Fe­ri­en­la­ger am En­de der Welt

Le 3e vo­let de la BD „Gung Ho“: aux fron­tiè­res du film d’ani­ma­ti­on

Vocable (Allemagne) - - Sommaire -

Le troi­siè­me vo­let de la BD post-apo­ca­lyp­tique „Gung Ho“vi­ent de sor­tir. Ce nou­veau pe­tit bi­jou de Ben­ja­min von Eckarts­berg et Tho­mas von Kum­mant pour les ama­teurs du gen­re, re­po­se com­me les deux pre­miers to­mes sur un scé­na­rio ha­l­etant et une es­thé­tique pro­che du film d’ani­ma­ti­on. Pour ces ados sur le che­min de l’âge adul­te il s'agit d'af­fron­ter des me­naces aus­si réel­les que mé­ta­pho­ri­ques…

Es muss was im Busch sein. Sonst funk­tio­niert es nicht. „Ich mag es ein­fach, wenn ei­ne Fi­gur durch die Land­schaft latscht und da im­mer was aus dem Busch sprin­gen kann“, sagt Ben­ja­min von Eckarts­berg. Und Bü­sche, aus de­nen das Bö­se sprin­gen kann, gibt es in der End­zeit­er­zäh­lung „Gung Ho“von von Eckarts­berg und Tho­mas von Kum­mant* zur Ge­nü­ge.

2. Die Bän­de ver­mit­teln dem Le­ser ei­ne grund­sätz­li­che Span­nung, es geht um die Men­sch­lich­keit und wie lan­ge sie auf-

1. (ir­gend)et­was ist im Busch il y a an­guil­le sous ro­che, der Busch(¨e) le buis­son, le four­ré / die Fi­gur(en) le per­son­na­ge / durch … lat­schen mar­cher, se ba­la­der dans …/ die Land­schaft le pay­sa­ge, la cam­pa­gne / sprin­gen(a,u) bon­d­ir / das Bö­se le ma­lin / die End­zeit­er­zäh­lung le ré­cit de fin du mon­de, posta­po­ca­lyp­tique / zur Ge­nü­ge à foi­son. 2. der Band(¨e) le to­me, l’al­bum / ver­mit­teln trans­mett­re / grund­sätz­lich pri­mai­re / die Span­nung la ten­si­on / die Men­sch­lich­keit l’hu­ma­nité / recht­er­hal­ten wird. „End­zeit­stim­mung ist im­mer ei­ne an­de­re At­mo­sphä­re, die man nicht kennt, und da gibt es ir­gend­wel­che Krea­tu­ren, die es so nicht gibt“, sagt von Kum­mant. „Das ist für ei­nen Zeich­ner im­mer ein ge­fun­de­nes Fres­sen, sich da aus­zu­to­ben.“

HIN­TER DEN MAU­ERN: DIE REISSER

3. Mit ih­rem ge­mein­sa­men Co­mic „Gung Ho“ha­ben die bei­den Il­lus­tra­to­ren und Künst­ler aus Mün­chen ein Werk ge­schaf­fen, das sich vi­su­ell deut­lich von an­de­ren Ver­öf­fent­li­chun­gen ab­hebt. Vor al­lem Licht spielt ei­ne wich­ti­ge Rol­le im ers­ten Band „Schwar­ze Scha­fe“, der in die Ge­schich­te ein­führt, aber da­bei manch­mal noch ein we­nig Skiz­ze bleibt. Aber er zieht den Le­ser über sei­ne Äs­t­he­tik ins Ge­sche­hen.

4. Die Welt ist in „Gung Ho“am En­de. Wie­der ein­mal. Die Men­schen le­ben zu­rück­ge­zo­gen in klei­nen Sied­lun­gen, de­ren ein­zi­ger Schutz ih­re be­wach­ten Mau­ern sind. Da­hin­ter: Rei­ßer. Ei­ne Mi­schung aus Wolf, Af­fe, Bär; of­fen­bar stets schlecht ge­launt, hung­rig und eben im Busch.

