Die Te­e­nie-Ver­ste­he­rin

Le shop­ping en li­gne ver­si­on ado avec l’ap­p­li Yeay.

Vocable (Allemagne) - - Édito Sommaire - VON NE­LE HUSMANN

Une nou­vel­le ap­p­li fait un ta­bac chez des jeu­nes : Yeay, une sor­te d’hy­bri­de d’eBay et Snap­chat mêlant une ap­p­li­ca­ti­on d’achat avec des vi­dé­os in­stan­ta­nées. À l’ori­gi­ne de cet­te in­no­va­ti­on se trouve Me­la­nie Mohr, une ma­man-en­tre­pre­neu­se qui a ob­ser­vé ses en­fants et com­pris leurs at­ten­tes.

Ein Fin­ger­druck auf dem iPho­ne, und das Vi­deo läuft: Das Mo­del wirft die lan­gen brü­net­ten Haa­re zu­rück und dreht sich las­ziv um. Es trägt ein schlich­tes schwar­zes T-Shirt. In gro­ßen Let­tern steht drauf: „I will ma­ke bet­ter mis­ta­kes to­mor­row.“Nach acht Se­kun­den er­scheint ein grü­ner But­ton – und wer mit der Fin­ger­spit­ze draufklickt,

kauft das T-Shirt. Will­kom­men auf der Shop­ping-App Yeay.

2. „Yeay ist ein coo­ler Weg, sei­ne Sa­chen zu ver­kau­fen“, sagt Ma­rio Ap­pu­zo, der das ge­frag­te TShirt ent­warf – und mit Me­mo­ric vor knapp drei Jah­ren sei­ne ei­ge­ne Mo­de­mar­ke schuf. Ma­rio ist 15 Jah­re alt. Auf Yeay ver­dient der Te­enager jetzt schon mehr als Er­wach­se­ne in ei­nem fes­ten Job.

ER­FOLG­REI­CHE PLATT­FORM AUS EU­RO­PA

3. Seit sechs Mo­na­ten ist Yeay ak­tiv. „Stell dir vor, Ebay und Snap­chat hät­ten ein Ba­by“, be­schreibt die Ber­li­ner Grün­de­rin Me­la­nie Mohr, 43, ih­re Platt­form. Rund um die Welt fei­ert sie mit Yeay Er­fol­ge – vor al­lem in den USA: „Yeay de­fi­niert das Shop­ping für die Ge­ne­ra­ti­on Z neu“, lobt das US-Ma­ga­zin „For­bes“. Lan­ge stamm­ten er­folg­rei­che Platt­for­men aus­schließ­lich aus den USA. „End­lich kommt so et­was ein­mal aus Eu­ro­pa“, sagt Alec Rau­schen­busch, Grün­der von Gra­zia Equi­ty, die das Start-up fi­nan­ziert. Sei­ne Er­war­tung:

„Yeay wird zur füh­ren­den glo­ba­len So­ci­alShop­ping-Platt­form.“

4. Die In­spi­ra­ti­on lie­fer­ten Mohrs Kin­der im Al­ter von 19, 16 und sechs – als sie sich auf dem Han­dy am Früh­stücks­tisch Vi­de­os an­schau­ten. Am Abend vor­her hat­te Mohr ei­nen Ar­ti­kel über Judith Wil­li­ams ge­le­sen, die So­pra­nis­tin, die nach ei­ner Krebs­be­hand­lung ih­re Stim­me ver­lor und jetzt Star­ver­käu­fe­rin auf ei­nem TV-Shop­ping­ka­nal ist: „Je­der kann ein Sa­les-Star sein“, wur­de Mohr klar. Nur eben im In­ter­net, nicht mehr im Fern­se­hen.

BRANDING, BROADCASTING UND SHOP­PING

5. Recht bald ge­wann sie den frü­he­ren Te­le­kom-Boss Re­né Ober­mann und Er­hard Schö­wel, ehe­mals Eu­ro­pa-Chef von Re­ckitt Ben­cki­ser, als An­gel-In­ves­to­ren. Ge­ra­de sam­mel­te Yeay 4,55 Mil­lio­nen Eu­ro für den wei­te­ren Aus­bau der Platt­form ein.

6. Seit Ja­nu­ar lu­den welt­weit 600.000 jun­ge Leu­te in 160 Län­dern die Yeay-App her­un­ter –

Kern bil­den die 14- bis 22-Jäh­ri­gen. In 18 Spra­chen ist die App be­reits zu ha­ben. 100.000 da­von sind ak­ti­ve Mit­glie­der, die sich ge­gen­sei­tig Din­ge ver­kau­fen – oft sind es selbst ge­stal­te­te T-Shirts und Hoo­dies, manch­mal aber auch die al­te Spiel­kon­so­le oder Mar­ken­kla­mot­ten, die man wei­ter­ver­kau­fen will.

7. Auch Un­ter­neh­men fin­den Yeay – der Laut­spre­cher­her­stel­ler Li­bra­to­ne et­wa oder Over­kill, ei­ner der an­ge­sag­tes­ten Snea­kers-Lä­den aus Ber­lin. Es ge­he bei Yeay um Branding, Broadcasting und Shop­ping. „Die­se Ge­ne­ra­ti­on hat die Auf­merk­sam­keits­span­ne ei­nes Gold­fischs“, sagt Mohr la­chend.

8. Die preis­ge­krön­te, mit den Ko­s­tü­men für die TV-Show „Sex and the Ci­ty“be­rühmt ge­wor­de­ne New Yor­ker De­si­gne­rin Patri­cia Field ent­deck­te Yeay un­längst in Ber­lin: „Ich bin be­geis­tert, wie Yeay Vi­de­os be­nutzt, um die E-Com­mer­ce-Er­fah­rung zu ver­bes­sern – das wä­re ein gu­ter, er­gän­zen­der Ka­nal zu mei­ner Web­site.“

9. In­zwi­schen ist Mohrs 19-jäh­ri­ge Toch­ter selbst ei­ne der Yeay-Ver­käu­fe­rin­nen. Wer dort ein Star wird, ist bis­lang ein Fall für sich. Mohr sagt: „Das Er­folgs­re­zept ler­nen wir selbst erst aus un­se­ren Da­ten.“ das Kern le co­eur / bil­den con­sti­tu­er / ge­gen­sei­tig mu­tu­el­le­ment / selbst ge­stal­tet réa­li­sé soi-mê­me / der Hoo­die(s) le sweat à ca­pu­che / die Kla­mot­ten les frin­gues / wei­ter-ver­kau­fen re­vend­re. 7. der Laut­spre­cher le haut-par­leur, l’en­ce­in­te / der Her­stel­ler le fa­bri­cant / et­wa par ex­emp­le / an­ge­sagt en vogue / der La­den(¨) la bou­tique / das Branding les mar­ques / das Broadcasting la dif­fu­si­on / die Auf­merk­sam­keits­span­ne la du­rée, la ca­pa­cité d’at­ten­ti­on / der Gold­fisch le pois­son rouge. 8. preis­ge­krönt ré­com­pen­sée par des prix / be­rühmt wer­den de­ve­nir cé­lèb­re / ent­de­cken dé­cou­vr­ir / un­längst ré­cem­ment / be­geis­tert sein êt­re épa­té / be­nut­zen uti­li­ser / die Er­fah­rung l’ex­pé­ri­ence / er­gän­zend com­plé­men­taire. 9. in­zwi­schen au­jourd’hui / ein Fall für sich un cas par­ti­cu­lier / die Da­ten les don­nées.

(©Yeay)

Me­la­nie Mohr hat die Platt­form Yeay ge­grün­det.

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