WIE HELGOLAND PLÖTZ­LICH HIP WIRD

Helgoland, de­sti­na­ti­on su­bi­te­ment en vogue

Vocable (Allemagne) - - À La Une -

Helgoland est un pe­tit pa­ra­dis pour les fans des fif­ties et six­ties. En plei­ne mer du Nord, à 2h30 de ba­teau du con­ti­nent, les tou­ris­tes dé­bar­quent sur un îlot de 4,2 km2 où le temps sem­ble s’êt­re ar­rêté dans les an­nées 50. Ici, pas de voi­tu­res, mais des pho­ques et des oi­seaux de mer en pa­gail­le.

Es fängt mit ei­nem De­sas­ter an. Das Kind schreit so laut, dass sich al­le um­dre­hen. Es hält ei­ne Waf­fel­tü­te in der Hand, der Mund steht noch of­fen. Ei­ne Mö­we fliegt da­von. Die Eis­ku­gel tropft aus dem Schna­bel. Es gibt gro­ße Mö­wen auf Helgoland. Und die wis­sen ge­nau, wann die Boo­te mit den Ta­ges­tou­ris­ten an­le­gen. Zwölf Uhr mit­tags schnur­ren Roll­lä­den hoch, Auf­stel­ler wer­den auf­ge­klappt, die Bör­te­boo­te le­gen ab. Sie ho­len die Pas­sa­gie­re von den Schif­fen ab. Je­der geht auf sei­nen Pos­ten. Auch die Mö­wen, die auf den Häu­sern lau­ern. 2. Die ers­ten der 3500 Ta­ges­gäs­te ge­hen die Mo­le ent­lang, leicht be­nom­men von zwei­ein­halb St­un­den Fahrt auf der Nord­see. So lan­ge braucht das Schiff für die 70 Ki­lo­me­ter vom Fest­land zur In­sel. Die meis­ten schau­en et­was ir­ri­tiert drein, was nur zum Teil am über­stan­de­nen See­gang lie­gen dürf­te: Sie pas­sie­ren zu­nächst ein Ge­wer­be­ge­biet, das lan­ge Back­stein­haus der Mee­res­bio­lo­gen, zwei Po­li­zis­ten, die vor der klei­nen Po­li­zei­sta­ti­on in die Luft gu­cken, die ers­te Kn­ei­pe, den ers­ten Spi­ri­tuo­sen­shop.

JE­DE HAUSNUMMER GIBT ES NUR EIN­MAL

3. An­ders­wo be­ginnt dann ein Dorf. Auf Helgoland be­ginnt erst mal gar nichts. Die Häu­ser, klei­ne Schach­teln mit schrä­gen Dä­chern, sind voll­kom­men un­schein­bar. 50er- und 60er-Jah­re-Ar­chi­tek­tur: Jahr­zehn­te­lang hat man in den Städ­ten auf dem Fest­land das Weg­schau­en ge­übt.

4. Am win­zi­gen Kur­pa­vil­lon aus ge­fal­te­tem Be­ton und Glas ver­lang­samt sich der Pas­san­ten­strom. Auf der Büh­ne sitzt ein Mann an

der Ham­mond­or­gel. Er spielt „Ma­ri­na, Ma­ri­na“und an­de­re Schla­ger die­ses Ka­li­bers. Der Schock sitzt. Wel­ches Jahr ha­ben wir ei­gent­lich? Wo sind wir?

5. Im­mer­hin ist es sehr ein­fach, sich auf der In­sel zu ori­en­tie­ren. Am Lung Wai, dem „lan­gen Weg“, wie die ein­zi­ge Haupt­stra­ße auf Frie­sisch heißt, ste­hen Ge­schäf­te, Kn­ei­pen, Im­bis­se, Eis­lä­den, nach gut 200 Me­tern kann man für 60 Cent mit dem Auf­zug vom Un­ter­land ins knapp 40 Me­ter hö­her ge­le­ge­ne Ober­land schwe­ben. Dort gibt es wei­te­re Lä­den und Ca­fés, da­hin­ter ver­teilt sich das Zu­hau­se der et­wa 800 Hel­go­län­der, in lan­gen Zei­len an­ein­an­der­ge­reiht. Je­de Hausnummer gibt es nur ein­mal. Ein ge­teer­ter Weg führt am Leucht­turm vor­bei durch sat­te Wei­den und Wie­sen.

6. Nur ein kur­zer Spa­zier­gang ist es bis zum In­se­len­de, der Brut­ko­lo­nie der Lum­men und

Basstöl­pel. Da­vor ragt die 47 Me­ter Lan­ge An­na aus dem Meer, Hel­go­lands Wahr­zei­chen. Wer lang­sam geht, braucht ei­ne St­un­de für den Qua­drat­ki­lo­me­ter. Man­cher Stadt­park ist grö­ßer als Helgoland.

7. Für die Nach­bar­in­sel, die Dü­ne, mit ih­ren Rob­ben­bän­ken und den Strän­den, reicht die Zeit nicht. Um drei Uhr fah­ren die ers­ten Bör­te­boo­te wie­der los. Vie­le Pas­sa­gie­re ste­hen am Kai schon Schlan­ge, als ob sie so schnell wie mög­lich weg­wol­len. Zu­rück nach Hau­se. Ins Jahr 2017.

(©Istock)

Das 50er- und 60er-En­sem­ble steht un­ter Denk­mal­schutz. Selbst die Fas­sa­den­far­ben sind vor­ge­schrie­ben.

(©Istock)

Helgoland ge­hört zu Schles­wi­gHol­stein und zählt zu den bes­ten Vo­gel-Be­ob­ach­tungs­plät­zen in Eu­ro­pa.

(©Istock)

See­hun­de ba­den auf der Dü­ne zu Hun­der­ten in der Son­ne.

Newspapers in German

Newspapers from France

© PressReader. All rights reserved.