißt ein wei­te­res Schnee­brett Her­zog, Ai­la und Pan­zy mit.

Not­dürf­ti­ge Hil­fe im Ba­se­camp

Zu­rück im Ba­se­camp, müs­sen ei­ligst die schlimms­ten Wun­den ver­sorgt wer­den. Der Arzt Jac­ques Ou­dot über­nimmt auf wei­te­res das Kom­man­do. Dem her­vor­ra­gen­den Klet­te­rer, er wie­der­hol­te un­ter an­de­rem 1945 mit Ter­ray die Drus-Nord­wand, steht ei­ne har­te Auf­ga­be be­vor: Die Ex­pe­di­ti­on be­fin­det sich fern­ab jeg­li­cher Zi­vi­li­sa­ti­on und ist schon viel zu lan­ge un­ter­wegs. Al­le sind er­schöpft, Le­bens­mit­tel und Me­di­ka­men­te sind be­grenzt. Gleich ei­nem Re­gi­ment in Auf­lö­sung flieht die klei­ne Grup­pe aus den Ber­gen. Bei der An­kunft in Le­the im Kha­li-Ganda­ki-Tal nimmt Ou­dot die ers­ten schmerz­haf­ten Am­pu­ta­tio­nen vor, um den dro­hen­den Wund­brand ein­zu­däm­men. Der Rück­weg ist lang und müh­se­lig. „ In ei­ner grau­si­gen Mi­schung aus Freu­de und Schmerz, Hel­den­tum und Nie­der­tracht, Son­ne und Schlamm, Grö­ße und Ge­mein­heit kehr­ten wir

lang­sam auf die Er­de zu­rück“, schreibt Ter­ray. Der ers­te 8 000er ist be­stie­gen und er­öff­net ei­ne Epo­che, in der 13 wei­te­re der 14 Kö­nigs­gip­fel in­ner­halb von zehn Jah­ren er­reicht wer­den soll­ten. Die Erst-be­stei­gung der An­na­pur­na-Nord­sei­te ge­lang un­ter schwie­ri­gen Um­stän­den und bleibt ei­ne groß­ar­ti­ge Leis­tung. Selbst das fol­gen­de Jahr­zehnt hob die­ses Kunst­stück eher noch wei­ter in den Vor­der­grund, hin­ter­lässt bis heu­te an­ge­sichts des be­zahl­ten Prei­ses aber auch ei­nen Hauch von Rat­lo­sig­keit.

1 Zu den Er­fol­gen von Mau­rice Her­zog ge­hört die Sen­ti­nel­le

Rouge am Mont Blanc ( 1944 mit Pier­re Ma­deuf und Jac­ques Ou­dot, dem Arzt der An­na­pur­na-Ex­pe­di­ti­on), die 7. Be­ge­hung der Plan-Nord­wand (mit Pier­re Ma­deuf) und die 6. Be­ge­hung der Caï­man-Ost­wand (Pier­re Ma­deuf und Jac­ques Ou­dot). Da­zu kom­men die 4. Be­ge­hung der Piz- Ba­di­le- Nord­ost­wand zu­sam­men mit Re­né Fer­let, Jac­ques Po­in­ce­n­ot und Guy Pou­let in ei­ner be­mer­kens­wert kur­zen Zeit.

Ar­chiv Ver­ti­cal.

Camp III auf 6 400 Me­tern, das in ei­nem si­che­ren Win­kel

un­ter den Ser­acs liegt.

Ar­chiv Ver­ti­cal.

Die Nord­wand der An­na­pur­na prä­sen­tiert sich als weit­läu­fi­ger Schnee­hang, der von Ser­acs über­ragt wird. Zum Glück ge­lang die Be­ge­hung ziem­lich schnell, so dass Berg­stei­ger und Trä­ger nur kurz­zei­tig vom Eis­schlag be­droht wa­ren.

Ar­chiv Ver­ti­cal.

Oben rechts: Mau­rice Her­zog muss auf dem Rück­weg

ge­tra­gen wer­den.

Ar­chiv Ver­ti­cal.

Un­ten: Per Telegramm wird der „Sieg“der fran­zö­si­schen

Ex­pe­di­ti­on an­ge­kün­digt.

Ar­chiv Ver­ti­cal.

Oben: Lou­is La­chen­al, „in ei­n­er­be­ängs­ti­gen­denMi­schung aus­Schmer­zun­dF­reu­de“, schrieb Ter­ray.

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