Frü­her ster­ben in Pir­ma­sens

L’es­péran­ce de vie aug­men­te, mais l’homme ne viv­ra ja­mais éter­nel­le­ment !

Vocable (Allemagne) - - Sommaire - SA­BI­NE SÜTTERLIN jour­na­lis­te sci­en­ti­fi­que

Au­teu­re d’une nou­vel­le étu­de pour l’In­sti­tut ber­li­nois de dé­mo­gra­phie, Sa­bi­ne Sütterlin ex­pli­que pour­quoi, mal­gré l’al­lon­ge­ment de l’es­péran­ce de vie, l’homme ne de­vi­en­dra ja­mais im­mor­tel.

SPIE­GEL: Vor mehr als hun­dert Jah­ren lag die Le­bens­er­war­tung welt­weit im Schnitt bei 30 Jah­ren, heu­te bei über 70 — ist das der Ent­de­ckung der An­ti­bio­ti­ka zu­zu­rech­nen? Sa­bi­ne Sütterlin: Al­lein si­cher nicht. Zu­nächst stieg die Le­bens­er­war­tung, weil die Kin­der­sterb­lich­keit zu­rück­ging; da wa­ren auch Impf­stof­fe wich­tig. Spä­ter ha­ben Wohl­stand, Bil­dung, bes­se­re Er­näh­rung und Ge­sund­heits­sys­te­me da­zu ge­führt, dass die Men­schen län­ger am Le­ben blie­ben.

2. SPIE­GEL: Heißt die Re­gel schlicht: Rei­che le­ben län­ger? Sütterlin: Bil­dung und So­zi­al­sta­tus sind die wich­tigs­ten Fak­to­ren, ganz klar. Und da gibt es rie­si­ge Un­ter­schie­de – selbst in­ner­halb Deutsch­lands. Zum Bei­spiel ster­ben Män­ner in Pir­ma­sens im Mit­tel gut acht Jah­re frü­her als Män­ner im Land­kreis Starn­berg. 3. SPIE­GEL: Un­ser Kör­per ist si­cher nicht für die Unend­lich­keit ge­macht — gibt es ei­ne Art bio­lo­gi­sches Li­mit? Sütterlin: Ver­gan­ge­nen Herbst ha­ben For­scher die tat­säch­li­che Le­bens­dau­er in 40 Län­dern seit 1900 aus­ge­wer­tet und schlie­ßen dar­aus, dass sich die Le­bens­er­war­tung im höchs­ten er­reich­ten Al­ter von knapp über hun­dert Jah­ren seit den Acht­zi­ger­jah­ren kaum noch stei­gern lässt. Viel­leicht ha­ben wir da tat­säch­lich ei­ne bio­lo­gi­sche Gren­ze er­reicht. Au­ßer­dem gibt es Ent­wick­lun­gen, die den wei­te­ren An­stieg der Le­bens­er­war­tung brem­sen könn­ten. Zum Bei­spiel die ra­san­te Zu­nah­me von Fett­lei­big­keit auf der gan­zen Welt. Das ist wie ei­ne Seu­che.

4. SPIE­GEL: Was ist die Zau­ber­for­mel für ein lan­ges Le­ben? Sütterlin: Wer nicht raucht, täg­lich 10.000 Schrit­te geht und sich auf ein Netz von Freun­den ver­las­sen kann, hat gu­te Chan­cen, alt zu wer­den. Und na­tür­lich ist ge­sun­de Er­näh­rung wich­tig. Kürz­lich ha­ben For­scher be­rech­net, dass welt­weit jähr­lich 7,8 Mil­lio­nen vor­zei­ti­ge To­des­fäl­le ver­hin­dert wer­den könn­ten, wenn al­le Men­schen täg­lich zehn 80-Gram­mPor­tio­nen Obst und Ge­mü­se es­sen wür­den.

5. SPIE­GEL: Ist das nicht ein Alb­traum, im­mer äl­ter zu wer­den? Wie wird das ge­hen mit der Über­be­völ­ke­rung? Mit den Res­sour­cen? Sütterlin: So­lan­ge die Men­schen fit sind, wer­den sie gern alt. Und was das Be­völ­ke­rungs­wachs­tum an­geht: Al­tern­de Ge­sell­schaf­ten ha­ben we­ni­ger Kin­der, das gleicht sich al­so aus.

be­rech­nen cal­cu­ler / der vor­zei­ti­ge(n) To­des­fall(¨e) le cas de dé­cès pré­coce / ver­hin­dern évi­ter. 5. der Alb­traum le cau­che­mar / die Über­be­völ­ke­rung la sur­po­pu­la­ti­on / fit sein êt­re en bon­ne san­té / was … an­geht en ce qui con­cer­ne … / das Be­völ­ke­rungs­wachs­tum l’acrois­se­ment de la po­pu­la­ti­on / al­ternd vi­eil­lis­sant / sich aus-glei­chen(i,i) s’équi­li­brer.

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