„Berg­leu­te wä­ren die bes­ten Pio­nie­re“

Les mi­neurs se­ront les pre­miers à dé­cro­cher la Lu­ne

Vocable (Allemagne) - - Sommaire - FLO­RI­AN NEBEL doc­teur en phy­si­que

Flo­ri­an Nebel, doc­teur en phy­si­que nu­cléai­re, pu­blie un li­v­re sur la co­lo­ni­sa­ti­on de la Lu­ne. Se­lon lui, en 10-15 ans une co­lo­nie dura­ble pour­rait êt­re in­stal­lée sur not­re sa­tel­li­te, au bout de 30 ans el­le pour­rait comp­ter un mil­lier d’ha­bi­tants. Les mi­neurs se­rai­ent les pre­miers à pou­voir dé­cro­cher la Lu­ne.

SPIE­GEL: Wie lan­ge wird es dau­ern, bis Men­schen auf dem Mond le­ben kön­nen? Flo­ri­an Nebel: In­ner­halb von 10 bis 15 Jah­ren könn­ten wir ei­ne dau­er­haf­te Sied­lung auf­bau­en. Am An­fang be­stün­de die­se aus et­wa 25 Per­so­nen. Wenn man kon­ti­nu­ier­lich neue Sied­ler nach­schick­te und ir­gend­wann auch Kin­der dort auf die Welt kä­men, könn­te die Ko­lo­nie in­ner­halb von 30 Jah­ren auf über tau­send Be­woh­ner an­wach­sen.

2. SPIE­GEL: An­ders als einst bei „Apol­lo“wol­len Sie Men­schen und Ma­te­ri­al aber nicht di­rekt hin­schi­cken. Nebel: Es gibt der­zeit kei­ne Ra­ke­te, wel­che die ge­wünsch­te Nutz­last bis zum Mond brin­gen könn­te. Not­wen­dig wä­ren da­her zu­nächst klei­ne­re Flü­ge zur ISS, wo die Mo­du­le zu­sam­men­ge­baut wer­den. Von dort aus wür­den sie dann zum Mond star­ten. 3. SPIE­GEL: Sie schla­gen vor, die Mond­sied­lung un­ter der Ober­flä­che zu er­rich­ten. Wie sind Sie denn auf die­se Idee ge­kom­men? Nebel: Um ober­ir­di­sche Be­hau­sun­gen zu er­rich­ten, müss­ten wir das Bau­ma­te­ri­al von der Er­de mit­brin­gen. Viel güns­ti­ger wä­re es, Höh­len in ein ge­eig­ne­tes Berg­mas­siv zu gra­ben. Die Fels­wän­de bö­ten zu­dem ei­nen na­tür­li­chen Schutz vor der feind­li­chen Um­welt – dem Va­ku­um, den ex­tre­men Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen und der kos­mi­schen Strah­lung.

4. SPIE­GEL: Müss­ten Mond­sied­ler al­so im Dun­keln hau­sen? Nebel: Nein. Wie in his­to­ri­schen Fels­fes­tun­gen auf der Er­de lie­ßen sich ein paar Fens­ter ein­bau­en, um Ta­ges­licht her­ein­zu­las­sen. Spe­zi­ell am Mond­süd­pol gibt es so­gar Stand­or­te, wo es im­mer hell ist. In­fra­ge kä­me bei­spiels­wei­se der 5000 Me­ter ho­he Ma­la­pert-Berg, der sehr schön im Son­nen­licht liegt.

5. SPIE­GEL: Aber wel­che As­tro­nau­ten wä­ren in der La­ge, Ber­ge auf dem Mond an­zu­boh­ren? Nebel: Un­ter den ers­ten Sied­lern müss­ten Berg­leu­te sein. Die Kum­pel sind es ge­wohnt, un­ter Ta­ge Schwerst­ar­beit zu leis­ten. Ih­re ir­di­schen Er­fah­run­gen könn­ten sie auf den Mond über­tra­gen. Aus mei­ner Sicht wä­ren sie die am bes­ten ge­eig­ne­ten Pio­nie­re, um schnell ei­ne au­ßer­ir­di­sche Ko­lo­nie zu er­schaf­fen. Flo­ri­an Nebel, „Die Be­sied­lung des Mon­des“(LV-Buch Müns­ter)

„Viel güns­ti­ger wä­re es, Höh­len in ein ge­eig­ne­tes Berg­mas­siv zu gra­ben.“

Newspapers in German

Newspapers from France

© PressReader. All rights reserved.