5. In die­ses Set­ting plat­zen die Brü­der Archer und Zack Good­woo­dy, die als Pro­blem­fäl­le aus ei­ner an­de­ren Sied­lung raus­ge­flo­gen sind, nun nach Fort Apa­che kom­men und sich mit ei­ner Grup­pe Ju­gend­li­cher an­freun­den. „Na­tür­lich stei­gern sich Ac­tion und auch die Fall­hö­he des Gan­zen. Aber wir stei­gen ab­sicht­lich lang­sam ein, weil wir Sa­chen er­zäh­len wol­len, die ei­nen leich­te­ren Ton ha­ben“, sagt von Eckarts­berg. „Das geht schlecht, wenn am An­fang nur Mord und Tot­schlag herrscht. So ent­wi­ckelt sich das ste­tig nach oben.“

ZU­ERST IN FRANK­REICH VER­ÖF­FENT­LICHT

6. Die Idee zu „Gung Ho“gab es schon vor neun Jah­ren, al­ler­dings eher für das Set­ting, das Dorf, die Mau­ern und die Ge­fah­ren da­hin­ter. Auch dass es um Te­enager ge­hen soll­te, stand für von Eckarts­berg früh fest. „Ich hat­te auch schon vi­su­el­le Ide­en, Sze­nen und Cha­rak­te­re. Es hat aber Jah­re ge­dau­ert, bis ich mich da­mit wie­der be­schäf­tigt ha­be“, sagt der 43-Jäh­ri­ge. Ge­nau ge­nom­men bis 2011, als die bei­den Zeich­ner den zwei­ten Band der Hohl­bein-Co­mic-Ad­ap­ti­on „Die Chro­nik der Uns­terb­li­chen“fer­tig­ge­stellt hat­ten. 7. Es war klar, dass „Gung Ho“ar­beits­in­ten­siv wer­den wür­de. Dass die Se­rie zu­erst in Frank­reich ver­öf­fent­licht** wur­de, war für die bei­den Zeich­ner ein Glücks­fall. Denn ihr fran­zö­si­scher Ver­le­ger fi­nan­zier­te ih­nen die Ar­beit. So konn­te sich von Eckarts­berg elf Mo­na­te auf die Sto­ry kon­zen­trie­ren, die 400 Sei­ten um­fasst, und von Kum­mant sich an das De­sign ma­chen.

8. Durch ei­ne spe­zi­el­le Tech­nik, die mit ei­ner Col­la­ge zu ver­glei­chen ist, er­zeugt von Kum­mant ei­nen Stil, der stark an Ani­ma­ti­ons­fil­me er­in­nert, aber doch sehr viel Ei­gen­stän­di­ges mit­bringt – Fe- ri­en­la­ger­at­mo­sphä­re zum En­de der Welt, wie wir sie ken­nen. Den Kon­trast zwi­schen Leich­tig­keit und Schwe­re in ih­rer Ge­schich­te ha­ben die bei­den Künst­ler so stark in die Bil­der über­tra­gen, die sie in kla­re Pa­nel­struk­tu­ren le­gen. Schnitt und Sto­ry sind wich­ti­ger als Ex­pe­ri­men­te im Lay­out.

9. Das sorgt für viel Auf­merk­sam­keit – auch auf dem deut­schen Markt. Der Er­folg freut das Duo – die­ses Mal um­so mehr, weil es ih­re ei­ge­ne Ge­schich­te ist. * Ben­ja­min von Eckarts­berg und Tho­mas von Kum­mant: Gung Ho, Cross Cult Ver­lag, Band 1 „Schwar­ze Scha­fe“, Band 2 „Oh­ne Rück­sicht auf Ver­lus­te”. ** Gung Ho, Edi­ti­ons Paquet, To­me 1 “Bre­bis gal­eu­ses”, To­me 2 “Court-cir­cuit”.

„Gung Ho“hebt sich vi­su­ell deut­lich von an­de­ren Ver­öf­fent­li­chun­gen ab.

(©Edi­ti­ons Paquet)

Aus­zug der Co­mic „Se­xy Beast “.

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