HOM­MAGE AN DAS MAT­TER­HORN

Zum 150. Ge­burts­tag der Mat­ter­horn-Erst­be­stei­gung gab es ein ganz be­son­de­res Ge­schenk: Patrick Ga­bar­rou er­öff­ne­te an dem Ju­bi­lä­ums­berg ei­ne Neu­tour und fei­er­te auf dem Gip­fel der be­rühm­ten Py­ra­mi­de über Zer­matt bei die­ser Ge­le­gen­heit so­gar fast sei­nen 64.

Vertical (German) - - EURONEWS -

Patrick „Gab“Ga­bar­rou ging schon ei­ne gan­ze Wei­le mit sei­ner Idee schwan­ger. 2002 er­öff­ne­te er mit Ni­co­lae Morar, Ma­xi­me Lopez und Cesa­re Ra­va­schiet­to Pad­re Pio Preg­ga per tut­ti, ei­ne 700-Me­ter-Rou­te am Pi­las­tro dei Fio­ri, lin­ker­hand des Pic­co Mu­zio. Der „Pic­co“ist ei­ne Spit­ze, die sich im Sü­den der Furg­gen­schul­ter er­hebt. Ih­re stei­le Wand ober­halb von Breuil-Cer­vi­nia lädt re­gel­recht zur schwe­ren, frei­en Klet­te­rei ein. Pad­re Pio bie­tet 19 Seil­län­gen mit Schwie­rig­kei­ten bis 6c+/7a und wur­de von den Wie­der­ho­lern durch­weg ge­lobt. Doch Ga­bar­rou woll­te mehr – ei­ne Ver­län­ge­rung sei­ner Tour bis zum Gip­fel des Mat­ter­horns. Manch­mal zeigt sich die Na­tur gnä­dig für gro­ße Ide­en, so auch in die­sem Fall. Über dem Pi­las­tro dei Fio­ri gibt es in der Mat­ter­horn-Süd­wand ei­nen wei­te­ren Pfei­ler, der bis zur Hö­he der Furg­gen­schul­ter reicht.Von dort führt ei­ne stei­le Wand bis fast auf Gip­fel­hö­he auf den Furg­gen­g­rat. Da­mit war die Li­nie de­fi­niert und muss­te „nur“noch ge­macht wer­den. Leicht soll­te dies al­ler­dings nicht wer­den, es er­wies sich so­gar als recht kom­pli­ziert. Schon für Pad­re Pio muss­te Ga­bar­rou vor 13 Jah­ren vier­mal mit un­ter­schied­li­chen Seil­part­nern in die Wand. Dies­mal soll­ten sich die Ver­su­che von Mai bis Ju­ni er­stre­cken. Im Früh­jahr steigt Gab zu­sam­men mit­Yo­ann Jo­ly über die stark ver­schnei­ten Furg­gen­hän­ge ein und klet­tert bis zum Gip­fel der Pad­re Pio. Von dort er­schlie­ßen sie die Que­rung bis zum Fuß des ers­ten Pfei­lers, ge­nannt Si­mo­n­apfei­ler. Der Na­me ist ei­ne Hom­mage an Si­mo­na Hos­quet, jun­ge Ber­füh­rerAn­wär­te­rin, die im ver­gan­ge­nen Jahr ei­ner La­wi­ne zum Op­fer fiel. Be­geis­tert vom Mat­ter­horn, hat­te sie Pad­re Pio zu­sam­men mit François Caz­za­nel­li wie­der­holt. Wäh­rend Ga­bar­rou im Mai 2015 sei­nen ers­ten Ver­such in

Un­ten links: Patrick Ga­bar­rou un­ter dem Vor­sprung, der das Bi­wak in ei­ner feuch­ten Nacht schütz­te.

Un­ten: Pier­re Gour­din im ei­si­gen Gip­fel­bi­wak.

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